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Danshakai II

17.09.2015 -19.09.2015



Es war ein sonderliches Gefühl, in den Budokan des Budostudienkreises (BSK) nach Bensheim zu fahren. Das erste Danshakai fand statt, jedoch nicht mehr unter der Leitung von Sensei Werner Lind , er ist im Dezember 2014 verstorben. Die Familie Lind hat unter der Leitung von Monika Lind, Gabi Fischer – Lind und Sensei Christian Lind die Verantwortung für das weitere Bestehen des BSK und des Budokan übernommen. Dabei werden sie von allen Hauptlehrern des BSK unterstützt. Werner Lind hinterlässt eine mehr als funktionierende Gemeinschaft aus Kampfkunst Idealisten und aus Kampfkunst Visionären.


Das vordergründige Ziel des BSK ist die Entwicklung der Kampfkünste bis zur heutigen Zeit und die ursprünglichen Wurzeln zu erforschen. Diese historischen Betrachtungen zeigen keine Unterteilungen verschiedenster Stilrichtungen, so wie wir es heute kennen. Der Ursprung des Kampfes, in seiner traditionellen Herkunft, war der Handhabung von Händen, Füssen und Waffen, um zu Überleben.



Unser Danshakai ist die Zusammenkunft der Lehrer und Übungsleiter des Budostudienkreises, um durch die intensiven Begegnung die Freundschaften zu pflegen und das Kampfkunst Niveau in den verschiedenen Schulen des BSK, der „Zentralschule“ dem Budokan anzupassen.


Danshakai gibt es eine Vielzahl von methodisch – auf einander ausgerichteten Übungsformen (Schlagen, Stoßen, Treten, Werfen, Hebeln usw.). Es sind die Grundlagen der körperlichen – und der geistigen Haltungsschulung. Diese Grundformen erfordern ausdauerndes Üben und Streben nach dem Ideal der Bewegung und dem dazu gehörenden richtigen Verhalten im Dojo, in der Gesellschaft und gegenüber sich SELBST. Im ursprünglichen Mittelpunkt jeder Kampfkunst, stand die eigene Verteidigung. Die Ausbildung ist im BSK sehr umfangreich und vor allem auf die praktische Anwendbarkeit ausgerichtet.



Um dies noch weiter zu vertiefen, bekamen die Teilnehmer des Danshakai erstmals einen methodischen Einblick, in die Entwicklung der Freien Kampftechniken (Jiyu Waza). Diese werden zukünftig auch schon in den unteren Schüler Graden unterrichtet und in der Prüfung abgefragt. Es geht primär nicht um die technische Anwendung von Faustschlägen und Fußtritten, sondern um die Formen der richtigen Verhaltensweisen in einer realistischen Alltagssituation. Das beinhaltete zum Beispiel das Deckungsverhalten in den Nahen – und Mittleren Distanzen, die Kontrolle des Gegners in der Nahen Distanz, taktische Möglichkeiten – Angriffe zu unterbinden, realistische Wirkungsprinzipien von Bewegungen des eigenen Körpers, Automatisieren von Bewegungsabläufen für s.g. Stresssituationen u.v.m. . Die Ausbildung im Budostudienkreis ist technisch auf einem sehr hohem und außergewöhnlich tiefgreifendem Niveau und wird jetzt um das richtige Verhalten in einer Selbstverteidigung ergänzt. Um es nochmal im Besonderen zu betonen, die richtige Haltung in der Selbstverteidigung wurde schon sehr lange im BSK unterrichtet. Sie bekommt jedoch jetzt methodisch ihre eigene Aufmerksamkeit für die Lehrer und Übungsleiter in den externen Schulen des BSK.


Neben der eigenen Übung, sind Lehrer und Übungsleiter die Multiplikatoren an der Basis der verschiedenen Dojos. Leider ist die Auseinandersetzung mit dem „Kämpfen“, der Entwicklung von Stärke und Überlegenheit oft mit einem falschen Maß an Selbsteinschätzung verbunden. Jahrelang Übende entfernen sich zunehmend von der realistischen Einschätzung der eigenen menschlichen und emotionalen Qualitäten.



Um diesen Tendenzen bei den Lehrern und Übungsleitern im BSK entgegenzuwirken, werden wichtige Verhaltensformen von allen BSK Mitgliedern erwartet. Der Umgang mit der Bereitschaft, der Zuverlässigkeit und der Entschlossenheit wurde in diesem Zusammenhang allen Teilnehmern sehr deutlich gemacht.


Ich möchte mich herzlich bei allen Dojo Leitern, Dan-Trägern, Übungsleitern und Schüler bedanken. Es war eine intensive Auseinandersetzung mit unserer Kampfkunst bei diesem Danshakai. Der besondere Dank gilt den Hauptlehrern des BSK und der Familie Lind für Ihre intensiven Forschungen im Rahmen der Kampfkünste und dem sehr großen organisatorischen Aufwand, um das Vermächtnis von Sensei Werner Lind zu erhalten und weiter zu führen.


Torsten Erler Dojoleiter ZEN-Karate Cottbus e.V.

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