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Sommerfest

26.08.2006

Sommerfest_01Als sich am 26.08.2006 nach langer Vorbereitung alle in der Budokanschule-Bensheim eingefunden hatten konnte das Sommerfest beginnen. Für Getränke und Essen war reichlich gesorgt. Jetzt konnte das Programm anfangen. Alle Teilnehmer der verschiedenen Kampfsportarten, die in der Budokan Schule angeboten werden, führten ihren Kampfstiel vor. Ich werde jetzt die einzelnen Punkte der Kampfsportarten erklären:
Wir beginnen mit Karate: Zuerst führte die Kindermannschaft, die später bei den Bruch Tests noch einmal an die Reihe kam, eine Karate kata (Formablauf in der Gruppe) vor. Die Erwachsenen präsentierten Kihon ippon kumite (Grundlegende Partnerübung), eine Kata (Formablauf) Heian nidan und Selbstverteidigungswendungen. Auch dabei waren Abhärtungsmethoden. Traditionelle Geräte wurden vorgestellt.  Sie zeigten eine Kata wie sie im Kampf angewendet werden kann (Bunkai). Außerdem waren Frei- und Nahkampfübungen zu sehen. Zu den Nahkampfübungen gehörten: Wiederholungsübungen, klebende Hände, Befreiungen, Hebel, Immobilisationen. Dann zeigte uns die Karate Gruppe Angriffe zu den Vitalpunkten.
Jetzt machen wir weiter mit Kobudo (traditionelle Waffen):
Unser erster Punkt bei Kobudo war eine Sai Kata mit Anwendung. Ein weiterer handelte sich um die verschiedenen Anwendungen mit dem Seil. Einmal die flexible und dann die klassische. Ebenfalls  wurden Selbstverteidigung-Methoden und eine Kata mit dem langen Stock (Bo) und dessen Anwendung dargestellt.
Nun kommen wir zu Ninjutsu und Bujutsu:
Zuerst zeigte uns die Jugendmannschaft der Ninjas Bewegungsarten im Ninjutsu: Rollen, Springen und Ausweichen. Außerdem führten sie uns noch die, fürs Ninjutsu so typische, Hebelgrundtechniken und Ninja -Selbstverteidigung vor. Es folgten weitere Schwertübungen und eine Hanbo- Kata (mit dem Kurzstock) im Kampf sowie waffenlose Selbstverteidigung gegen Schwertangriffe. Zum Schluss wurde ein Kampf zwischen Hellbarde (eine Speerart) und Schwert vorgeführt.
Sommerfest_02Als vorletzter Programmpunkt wurde Taijiquan vorgestellt:
Taijiquan ist eine Mischung aus Taiji und Qigong. Für diesen Programmpunkt wurden verschiedene Formen von Stock, Schwert und Fächer vorgeführt. Wildgans- Qigong und Tuishou, eine Partnerübung, gehörten auch dazu. Ebenso eine lange Form des Taijiquan und das reine Qigong.
Am Ende wurde den Zuschauern noch eine spektakuläre Demonstration einiger Bruchtests gezeigt. Somit ging ein weiteres gelungenes Sommerfest des Budokan Bensheim zu Ende.

Ben Fleischmann
Budokan Bensheim


Sommerfest

Am Samstag, dem 26. August fand das diesjährige Sommerfest des Budokan Bensheim statt. Wieder einmal waren alle Kampfkunstinteressierten aus Nah und Fern eingeladen, sich Demonstrationen der im BSK geübten Kampfkünste anzusehen und den Tag in gemütlicher Atmosphäre zu verbringen. Da ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet worden war und sich alle natürlich gut auf ihre Vorführungen vorbereitet hatten, hatte ich für diesen Teil der Veranstaltung keine Bedenken – aber würde das Wetter mitspielen? Schließlich waren wir alle in den letzten Wochen nicht gerade mit gutem Sommerwetter verwöhnt. Und so machte ich mich am Samstagmorgen dann doch lieber mit Regenjacke auf den Weg.
Sommerfest_03Der Zeitpunkt zum Aufbauen war vorsorglich auf 8 Uhr gelegt worden, aber glücklicherweise fanden sich viele Helfer ein, so dass gegen neun 9.30 Uhr alles fertig war. So fand der ein oder andere dann doch noch die Zeit, sich mental noch einmal auf seine Vorführung vorzubereiten, denn natürlich ist es für jeden einzelnen etwas ganz besonderes, einmal vor Fremden, Verwandten oder Bekannten etwas vorzuführen – eine gewisse Dosis Nervosität war also mit Sicherheit vorhanden. Aber der erste Erfolg war dann doch schneller als erhofft zu verbuchen: pünktlich zu Beginn des Festes um 11 Uhr war der graue Himmel aufgerissen und hatte doch tatsächlich größtenteils der Sonne Platz gemacht. Und so konnten die Besucher dann in bestem Sommerwetter etwas trinken, Lose von der Tombola erstehen oder sich im Dojo per Beamer auf Leinwand geworfene Impressionen von vergangenen Sommerfesten anschauen.
Um 12 Uhr war es dann endlich soweit: der erste Demoblock konnte beginnen. Den Anfang machte die Karate- Kindermannschaft mit der Kata Taikyoku nidan, die sehr gut vorgeführt wurde, obwohl sie eine schon fortgeschrittene Form ist und für die meisten Kinder deshalb außerhalb ihres regulären Trainingsprogramms liegt. Es folgte ein abwechslungsreiches Programm, das die Vielseitigkeit der Kampfkünste demonstrierte. Verschiedene Formen der chinesischen Gesundheitsgymnastik (Qigong), auf Abhärtungen und Kraft zielende Übungen mit traditionellen Geräten, Bewegungsarten der Ninja wie Rollen, Fallen, Springen (Taihenjutsu) – solche allein durchführbaren Übungen, die sich positiv auf Gesundheit, Kraft und Beweglichkeit des Übenden auswirken, waren ebenso vertreten wie verschiedene Partnerübungen. Diese sind entweder Vorübungen zur effektiven Selbstverteidigung, z.B. Wiederholungstechniken (renzoku waza) oder die Techniken der klebenden Hände (kakie), oder sie sind bereits explizit auf Selbstverteidigungssituationen ausgerichtet, wie z.B. die Ninjutsu- Form Joryaku no maki oder die Kumi kata aus dem Karate. Aber auch die Liebhaber verschiedener Waffen kamen voll auf ihre Kosten, denn es gab auch viele Demonstrationen verschiedener Waffenformen und ihrer Anwendung zu bestaunen. Ob eher traditionelle Waffen wie die Sichel, das chinesische Schwert oder die von früheren Fischerwerkzeugen abstammende Dreizackwaffe (Sai) oder doch eher „zeitlose Waffen“ wie der kurze Stock – für jeden war etwas dabei. Dass auch Kampfkunstneulinge die Bedeutung der verschiedenen Formen und ihrer Herkunft erfuhren, dafür sorgten die verschiedenen Moderatoren, die kompetent und humorvoll durch das kurzweilige Programm führten. Den Abschluss des ersten Demoblocks bildeten einige spektakuläre Tests: zum einen ein Schnittest mit einem Samuraischwert durch eine Ananas, zum anderen zwei Bruchtests. Hier konnten die Zuschauer einen gesprungenen Seitwärtsfußtritt über mehrere Personen gegen 8 cm Holz bestaunen, sowie einen Abhärtungsbruchtest. Mehrere Dachlatten werden dabei auf verschiedenen Körperpartien des Ausführenden zertrümmert, zum Erstaunen der Zuschauer ohne auch nur das geringste Zeichen einer Wirkung zu hinterlassen.
Nach so viel Spannung war es Zeit für eine Pause. Das sonnige Grillwetter hielt an, und so konnten alle in strahlendem Sonnenschein ihr Mittagessen genießen. Der großartigen Organisation und der Arbeit der Helfer an den Ständen ist es zu verdanken, dass dabei niemand lange auf sein Essen oder Getränk warten musste.
Sommerfest_04Gegen 14.30 Uhr startete denn der zweite Demoblock, und zwar so ähnlich wie der erste geendet hatte, nämlich mit Bruchtests. Die Kindermannschaft zeigte Bruchtests mit der Handkante, mit dem Ellbogen und mit Sprungtritten durch Holzbretter von 1 cm Stärke (die Bretter bei den Bruchtests der Erwachsenen haben eine Stärke von 4 cm pro Stück). Auch der zweite Demoblock konnte mit einem bunt gemischten Programm aufwarten. So gab es verschiedene Sprung- und Hebeltechniken der Ninja zu sehen, ebenso wie realistische Selbstverteidigungsformen aus dem Karate (goshin) oder anmutige Übungen aus Tai Chi und Qigong wie z.B. eine chinesische Fächerform oder einen Teil aus dem Wildgans- Qigong. Besonders spektakulär war sicherlich die Vorführung von Sensei Ursel Arnold, die demonstrierte, wie man sich nur mit einer Hundeleine bewaffnet gegen einen Angreifer zur Wehr setzen kann, der ein Messer benutzt. Nicht minder Aufsehen erregend ging es beim Kampf mit der chinesischen Hellebarde (Naginata) gegen einen Gegner mit Samuraischwert zu. Das persönliche Highlight für mich war jedoch die Vorführung der Karatekata Kanku sho und ihrer komplexen Anwendung beim Kampf gegen mehrere Gegner. Dabei wurde zum besseren Verständnis die Kata jeweils stückweise vorgeführt und im Anschluss die Anwendung gezeigt. Das Finale der Vorführungen bildeten wieder Bruchtests. Wer einmal bei einem solchen Bruchtest zugesehen hat, wird sicherlich bestätigen können, dass die Spannung kurz vor dem Test förmlich mit den Händen greifbar ist – zumindest bei mir erhöhte sich doch deutlich der Puls, obwohl ich nur Zuschauer war. Es gab einen Bruchtest mit der Handkante gegen ein frei hängendes Brett, einen mit der Handkante durch 15 Dachziegel und einen Bruchtest mit der Faust durch 8 cm Holz (also zwei Bretter), sowie – als spontanen Bonus – einen Bruchtest mit der Faust von Sensei Peter Schömbs durch ein Brett, das nur er mit der anderen Hand festhielt.
Gegen 17 Uhr war der zweite Demoblock dann beendet und alle Teilnehmer und Besucher ließen das Sommerfest in gemütlicher Runde ausklingen. Spektakuläre Vorführungen, eine gute Organisation und das bis zum Schluss anhaltend gute Wetter haben das Sommerfest 2006 zu einem rundum gelungenen Ereignis gemacht, das alle Beteiligten und Zuschauer sicherlich noch lange in guter Erinnerung behalten werden. Ich freue mich schon auf das nächste mal – dann auch gerne von Beginn an ohne Regenjacke.

Jochen Reis
Budokan Bensheim


Sommerfest

Sommerfest_05Nachdem wir uns wochenlang darauf vorbereitet hatten, fand am 26.8.06 im Budôkan Bensheim das lang erwartete Sommerfest statt.
An besagtem Morgen trafen wir uns schon um acht Uhr, um noch letzte Vorbereitungen zu treffen. Ziemlich müde begann für uns dann der Aufbau. Je näher wir unserer ersten Vorführung kamen, desto größer wurde die Anspannung und Nervosität.
Das Programm war auf zwei Blöcke verteilt. Zwischendurch gab es Pausen, in denen man sich stärken konnte. In den Blöcken war das Angebot jeweils breit gefächert und jede Kampfkunst konnte auf ihre eigene Weise überzeugen. Taijiquan beeindruckte ebenso, durch seine harmonischen und fließenden Bewegungen, wie das eher dynamische, entschlossene Karate oder akrobatische Ninjutsu.
Für uns war es das erste Sommerfest und uns fällt es schwer die Atmosphäre ausreichend zu beschreiben. Bei allen lag eine gewisse Anspannung in der Luft, gleichzeitig aber auch eine Art Vorfreude und Neugier. Während des gesamten Festes konnte man Leute beobachten, die sich entweder die Demonstrationen ansahen, gemütlich miteinander beim Essen saßen oder sich einfach den Budôkan näher ansehen wollten.
Sommerfest_06Wir konnten leider nur kleine Teile der Vorführung sehen, da wir mit der Aufsicht über die Kinder beschäftigt waren. Was wir gesehen haben, hat uns aber sehr gut gefallen.
Als wir endlich an der Reihe waren und das Dojo betraten, ging das, was so lange einstudiert worden war, so in Körper und Geist über, dass wir das Drumherum kaum noch wahrzunehmen schienen. Die anfängliche Nervosität wich der Aufregung vor Publikum aufzutreten und alles lief für uns ab wie in einem Film, bei dem wir gleichzeitig Darsteller und doch nur Statisten waren.
Abschließend können wir nur betonen, dass uns das Sommerfest sehr viel Spaß gemacht hat und hoffen, dass es auch in Zukunft wieder so schön wird.

Laura Kugler und Alexander Langanke
Budokan Bensheim


Sommerfest

Was heißt Karate? Können die mich töten? Darf man die Techniken benutzen? Muss ich jetzt Angst haben? Werden da auch Bruchtests gezeigt?
Viele dieser, wohl jedem Karateka bekannten Fragen wurden am 26.08.2006 im Honbu-Dôjô des BSK in Bensheim entweder direkt oder indirekt durch grandiose Vorführungen beantwortet. Leider war es mir nur möglich die zweite zu sehen, doch dies allein ist Grund genug für einen Bericht.
Begonnen wurde mit der Antwort auf die letzte Frage, denn zahlreiche Karateka aus der Kindermannschaft demonstrierten, dass auch sie schon in der Lage sind kleinere Bruchtests durchzuführen. Dies erstaunte natürlich ihre kleinen eingeladenen Freunde und Freundinnen, deren Mund während der ganzen Vorführung vor Staunen gar nicht mehr zugehen wollte.
Nun war es bei den Erwachsenen nicht anders, wurde ihnen doch demonstriert wie z.B. die Heian Nidan auf hohem Niveau angewandt wird oder wie man allein mit Hebeltechniken einen Kampf beenden kann.
Die Vorführung war sehr bunt, sie beinhaltete Kata, Kumite und zahlreiche „Specials“ wie z.B. die Anwendung von Seiltechniken mit einem handelsüblichen Gürtel durch Sensei Ursel Arnold. Sehr beeindruckend war für mich als Taijiquan-Laien, wie geschmeidig, leise und ästhetisch doch die Formen, die Shifu Gabi Fischer-Lind vorführte, sind und wie Waffen, unter anderem ein Fächer, auch im Taijiquan eingesetzt werden können. Es war jedem Betrachter möglich, in der Bewegung, die sich „Wildgans“ nannte, auch tatsächlich eine Wildgans zu erkennen. Waffen wurden zahlreich in die Vorführung eingebaut, ob nun der Bo oder das Guandao, das ähnlich der europäischen Hellebarde ist.
Als Höhepunkt der zweiten Vorführung muss, meiner Meinung nach, die sehr komplexe Anwendung der Kanku sho genannt werden. Betrachtete man die Zuschauer, so sah man nur offene Münder und Augen, die versuchten, den Bewegungen zu folgen, um doch zu wissen, dass sie scheitern werden an der Geschwindigkeit des Gezeigten. Krönender Abschluss waren die Bruchtests der Danträger, die nicht nur beeindruckend waren, sie begeisterten auch und weckten auch in Sensei Peter Schömbs Lust einen Bruchtest durchzuführen, sodass dieser spontan ein selbstgehaltenes Stück Holz zerschlug.
Sommerfest_07Der Applaus hallte noch durch das Dôjô, als schon die ersten Fragen aufkamen, die einige Gespräche entwickeln ließen. Nicht zu vergessen sind die Moderatoren der Vorführung, die in feinster Kleidung das Gesehene verständlich für Kampfkunstübenden wie Laien erklärten und darüber hinaus Zusammenhänge erläuterten.
Leider ermöglichten es mir die Zugfahrzeiten nicht länger zu bleiben, sodass ich mich schon wieder verabschieden musste. Ich möchte mich bei den Sensei und allen anderen für die, wie immer, große Gastfreundschaft und Offenheit bedanken, es hat einfach Spaß gemacht.
Kommentar eines Laien: „Es war einfach nur großartig. Ich war überrascht wie bodenständig, freundlich und hilfsbereit die Schwarzgurte waren, überhaupt nicht eingebildet oder verschlossen. Ich habe mich ja für meine Fragen ein wenig geschämt, aber die Sensei haben mir alle nett und verständlich geantwortet. Es gibt einfach viel zu viele Vorurteile über Karate, die durch solche Vorführungen mehr als ausgeräumt werden“.

Thilo Schöne
Furyu Königsbrück

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