Kakie

von Jacqueline Auen

14. September - 15. September 2019

Wieder mal war es soweit. Ein Seminar in Bensheim mit der Vorinformation:
„Die klebenden Hände „Kakie“ sind ein altes Prinziep, das in allen Kampfkünsten enthalten ist. Im Taiji „Tuishou“ im Kungfu „Chisao“ genannt, erüben sie die Prinzipien des Nahkampfs, das Einfühlen der gegnerischen Absichten, das schnelle Umschalten von Ruhe zu starker Aktivität, das Anpassen an die Situation und das Wahren der richtigen Konzentration. Wir werden verschiedene Formen der Kakie erüben, Übergänge in Griffe und Hebel und die Kakie Kata des BSK.“ Ok, dachte ich mir. „Kakie“ habe ich schon mehrmals und länger geübt und bin mit großem Interesse nach Bensheim gefahren.

Natürlich übten wir in diesem Seminar gemeinsam verschiedene Formen der „Kakie“ welche eine Vielzahl von Aufgaben, Methoden und Verhaltensweisen wie z.B. die unterschiedlichsten Übergänge der „Kakie“ untereinander, das übergehen in Griffe, Hebel und auch Falltechniken beinhalten.

Das Herausforderndste jedoch waren die Methoden und Verhaltensweisen wie:

kleben bleiben, anhaften, dranbleiben

nachgeben, fühlen, tasten

loslassen, spüren, erahnen

anspannen, entspannen

mit Kontakt, ohne Kontakt

Und dies alles in körperlicher und geistiger Hinsicht.

In erster Linie habe ich gemerkt, dass auch nach jahrzehntelangem Üben es gilt weiter an sich zu arbeiten und man noch weicher, entspannter, mit einer gelassenen „nicht an Etwas anhaftenden“, Konzentration arbeiten kann, um Dinge um sich herum besser wahrnehmen zu können.

Herzlichen Dank an Sensei Ursel Gantke für die vielen hilfreichen Hinweise und Erläuterungen, die immer wieder mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen jedem von uns Übenden geholfen haben. Und ebenso einen großen Dank an alle Teilnehmer, ohne die ein solch intensives und einfühlsames Üben nicht möglich wäre.

Frank Krüger
Hamburg

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