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Theorie der Kampfkünste

09. – 11.06.2006

BudoTheorie03Am Samstag fanden sich mehrere Interessierte im Budokan Bensheim ein um mit Sensei Werner Lind Fragen bezüglich des Karate und seiner philosophischen Bedeutung zu besprechen. Einige dieser Fragen wurden durch den Sensei beantwortet, jedoch war ich oft damit beschäftigt die Aspekte, die sich aus seinen Antworten für mich neu ergaben in mein altes Denkmuster zu integrieren und wieder einmal alles zu überdenken. Dies war sehr interessant, da keine Wahrheiten verbreitet wurden.
Das aufmerksame Zuhören und Wiederspiegeln nahm zwar dem Gespräch seine Lockerheit, doch wies Sensei Werner immer wieder darauf hin, unverkrampft mit dem Thema umzugehen. Hierbei zeigte sich auch, wie weit man Denkweisen und Handlungen verinnerlicht hat, oder eben noch nicht.
Denn das ist wohl die eigentliche Kunst.
Die 2. Einheit des Seminars übernahm Bernd Mautry. Dies war der praktische Teil, in dem wir wieder einmal Grundsätzliches (Kihon) üben konnten, wie auch 2 Formen des Kumite, nämlich Kihon Ippon Kumite, sowie das Jiyu Ippon Kumite. Da wir ein überschaubarer ,Haufen waren, bot sich uns Schülern die Möglichkeit recht individuell von Bernd angeleitet, Schwerpunkte zu setzen und das Fortschrittstempo zu gestalten. Vielen Dank auch, Sahar!!!
Am Sonntag um 11 Uhr saßen wir wieder draußen und die Sonne pratzelte noch ein wenig mehr herunter, als am Tag zuvor. Sensei Werner Lind wollte uns nun innerhalb von nur einer Stunde eine Zusammenfassung der Geschichte Japans geben. Die dafür wohl notwendige Vortragsgeschwindigkeit einzuhalten gelang ihm nicht ganz, dennoch schaffte er es in sage und schreibe zwei einhalb Stunden. Er setzte die Schwerpunkte auf bestimmte Themen, Jahreszahlen und Ereignisse, so dass ich letztendlich glaube zu verstehen, zu welchem Zweck die Japaner ihr Karate verbreiteten und warum sie es auf diese Weise getan haben. Dies liegt wohl in ihrer Kultur verankert, die so gesehen ja gar keine eigene ist, BudoTheorie01da Vieles aus fremden Kulturen übernommen wurde, zweckmäßig verändert, und dem eigenen Denken angepasst, anstatt nach dem ursprünglichen Sinn zu forschen.
Ohne die Japaner würden wir wahrscheinlich den Begriff Karate nicht kennen. Und so schließt sich der Kreis dieses Seminars, denn ohne dem Fragen nach dem Sinn einer Handlung etc., indem man genau hinschaut, können wir die Wahrheit oft nicht sehen.
Das ist es, was ich für mich von diesem Seminar mitgenommen habe.
Viele Grüße an alle Mitstreiter und bis bald

Ariane
Karate Gärtringen

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