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Kakie & Kansetsu waza

von Eva Lind

04.09.2015 – 06.09.2015

Eine systematische Einführung in die Kakie war vor allem Thema am Samstag Thema. Matthias Degen gab uns viel Zeit, sich in diese Art der Partnerübung einzufinden. Immer wieder sagte er wir sollten weniger fest, langsamer üben und mehr fühlen. Wie bewegt sich der Partner, wie leite ich die Bewegung am besten um und wie stehe ich dabei zum Partner. Die fließenden Bewegungen faszinieren und wirken doch auf den ersten Blick so anders als die „normalen“ Karatetechniken. Was am Anfang fast wie ein Spiel wirkte, wurde dann doch ernst, als wir dazu übergingen aus der Kakie Befreiungstechniken und Hebel anzuwenden. Immer wieder gefällt mir die Systematik, die alles einschließt und doch so viele Blickwinkel offen lässt, eine Sache zu betrachten. Einen kurzen Blick gewährte der 2. Tage, als wir Befreiungstechniken aus Hebeln übten, die es in ähnlicher Art in den verschiedenen Goshin-Formen gibt.

Die Abende im Budokan sind für mich immer ein schöner Abschluss für das gemeinsame Üben, man kann das Gelernte des Tages noch einmal besprechen oder etwas gemeinsam unternehmen und die Zeit, die man zusammen verbringt, dafür zu nutzen, sich besser kennen zu lernen.

Danke an alle für dieses interessante Seminar und die Anregungen, die ich mitnehmen durfte.

Marion Vesztergom
Saarbrücken

 

Nach der Ankunft um 21°° im Budokan Bensheim, mit freundlicher Begrüßung, hatte ich noch Gelegenheit eine Stunde das Abendtraining zu beobachten und auf Details beim Laufen der Taikyoku sandan zu achten. Samstag begann das Training 10³°. Die Anzahl an Teilnehmern reichte von Gelb- bis Schwarzgurt. Mattias Degen begann mit Vorübungen zum Fallen,- dem Rollen dicht am Boden, erst selbständig vorwärts und rückwärts und dann reagierend auf den Impuls vom Partner. Nahezu alle Übungen waren Partnerübungen.

Beim Kakie wurde großer Wert wurde auf die Entwicklung des Feingefühls für Zug und Druck gelegt, zu spüren in welche Richtung und wie weit eigentlich die Kraft des Partners geht um entsprechend reagieren zu können. Um die Hebel an den Handgelenken, Ellenbogen und der Schulter auszuführen wurden verschiedene Grifftechniken an den Händen aus der Kakie heraus geübt. Geübt wurde dieses auch in Kombination mit Kontertechniken um sich den Hebeln zu entziehen. Damit man sich auf die verschiedenen Größen und Gewichtsklassen einstellen muss, wurden fortlaufend die Übungspartner gewechselt.

Volker Schulz leitete das Botraining am Samstag. bei dem es interessante Aufwärmbewegungen gab, die viel Koordination beim Umgreifen am Bo erforderten.

Als letzte Übungseinheit nahm ich am Kumitetraining teil. Der Schwerpunkt lag auf stark körperbetontem Training mit verschiedenen Angriffs, -und Kontertechniken sowie Abhärtungsübungen die ich noch Sonntag deutlich spüren konnte.

Und so wie man zusammen übt, kann man auch zusammen feiern. Beim Bergsträßer Winzerfest am Samstagabend waren wir 12 Karatekas es gab großartigen Livegesang und wir haben dazu getanzt. Vielen Dank an Mathias Aust und Florian Geyer für die Fahrt zum Fest und zurück. Es war wieder einmal ein sehr interessantes Seminar, welches auf dem Karate-Do ein Puzzlestück mehr darstellt.

Ronald Schneider
Cottbus

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