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Qigong für die Seele – Klären und Stärken mit Klängen – Mantra

08. September 2018 – 09. September 2018

Nachdem ich am ersten Septemberwochenende zum wiederholten Mal bei Gabi Fischer-Lind in ihrem Seminar eine neue Anregung zum Üben erhalten hatte, erklang schon am darauffolgenden Wochenende unser Gesang der Mantras für die 5 Wandlungsphasen in uns und über den Erzgebirgskamm in Schellerhau. Dort verbrachte unsere kleine Taiji/Qigonggruppe unter Irinas und meiner Anleitung das Gasshuku unseres Vereins.
Wir begannen morgens den Tag mit der Schüttelübung. Abends beendeten wir den Tag in dem wir die erst kürzlich bei Gabi erlernten Mantras für die 5 Wandlungsphasen sangen. Unsere Mitübende Anja fühlte sich schnell von den Worten wie auch dem Klang der Mantras angesprochen, auch ohne die Informationsfülle, die Gabi in Ihrem Seminar wieder einmal mit uns geteilt hat.

Ich möchte Gabi danken für ihre fortlaufenden und schlüssigen Informationen und Anleitungen, Anregungen und Korrekturen, die seit vielen Jahre die Grundlage unseres Übens bilden, uns bereichern, und uns helfen auf unserem Übungsweg voranzukommen. Sie sind nach jedem Seminar Anstoß für interessante und anregende Gespräche, die sich für mich und Irina auf unserer langen Heimfahrt und später darüber hinaus ergeben.

Im Rückblick auf ihr letztes Seminar haben sich vor allem diese, mehrfach von Gabi wiederholten Worte, bei mir eingeprägt: „Nutzen bringt jede Übung erst, wenn man sie ganz praktisch und regelmäßig, tagtäglich ausführt“. Die Qigong Übung sollte zum Ritual werden, die man ohne Erwartung, nur von Herzen, nicht vom Kopf her ausführt. In China sagt man wohl:-bitter fressen-, was für uns übersetzt heißt: üben, ackern, üben, etwas selbst tun. Erst dann kann sich „Li“ die heilige tiefe Freude in uns entwickeln.
Umso schöner war es, dass wir dieses Mal gleich gemeinschaftlich in der Gruppe das Neue wiederholen und üben konnten. Im Moment gefällt mir der gemeinschaftliche Gesang noch besser und es fällt mir leichter, als alleine mit mir zu singen.
Viele Menschen erleben Hochs und Tiefs in ihrem Leben, kommen bisweilen psychisch in Schieflage, werden krank, oder fühlen sich vielleicht erst einmal unausgeglichen. Nun geht es wohl kaum darum dem allen zu entkommen. Ich vermute, das wird einem „normalen Menschen“, der kein Mönch ist und sich in Bergen, Klöstern oder der Natur ganz zu sich selbst zurückziehen kann, kaum möglich sein.

Mir geht es darum, Wege zu entdecken, mit denen ich ganz praktisch selber agieren und aktiv werden kann, um besser im Gleichgewicht zu bleiben oder es wiederzuerlangen. Das ist ein Grund der mich immer wieder zu Gabis Seminaren nach Bensheim führt.
Eine Möglichkeit bieten mir seit kurzem nun die Mantras des Wang fon I. Er hat das Mantra System „Die himmlische Natur anrufen“ entwickelt, weil er der Meinung war, das die Wurzeln aller Probleme in unseren Emotionen liegen. Solange man mit Liebe auf das Leben im Allgemeinen, sein eigenes Leben , die Menschen, die Arbeit, alles um sich herum ,etc. zu blicken vermag, bleibt man ausgeglichener und gleichmütiger, als wenn man von Emotionen wie Angst, Neid, Trauer, Scham eingenommen wird. Die Mantras beziehen sich deswegen auf die 5 Wandlungsphasen, weil unsere Emotionen und Gefühlen den unterschiedlichen Wandlungsphasen zuzuordnen sind. Wang fon I war der Meinung, dass jeder Mensch alles bereits in sich trägt, um die allumfassende Liebe zu entwickeln und zu pflegen. Entsprechend der unterschiedlichen Emotionen die man klären möchte, hat er Mantras zu den verschiedenen Wandlungsphasen formuliert, denen allen Eines gleich ist, nämlich der Abschlusssatz: -Du hast es schon-; was heißen soll, alles was du brauchst um deine Emotionen zu klären, trägst du bereits in dir selbst.

Die Mantras unterscheiden sich in ihrem Klang, deren Klangwellen an verschiedenen Stellen im Körper Vibrationen bewirken, sich ausbreiten und schwingen. Schwingung ist Energie, unser Körper ist Materie, also verdichtete Energie. Wenn wir gut durchschwingen, versetzen wir damit die Materie in Schwingung. Und es ist gut möglich, dass sich bei ausreichender Übung Verfestigungen, Blockaden etc. durch das Singen der Mantras verändern, im besten Fall auflösen.
Zu Beginn meines Berichtes sprach ich vom Schütteln, welches ich ebenfalls bei Gabi erlernt habe. Es ist eine andere Methode die Materie, den Körper zu bewegen und in Schwingung zu versetzen.
Von erheblicher Bedeutung für die Wirksamkeit aller Qigong-Übung ist die Ausrichtung des Geistes. 90% der Übung ist Geist; habe ich von Gabi im letzten Seminar wieder gehört. Deswegen findet das Bedeutsamste der Übung auch ausschließlich im Inneren eines jeden Selbst statt. Es ist von enormer Wichtigkeit, worauf man seine Gedanken beim Üben richtet. Zumindest beim Singen ist ein kleiner Teil schon im Singen gebunden.
Sofort fällt mir dazu der Affengeist ein, nur, das ist ein weiteres großes Feld. Und wer wissen möchte, was das gemeinsame Dojo reinigen nach jeder Übungsstunde mit dem Element Metall und unseren Emotionen zu tun hat, kann dies vielleicht in einem Gespräch nach unserer Übungsstunde nun bald mit Irina und mir erörtern.

Danke Gabi für deine anschaulichen Beispiele, dem für mich noch schweren Thema der Wandlungsphasen und deren Zusammenhänge wieder ein wenig näher gekommen zu sein. Danke für deine Geduld und deine Gesprächsbereitschaft bis in den Abend hinein. Danke auch an die langjährigen Mitübenden in Bensheim und an Madeleine. In eurer Gesellschaft wird das anspruchsvolle Seminar dann mit einem gemeinsamen Spaziergang oder einem schönen Essen jedes Mal auch zu einem kleinen Urlaub für Geist und Seele.

Ute Lachmann-Ludwig

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