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TL-Nikolaus im Schwarzwald

9.12.2016 – 11.12.2016

tl_3Vor diesem war ich noch nie auf einem Nikolaus-TL gewesen und natürlich habe ich mich davor ausführlich mit Erwartungen auseinandergesetzt, unter anderem der, dass ‚Nikolaus-Trainingslager im Schwarzwald‘ auf den ersten Blick vor allem nach viel, viel Frieren beim Trainieren im tiefen Schnee klingt. Doch tatsächlich fand unser einziges gemeinsames Training bei strahlendem Sonnenschein statt – und bei weit höheren Temperaturen, als wir sie vom Wetter der letzten Wochen in Bensheim gewohnt waren. Erst am Abend, als wir auf einen Weihnachts- und Mittelaltermarkt gegangen sind, wurde es sehr kalt, was aber gut zum Ambiente gepasst hat.
Aber es wäre eine Verschwendung, nur vom Wetter zu reden, was ja nun wirklich nicht das einzige ist, was so ein TL ausmacht. Es gibt es noch viel mehr beachtenswertes, zum Beispiel der Wohn- und Essbereich, in dem wir wunderbar Platz hatten, auch wenn beim Essen meistens einer von uns auf dem Boden sitzen musste, was allerdings gar nicht so unbequem, nur ein bisschen ungewohnt von der Perspektive her war. Auf jeden Fall sorgten die Sofas, deren Belag man mit fortschreitender Stunde immer weiter beim Sinken zusehen konnte, für eine sehr gemütliche Stimmung, wenn immer wieder witzige Anekdötchen aus den verschiedenen Dojos erzählt wurden oder über interessante Themen diskutiert wurde, außerdem konnte man sich auf ihnen lange auf die Gespräche konzentrieren, ohne irgendwann nur noch davon abgelenkt zu werden, wie unbequem es langsam wird. Vorausgesetzt natürlich, man schlief wegen der Gemütlichkeit nicht ein.

tl_1Doch wir haben natürlich nicht die ganze Zeit nur geredet und uns auf Sofas gefläzt; neben besagter gemeinsamer Trainingseinheit am Samstag kamen wir auch noch an die frische Luft, indem wir entweder frei trainierten oder (meine Version) in einer fünfköpfigen Gruppe einen kleinen Ausflug zu Deutschlands höchstem Wasserfall gemacht haben (einschließlich Fotostops an sämtlichen begehbaren Brücken über den Fluss, sportlichen Anteilen in Form des steilen Weges und drei Stationen eines Trimm-dich-Pfades und Anwendung unserer Ninja-Skills an einer völlig vereisten Wegkurve). Nach all dem war natürlich die Schwarzwälder Kirschtorte, die wir in einer örtlichen Gaststätte erstanden hatten, äußerst willkommen, auch, wenn man bei ihr (wie vermehrt bemerkt wurde) mit Kirschwasser sehr gespart hat. Sie war allerdings dennoch sehr lecker und außerdem nur einer von vielen kulinarischen Höhepunkten wie die ausführlichen Frühstücke oder das selbstgekochte Essen.

tl_2Am zweiten Abend – nach dem kalten Weihnachtsmarkt, bei dem aber kleine bunte Lichter für eine schöne Stimmung und ein Feuerspucker als auch ein Bogen-Schießstand für die nötige Unterhaltung gesorgt haben – gab es dann sogar noch etwas Feierlichkeit, als Phillip aus Speyer den vierten Dan verliehen bekommen hat (hierzu natürlich nochmals herzlichen Glückwunsch!). Das feierten wir mit Sekt und eigentlich auch mit Knabberzeug, auf das hatten aber dank der selbstgemachten Frikadellen, die zwar wohl scharf aber sehr lecker gewesen sein sollen, und dem Rest des Abendessens die wenigsten Appetit.
Mein Fazit? Das Nikolaus-TL war – allein schon durch seine Größe – von einem völlig anderen Charakter als alle anderen, auf denen ich bisher war. Obwohl wir weniger trainiert haben als sonst, habe ich nicht das Gefühl, weniger mitgenommen zu haben; die ganzen Erzählungen, aber auch der Umgang mit Leuten, mit denen ich nicht jede Woche trainiere, haben in der kurzen Zeit tatsächlich meinen Horizont erweitert – zumindest ein kleines bisschen.

Am Ende möchte ich mich jetzt natürlich auch noch bedanken, bei den Organisatoren, aber auch bei dem ganzen Rest, der da war, dass ich mitkommen durfte und nicht die ganze Zeit dachte, dass das eine bescheuerte Idee war. Und, dass ihr mich dann doch nicht eure Autos habt putzen lassen.

Valerie Voll
Budokan Bensheim

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