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Danshakai I

von Jacqueline Auen

09.03.2019 - 10.03.2019
Leitung: BSK-Sensei

Ich freue mich jedes Jahr am Danshakai teilnehmen zu dürfen. Denn mit so vielen Danträgern trainieren zu können ist einmalig und jedes Mal inspirierend. Seit Oktober letzten Jahres darf ich mich auch zu der Gruppe der Danträger zählen und somit war es für mich noch mal ein besonderes Erlebnis, das erste Mal als Schwarzgurt am Danshakai teilzunehmen.

Das Thema war Makiwara Training, als Frau bin ich da bisher immer mit gemischten Gefühlen ran gegangen. Ich habe viel Respekt vor diesem Trainingsgerät, da eine falsche Trainingsweise eine Menge Schaden anrichten kann. Daher bin ich Gabi Fischer-Lind besonders dankbar, dass sie sich die Zeit genommen hat und uns im Vorhinein erklärte, welche Gefahren unter anderem ein zu starkes Makiwaratraining in den Gelenken mit sich bringt, wie mit speziellen Ölen Verletzungen vorgebeugt werden können und wie mit kleinen täglichen Übungen auch eine Abhärtung erzielt werden kann.

Zusätzlich möchte ich auch kurz erwähnen, dass Gabi am Samstag ein sehr interessantes Seminar über Arthrose hielt. Obwohl ich in dem Alter bin, wo dieses Thema noch nicht im Bewusstsein ist, hat mich der Vortrag gefesselt und angeregt mehr auf meinen Körper zu achten und ihn zu erspüren, sowie vorbeugende Maßnahmen, wie Dehnung umzusetzen.

Auf Grund der Anzahl der Teilnehmer konnte nicht jeder an einem Makiwara trainieren, doch das war kein Problem, es wurden noch Sandsäcke und weitere Abhärtungsgeräte, wie ein Stein, zur Verfügung gestellt. Es war sehr interessant zu sehen, welche Geräte noch und wie zur Abhärtung genutzt werden können. Vor allem der Stein war mir erst suspekt, doch siegte meine Neugier und ich war positiv überrascht, wie gut man damit trainieren kann. Weiterhin war ich sehr von dem auf dem Boden liegenden Sandsack angetan, wie viele Übungen da möglich sind und das zusätzlich auch Kondition trainiert werden kann.

Peter, Christian und Ursel haben uns viele Hinweise, Ideen, Anregungen und Tipps gegeben, dafür vielen lieben Dank. Im Seminar wurde mir wieder vor Augen geführt wie wichtig dieses Thema ist und werde dies in meinem zukünftigen Training berücksichtigen, einbauen und an meine Schüler weitergeben.

Sara Angolini
Eisenhüttenstadt

Das erste Danshakai dieses Jahres hatte das Thema „Makiwara und Kime“. Im Folgenden ein paar Gedanken und Eindrücke, die mich während des Wochenendes besonders bewegt und inspiriert haben:
Ganz zu Anfang hielt Gabi Fischer Lind einen kleinen Vortrag über die Anwendung von Ölen und Tinkturen und anderen Praktiken, um die Stellen des Körpers, die auf ein Ziel auftreffen, vorzubereiten und nachzubehandeln. Denn gerade wenn die Auftreffenergie sich vergrößert, kann es zu kleinen und kleinsten Verletzungen in den Gelenken oder dem Gewebe kommen. Diese sollten immer so behandelt werden, dass der Heilungsprozess energetisch so gut es geht gefördert wird.

Selbstbeobachtung: in ihr sind wir gefordert, ein gutes Körpergefühl entwickeln, zu spüren, dass die Ausrichtung des Körpers in Bezug auf die Aktion richtig ist, die Stellung der Gelenke und die Position der auftreffenden Partien des Körpers. Wir merken, dass es nicht immer leicht ist, das im Kihon erworbene Körperverhalten beizubehalten und, ähnlich wie im freien Kämpfen, nicht einfach über Bord werfen, nur weil es gerade eine andere Situation ist, in der die Technik abgerufen werden muss.

Selbstumgang: hier bin ich als Mensch gefordert, auch und gerade mit meinem inneren Erleben und meiner Haltung: bin ich frustriert-resigniert, wenn ich vom Lehrer oder dem Übungsgerät eine (schmerzhafte) Rückmeldung erhalte? Lasse ich in meinem Bemühen dadurch nach, werde nachlässig und schlampig? Oder will ich zu viel auf einmal, bin übermotiviert und mute meinem Körper bzw. dem Bewegungsapparat zu viel zu? Ob ich nun mein Kime nur verbessern oder die Extreme herauskitzeln will (Bruchtest): ein stetiges, dem eigenen Können und den eigenen Voraussetzungen angepasstes Makiwara (oder Sandsack oder Pratzen) Training ist neben allen anderen Trainingsinhalten dringen erforderlich, das war auch das Fazit der Sensei beim abschließenden Mondo dieses sehr inspirierenden Wochenendes.

Peter Mußler
Saarbrücken

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