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BSK-Trainingslager Österreich

21.09.2013-28.09.2013

Holzgau_2Holzgau_4Als wir am Samstag im Lechtal eintrafen, erwartete uns strahlender Sonnenschein mit spätsommerlichen Temperaturen. Dieses Wetter sollte uns lange erhalten bleiben, so dass wir beste Voraussetzungen zum Training hatten. Ein Highlight für mich war das frühmorgendliche Kata – Training auch mit dem Bo, zum Sonnenaufgang. Nicht oft hat man sonst die Gelegenheit um diese Zeit Karate mit dieser Intensität zu üben. Natürlich waren die anderen Trainingseinheiten ebenfalls wertvoll und ich habe sehr viel dabei gelernt.
Aber mir ging es in diesem Jahr auch zunehmend um andere Aspekte. Was ist eine Lehrer – Schüler Beziehung und welche Bedingungen muss man hierfür erfüllen. Natürlich liefert ein Trainingslager hierfür nicht die Universal – Antwort, aber man bekommt doch einige Hinweise, auch mit eigenen Schwächen anders umzugehen. Mit diesen Gedanken war ich sehr oft beschäftigt.
Ein besonderer Höhepunkt sind immer die Mondō mit Sensei Werner Lind.

Vielen Dank an alle Teilnehmer des Trainingslagers, sowie an Ursel Arnold, Peter Schömbs, Christian Lind für die vielen Anregungen und Tipps.

Marion V.
Eisenhüttenstadt


BSK Trainingslager Österreich

Holzgau_7Auf dieses Trainingslager haben wir uns beide schon lange gefreut. Wegen unseren Famillien – und Schulpflichten sind wir etwas später angekommen. Doch im Sinn des Sprichworts: „Wo ein Wille ist – dort ist auch ein Weg“ ist es uns gelungen alles zusammen so zu koordinieren, dass wir trotzallem am TL teilnehmen konnten. Der Weg war lang und wir mussten ohne Navigation sehr aufmerksam sein, dass wir uns nicht verfahren. Letzendlich war es uns gelungen das wunderschöne Lechtal in den Tiroleralpen zu erreichen.
Es war schon spät in der Nacht, als wir unser Ziel erreichten. Es war schön, alte Freunde wieder zu sehen, und eine wunderbare Woche miteinander verbringen zu können.

Holzgau_6Holzgau_8Nach kurzer Zeit schlich sich jedoch Unaufmerksamkeit ein und es begannen sich kleinere Grüppchen zu bilden, worauf unser Sensei – Werner Lind sehr schnell reagierte und der Gruppe bewusst machte, dass wir uns zum Üben des Budō getroffen haben. Für Budō ist Aufmerksamkeit in der Gruppe sowohl wichtig als auch notwendig, denn wir sollten uns sensibel machen für unsere Mitmenschen und somit für die Gruppe um dadurch Situationen besser einschätzen zu können. Ohne diese Feinfühligkeit haben wir zwar nie das Gefühl etwas „falsch“ zu machen, ein starker Zusammenhalt der Gruppe, der Gemeinschaft, wird dadurch allerdings ebenfalls unmöglich. Es entsteht ein Bild in dem jeder in seiner eigenen Welt agiert und keine Rücksicht auf andere genommen wird. Wir denken, dass es alle Beteiligten jedoch schnell verstanden haben, trotz allem ist es immer schwierig die Situation zu lösen und eine gute Atmosphäre wiederaufzubauen. Sensei Lind hat dieses Thema am späteren Abend weiterentwickelt, wobei uns viele andere Zusammenhänge bewusst werden konnten.
Wieder mal habe ich mich erinnert, was alles aus einer angenehmen Atmosphäre entstehen kann, wenn sich während alltäglichen Gesprächen, Fragen unvorhersehbare Wege öffnen, die sich wiederum zu interessanten Mondos mit den Sensei entwickeln können. Für mich persönlich ist das Gewürz jedes Trainingslagers die BSK-Lehrer. Die Art und Weise, wie sie bestimmte Situationen und Inhalte sich entwickeln lassen, ist für mich immer ein faszinierender Prozess, an dem jeder von uns teilhaben kann. Der Eine kommt mit einer Frage, der zweite mit einem Witz, Holzgau_11der dritte bringt den anderen Süßigkeiten oder Tee… und der andere nur damit, dass er einfach da ist…  Wie Sensei Lind sagte – jedes dieser  Trainingslager ist eine Art Verkleinerung des Außenlebens – der Unterschied liegt nur darin, dass die Menschen sich treffen, damit sie zusammen diese sieben Tage mit dem Üben und der Verbesserung nicht nur der Kampftechnik, aber auch der Fähigkeit in Zusammenarbeit mit den anderen verbringen. Solange jeder herzlich, ehrlich, flexibel und aufmerksam ist, können viele schöne Erlebnisse entstehen. Budō ist der Weg, mit dem sich ein Mensch zu einer Stufe entwickeln kann, sodass er mit jeder Art Gruppe von Menschen zusammenleben und arbeiten kann – egal aus welcher kulturellen, politischen, oder religiösen Umgebung sie kommen. Und es gibt nichts Wichtigeres für die heutige Welt, als genau das zu verstehen – dass wir auf dieser Erde alle Eins sind. Solange wir das nicht nachvollziehen können und beginnen in diesem Sinne zu handeln, wird das friedsame Zusammenleben und die Zusammenarbeit der Menschheit nur ein weit entfernter Traum bleiben. Das ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Lehren, die die alten Meister der Kampfkünste ihren Nachfolgern beibringen konnten.
Während der Übungen haben uns die Sensei – Ursel Arnold, Christian Lind und Peter Schömbs – geholfen die Bassai und Tekki Kata und Formen des Kumite zu verbessern. Immer wieder macht dies uns bewusst, dass wir noch viel zu Üben haben.
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Während des freien Tages sind wir zur Jöchelspitze gewandert. Zum Glück sind wir am Anfang mit der Seilbahn gefahren, deshalb war es diesmal nicht so anstrengend wie das letzte Mal, aber die 8-Stündige Tour hat trotzdem seine Spuren auf unseren Körpern hinterlassen. Wieder hatten wir schöne Erlebnisse in der wunderschönen uns umgebenden Natur und dank guter Gespräche, sind wir uns alle wieder näher gekommen.
Es gab noch viele schöne und lehrhafte Erlebnisse, aber man kann nicht alles in so einem Artikel beschreiben. Jedem, der so eine einzigartige Lehre der Kampfkünste erleben will, kann ich nur empfehlen, nächstes Mal mit uns daran teilzunehmen.

Unser herzlicher Dank für das wunderbare Trainingslager gehört den Sensei und allen unseren Freunden aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Wir freuen uns auf nächstes Mal.

Milan Poliak a Róbert Mrňák
Dokan Dojo Slowakei


BSK-Trainingslager Österreich

Von der Wichtigkeit der kleinen Dinge

Kyudo-2Jedes Trainingslager des BSK bietet, genau wie jeder Moment eines Lebens, eine Gelegenheit etwas zu erfahren und zu lernen. Es beinhaltet Möglichkeiten zu nehmen und zu geben. Was man daraus macht, ist die Sache jedes Einzelnen. Damit es gelingt, die Augen für solche Gelegenheiten und Möglichkeiten zu entwickeln und zu öffnen, braucht es meiner Ansicht nach nebst Wille und Herz auch Lehrer, welche einem dabei helfen. Diese gibt es immer und überall, sofern man sie auch sehen und helfen lassen möchte, so auch im BSK. Holzgau_10In diesem Trainingslager hat Sensei Werner Lind davon gesprochen, dass er bei seinen Schülern immer die kleinen Dinge korrigiert und niemals die grossen. Es sei sinnlos, die grossen Dinge anzusprechen, wenn die kleinen Dinge der eigenen Aufmerksamkeit entgehen. Diese Aussage hörte ich wiederholt in einem Gespräch an einem anderen Trainingslagerabend, als von den kleinen Details einer jeden Kata gesprochen wurde, die es zu entdecken gibt und gilt. Wenn auch die Erfahrung beizeiten schmerzlich sein kann wie wenig man doch weiss und sieht, so hat dieses Trainingslager und seine Teilnehmenden mir doch wieder klargemacht, dass es sich lohnt die Augen aufzumachen, neugierig zu sein und sich auf die kleinen Dinge im Leben zu achten.

 In diesem Sinne bedanke ich mich für folgende kleinen Dinge:

Für die gezupfte klingende GitarrensaiteHolzgau_3
Für das Füllen meines leeren Wasserglases
Für ein gemeinsames Lachen
Für ein paar wärmende Sonnenstrahlen
Für ein gesungenes Lied
Für das Würzen der tollen Lasagne
Für die Geduld beim Erlernen des Bassai-Ablaufs
Für den herzlichen Abschied
Für einen tierisch guten Witz
Für ein lustiges gemeinsames Geschirrspülen
Für ein aufweckendes Wort
Für die schaukelnde Hängebrücke
Für einen bettelnden Hundeblick
Für eine Anregung während des Kumitetrainings
Für geschenkte Ohropax
…und zum Schluss für ein gemeinsames Rei bei der Heian Shodan während eines Frühtrainings in der Dämmerung.

Jonas Lammer
Shenxin Dojo, Pratteln, Schweiz

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