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Pfingst TL – Taichi und Qigong

18.05.2018 – 21.05.2018

Voll Vorfreude reisten Ute und ich bereits am Donnerstag in Bensheim an, um zunächst an Gabis Abendtraining teilzunehmen. Schon hier wurde gut gedehnt, was sich im Trainingslager noch fortsetzen sollte. Gemeinsam mit Gabi und Larissa begaben wir uns am Freitag auf die Traditionstour der Bensheimer Taijis in Richtung Schwarzwald.

Nach der sehr entspannten Anreise waren wir dieses Mal endlich pünktlich da – also von Anfang an dabei. Das war wirklich ein sehr schönes Gefühl. Nach einem Spaziergang durch Wald und Flur mit ersten Gesprächen, lockte auch schon ein leichtes Abendtraining mit der Wildgans. Inzwischen waren die anderen Teilnehmerinnen angekommen, sodass wir nun ins Pfingstrainingslager starten konnten.

Die Bergwiesen am Leptighof sind so herrlich. Man taucht schon beim ersten Sonnenstrahl in ein Fest der Farben und vor allem der Geruch des uns nunmehr schon vertrauten Bärwurzes, welcher unter unseren federnden Tritten beim morgendlichen Schütteln nach oben strömt, macht einfach frei. Nicht nur das Empfinden der Farben und Wohlgerüche (die u.a. auch der allseits bekannten Taijiküche entsprangen) waren unser Thema. Es ging im Besonderen um das Erspüren unserer Bewegungen im Detail. Was verändert sich, wenn ich scheinbar eingeschliffene Haltungen der Übung noch einmal über“fühle“? Was kann ich spüren, wenn das Handherz zur Erde (YANG) zeigt und das andere Handherz zum Himmel (YIN)? Was passiert dabei in meiner Übung? Wo kann das Qi tatsächlich fließen oder wo würge ich es einfach ab…eben weil ich nicht genau in mich hinein spüre? Gabi half uns mit einer Vielzahl an Übungen, um uns diesem Thema zu nähern. Denn schließlich wird erst dann aus der „gymnastischen“ Übung das Qigong, dass es auch wert ist diesen Namen zu führen.

Nur wenn wir dem Qi die Bahn frei machen, kann es fließen. Dieses Detail ist entscheidend. Gabi verdeutlichte uns noch einmal mehr wie bedeutend die Dehnung und Kräftigung der Hüfte für einen guten Stand in der Übung und Ausgangspunkt jeder Bewegung ist. In einer theoretischen Abhandlung, die ein Thema auf dem künftigen Blog des Budokan sein wird, hat sie sich schon damit beschäftigt.
Da sich alle Frauen schon länger kennen, war die Atmosphäre von Beginn an vertraut und sehr entspannt. Dass sich da manchmal die Balken vor Lachen bogen oder eine Antwort wie „entschuldige, ich habe gerade nicht zugehört…“ einfach gesagt werden konnte, machte dieses Trainingslager auch in Hinsicht auf Vertrauen und Offenheit zu einem Besonderen.

Ich danke Gabi dafür, dass sie uns alle immer wieder zusammen bringt, zum Üben wie zum Lernen, aber auch zum Lachen, einfach zu einem intensiven Leben. Und natürlich danke ich allen beteiligten Frauen dafür, dass sie dabei sind und jede ihre individuelle Art einbringt – nur so bilden wir gemeinsam Yangsheng. Ich freue mich auf noch viele Trainingslager.

Irina Felber
Furyukan Königsbrück

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