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Reise nach Okinawa / 2

88. Geburtstag von Sensei Miyahira Katsuya & Fukushu en

16.08.2005

Okinawa_13Heute morgen trafen wir uns, wie verabredet, um 9.30 Uhr mit Sensei Laupp und seinen Schülern vor dem Hotel der Gruppe und fuhren mit Taxis gemeinsam nach Naha, in den Stadtteil Kokuba, wo sich das Dôjô von Miyahira Katsuya Sensei befindet. Miyahira Katsuya feierte heute seinen 88. Geburtstag und für uns war es eine große Freude Ihn und die anderen Sensei an diesem ganz besonderen Tag kennen zulernen. Wir betraten das Dôjô und schauten uns ersteinmal neugierig um. Sensei Laupp beantwortete uns einige Fragen zu Fotos und Kalligraphien an den Wänden und wir bestaunten die vielen Details in diesem kleinen „Karate-Museum“. Auch stellten wir fest, wir das auf dem Videogerät neben dem Fernseher auf der Shômen-Seite zwei Videos des Budo Studien Kreis lagen: Klassisches Kata Bunkai 6 (Tekki/Naihanchi) und Klassisches Kata Bunkai 7 (Bassai/Passai). Die große Kalligraphie an der Shômen-Seite bedeutet:“ „der Vernunft und dem Recht folgen“ und „gemeinsam existieren und gemeinsam erblühen“ (gô ri gô hô kyo son kyo ei) und sind, wie uns Sensei Laupp erläuterte, die Regeln, auf denen das Grundkonzept des Karate von Miyahira Katsuya beruhen.
Zuerst wurde das Dôjô von allen anwesenden Schülern gründlich gereinigt und danach lernten wir Nakamura Seiyu  kennen, einen der Hauptvertreter des Stils, der uns herzlich begrüßte. Kurz darauf kam Sensei Miyahira Katsuya über die Verbindungstreppe seines Hauses ins Dôjô und es wurde plötzlich still. Alle Anwesenden stellten sich auf, Okinawa_12um dem Meister mit einer Verbeugung einen „Guten Morgen“ auf japanisch zu wünschen. Miyahira Sensei nahm vorne am Shômen platz und die Schüler-Gruppe aus Deutschland sang im Kanon das Geburtstagslied „Viel Glück und viel Segen“. Außerdem bekam Miyahira Sensei, der sichtlich gerührt war, einen weißen Hut geschenkt.
Sensei Laupp stellte ihm nun die BSK-Gruppe vor und ich gratulierte Miyahira Sensei auf Japanisch zu seinem Geburtstag, was ihn sichtlich erfreute. Wir schenkten ihm anschließend zwei Flaschen von besten deutschen Wein.
Sensei Laupp erklärte dem Meister, dass wir vom Budo Studien Kreis kommen und Schüler von Sensei Werner Lind sind. Miyahira Sensei bot uns gleich an, am Training teilzunehmen. Leider konnten wir dieses Angebot heute noch nicht annehmen, da wir am Tage zuvor lediglich zum Zuschauen eingeladen waren und dementsprechend leider keine Gi´s dabei hatten.
Also sahen wir dem Training aufmerksam zu und machten viele Fotos. Miyahira Sensei lud uns freundlicherweise ein, das Training von vorne, direkt neben ihm zu beobachten, was fremden Besuchern selten gestattet und eine besondere Ehre ist.
Die Schüler wurden in zwei Gruppen aufgeteilt (A+B) und immer abwechselnd ins Dôjô gerufen. Sie übten die Kata: Pinan 1-5, Naihanchi 1-3, Kushanku, Passai, Chinto, Wanshu u.a. Nakamura Seiyu und Tsumori Kaoru verbesserten die Schüler und führten immer wieder Kitae aus. Gelegentlich stand auch Miyahira Sensei von seinem Platz auf, um eine Technik zu erläutern.
Plötzlich und unerwartet rief mich Sensei Laupp zu sich und teilte mir mit, dass Sensei Miyahira wünscht, mit mir ein Interview zu führen. Schnell überlegte ich mir, mit Unterstützung von Sensei Laupp, ein paar Fragen und Okinawa_14während in der einen Hälfte des Dôjô das Training weiter geführt wurde, stellte ich dem Großmeister meine Fragen. Bernd Otterstätter zeichnete dieses Interview mit seiner Videokamera auf.
Nachdem das Interview zu Ende war, aßen wir gemeinsam noch ein Stück Apfelkuchen miteinander und anschließend verabschiedete sich Miyahira Sensei und ging zurück in sein Haus, das direkt mit dem Dôjô verbunden ist. Nachdem der Großmeister das Dôjô verlassen hatte, folgte noch ein zweites Training, das von den anderen Sensei geleitet wurde. Nach dem Training wurde erneut das Dôjô geputzt und wir verabschiedeten uns.
Dieses Dôjô war mit Abstand das traditionellste, das wir in Okinawa gesehen haben. Die Art und Weise, wie hier Budô unterrichtet wird, sowie die Herzlichkeit der Übenden im Umgang miteinander, hat eine warme und gute Atmosphäre erzeugt. Die Schüler waren ausgesprochen höflich und aufmerksam und es wurde deutlich spürbar, dass hier der Weg des Karate (Karate dô) mit Bezugnahme auf die Dôjôkun und die Etikette unterrichtet wird. Später machten wir die Erfahrung, dass alle okinawanischen Lehrer mit viel Hochachtung von Miyahira Sensei sprechen. Wenn wir erwähnten, dass Miyahira Sensei uns empfangen hat (was sicherlich dem Umstand zu verdanken ist, das der Sensei Miyahira über Sensei Laupp den BSK bereits kannte), wurde überall der Umgangston freundlicher.
Für uns war es eine wundervolle Erfahrung und ich möchte mich bei den okinawanischen Lehrern, aber vor allem auch bei Sensei Joachim Laupp bedanken, der uns dies ermöglicht hat.
Nachdem wir das Dôjô verlassen hatten fuhren wir kurz nach Oroku in unser Hotel zurück, um uns dann auf den Weg zum Fukushu en, einem chinesischen Garten im Stadtteil Kume, zu machen. Dieser chinesische Garten wurde als ein Symbol für die guten Beziehungen zwischen der Stadt Naha und der Stadt Fuzhou in China errichtet. Diese zwei Städte verband bereits während der Ryûkyû Dynastie gute Handelsbeziehungen.
Ich möchte an dieser Stelle eine Passage aus dem Buch Karate Enzyklopädie (noch nicht erschienen) von Sensei Werner Lind zitieren, die auf das Dorf Kume (Kumemura) eingeht und die Beziehungen zwischen Okinawa und China zu dieser Zeit verdeutlicht.
„Kumemura oder auch Kuninda oder Kume war der Name einer chinesischen Gemeinde in einem Vorort der okinawanischen Hauptstadt Naha, die 1392 gegründet wurde. In Kumemura wurden die Okinawaner in der chinesischen Sprache ausgebildet und als Austauschstudenten (Ryugakusei) nach Beijing, Nanjing, Shanghai und Fuzhou geschickt .
Kumemura war die bedeutendste chinesische Ansiedlung auf Okinawa, doch es gab ähnliche Siedlungen auch in den Städten Tomari und Shuri. Die Chinesen, die dort lebten, waren zumeist Gesandte des chinesischen Kaisers, die infolge der regen Handelsbeziehungen zwischen Okinawa und China zeitweise auf Okinawa lebten. Okinawa_16Obwohl die Chinesen recht abgesondert von den Uchinanku (Bezeichnung für die Okinawaner) lebten, waren sie die hauptsächlichen Beeinflusser der okinawanischen Kampfkunst Tode.
Bereits 1372 entsandte der Ming-Kaiser Zhu Yuan Zhang die ersten Gesandten in das Königreich Chuzan um über eine Verbindung der beiden Kulturen zu verhandeln. König Sato (1350-1395) akzeptierte 1392 die Verbindung zu China und stimmte dem Plan zu, eine chinesische Niederlassung in dem Dorf Kuninda (Kume) zu bauen. Mit dem Einzug der ersten chinesischen Delegation begann die gefeierte Geschichte der 36 Familien. Die chinesische Gruppe, die sich auf Kumemura (Kume oder Kuninda) niederließ, bestand aus Diplomaten, Kaufleuten und Experten aller Art, denn sie sollte die chinesische Kultur auf Okinawa verbreiten. Daher wurde Kumemura zum Zentrum des chinesischen Einflußes und spielte bis Okinawa_15zum 19. Jahrhundert die Rolle der hauptsächlichen chinesisch/okinawanischen Verbindung.“
In diesem wunderschönen Garten findet man zwei riesige Pagoden (siehe Foto links), kleine Bambus Haine und einen großen Teich mit Koi (Karpfen) und Schildkröten darin.
Der Garten kostet keinen Eintritt und nicht nur Touristen besichtigen diesen Ort, sondern auch Einheimische nutzen kommen hierher um zu entspannen und die Natur und Ruhe an diesem Ort zu genießen.
Es gibt hier auch einige kleine Statuen, vor allem von Tieren (Schildkröte) und auch Fabelwesen (Drache), sowie einen großen Wasserfall. Obwohl dieser Garten nicht sehr groß ist, wirkt er doch zwischen den bebauten Flächen mit den Beton-Hochhäusern in Naha sehr erfrischend.
Nach dem Besuch im chinesischen Garten gingen wir in einem kleinen traditionellen Restaurant etwas essen und liefen dann in Richtung Naminoue Strand. Dies ist der einzige Strand in Naha und liegt in der Nähe des Schreins Naminoue gu, auf der Westseite des Wakasa Seaside Parks.
Bevor wir jedoch zum Strand gingen, sahen wir uns den Schrein Naminoue gu genauer an und entdeckten in der Nähe auch den Gokokuji, den ältesten Shingon Tempel auf Okinawa, vor dessen Eingang auch das Bettelheim Monument zu finden ist.
Bernhard Bettelheim (1811-1870) war der erste protestantischer Missionar der in Japan tätig war und kümmerte sich auch als Arzt aufopferungsvoll um die Kranken. Von den Einheimischen wurde er liebevoll „Die Brille von Okinawa“ genannt wird, weil er eine Brille trug.
Nun gingen wir zum Strand um bei ca. 26 °C Wassertemperatur ein paar Runden zu Schwimmen und am Strand zu entspannen.
Bevor wir am Abend zum Hotel zurückgingen, gingen wir zum Park, in der Nähe der kokusai dori, in dem die Schüler von Sensei Laupp gerade trainierten, unterhielten uns mit ihnen kurz und sahen dem Training noch eine Weile zu.

Fukushu en:Okinawa_17
2-29 Kume Naha City
Tel.: 098-869-5384
Eintritt frei

 

 

Training im Dôjô von Sensei Miyahira Katsuya und Sensei Shimabukuro Zenpo

17.08.2005

Okinawa_19Heute morgen fuhren wir erneut mit dem Taxi nach Kokuba, um zusammen mit Sensei Laupp und seinen Schülern am Frühtraining in Sensei Miyahiras Dôjô teilzunehmen. Das Training begann um 10.00 Uhr und genau wie am Vortag wurde der Boden des Dôjô vor Trainingsbeginn von allen gründlich gereinigt. Da das Dôjô recht klein ist, wurde die Schülergruppe in A und B geteilt und abwechselnd ins Training gerufen, während die anderen aufmerksam zusahen. Miyahira Sensei war an diesem Morgen leider nicht anwesend, weil er einen Arztbesuch in die Stadt wahrnehmen wollte.
Das Training wurde von Nakamura Seiyu, Tsumori Kaoru, Joachim Laupp und von Takara Meiyu geleitet. Wir übten im Training Naihanchi 1-3, Pinan 1-5 und Passai. Überhaupt stellten wir fest, das in den okinawanischen Dôjô IMMER die Kata das Zentrum des Karate ist und alle anderen Übungen (Kihon, Kumite, Kakie, Renzoku u.a.) nur um sie herum und direkt auf sie bezogen aufgebaut werden. Alle Techniken wurden stets mit starkem Kime verlangt, und die Lehrer testeten die Endspannung immer wieder mit Kitae. Darüber hinaus wird in allen okinawanischen Dôjô betont, dass das Training am Makiwara unerlässlich ist, und dass man dazu gar nicht genügend Zeit aufwenden kann.
Da sich die Karate-Auffassung des BSK (von weich zu stark) von den Ausführungen aus dem Kobayashi ryû (körperbetonte Stärke) unterscheidet, war das Training für uns weniger eine technische, aber um so mehr eine prinzipielle Umstellung. Doch die Lehrer schenkten uns besondere Aufmerksamkeit, zeigten uns immer wieder die im Okinawa_18Kobayashi ryû gelehrten Technik-Prinzipien und wir bemühten uns darum, uns so gut wie möglich anzupassen.
Dieses Training sollte für Sensei Laupp und seine Schüler den Aufenthalt auf Okinawa abschließen, da die Gruppe am nächsten Tag zurück nach Deutschland flog. Und so wurde nach dem Training in großer Runde Abschied gefeiert. Es gab Getränke und Kekse und nun folgten einige bewegende Ansprachen von den Lehrern. Sensei Laupp erhielt, nach bestandener Prüfung, den 8. Dan und bekam den Gürtel von Takara Meiyu überreicht, den dieser lange Zeit getragen hatte. Er bedankte sich in seiner Rede bei den Lehrern und betonte, dass für ihn nicht zählt, „was jemand um den Bauch trägt“, sondern was man „im Bauch trägt“ und er gab seinen Schülern den Rat, nicht für eine Prüfung zu üben, sondern mit dem Bewusstsein ins Dôjô zu gehen, dass jede Übung eine Prüfung ist.
Sensei Josef Blum erhielt den 7. Dan und bekam den Obi von Nakamura Seiyu überreicht. Nakamura Seiyu, der Kobudô-Experte des Dôjô, hatte einen Tag zuvor Sensei Laupp ein paar scharfe Kama geschenkt und in seiner Rede lobte er die gute Haltung von Sensei Laupp, der nicht wie andere Ausländer nach Okinawa kommen um eine Prüfung machen zu können, sondern den man zu einer Prüfung eher überreden muss. Weiterhin erklärte er, dass seine Schüler schon sehr gute Techniken haben, aber auch weiterhin beständig üben sollen.
Thomas Heinze sprach schließlich auch ein paar Worte im Namen des BSK, in denen er sich für alles bedankte und der Gruppe von Sensei Laupp alles Gute auf ihrem weiteren Weg wünschte.
OLYMPUS DIGITAL CAMERANachdem wir uns von allen verabschiedet hatten, fuhren wir mit dem Bus nach Chatan, einer Stadt die ca. 15 km nördlich von Naha liegt. Dort angekommen suchten wir zunächst den Seibukan, das Dôjô von Shimabukuro Zenpo. Da wir uns in Chatan nicht auskannten und auch keine Karte von dieser Gegend besaßen, fragten wir an einer Tankstelle nach dem richtigen Weg. Wir zeigten dem Tankstellen-Mitarbeiter die Visitenkarte des Sensei und an dieser Stelle, bekamen wir mal wieder mal die ausgesprochene Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Okinawaner zu spüren. Der Mann erklärte uns nämlich nicht nur einfach den Weg, sondern kopierte uns einige Stücke einer Karte, die er zusammen klebte und in der er uns sogar den Weg einzeichnete. Nun war es für uns gar kein Problem mehr das Dôjô zu finden. Das Dôjô war von der Tankstelle nicht weit entfernt, und da das Training erst abends um 19.00 Uhr anfing, hatten wir jetzt noch sehr viel Zeit. Und so entschlossen wir uns, die verbleibenden zwei Stunden in einem nahe gelegenen Park zu verbringen und uns ein wenig zu entspannen.
Plötzlich hörten wir Musik, Gesang und lautes Getrommel. Und da wir nichts wichtiges vorhatten, machten wir uns auf die Suche nach der Quelle der Musik. Wir stießen schließlich auf eine Prozession in traditionellen Gewändern, die singend und trommelnd durch die Straßen von Chatan zog. Eine Nachfrage ergab, dass hier gerade das shintoistische Obon-Fest gefeiert wird, bei dem man glaubt, dass für drei Tage die Seelen der Ahnen ins Dorf zurückkehren und diese von den Menschen dann gefeiert werden.
Nachdem wir das bunte Treiben eine zeitlang beobachtet hatten, begaben wir uns nun zum Dôjô von Shimabukuro Zenpo, das in Chatan liegt. Die Empfehlung dazu kam über Bernd Otterstädter (DKV) von Measara Jamal (DKV), dessen direkter Lehrer Shimabukuro Sensei ist. In diesem Dôjô werden neben den okinawanischen Schülern auch einige amerikanische GI´s und ihre Angehörigen unterrichtet. In Chatan wohnen sehr viele Amerikaner, da von hier nicht weit entfernt, die Kadena-Militärbasis liegt.
Als wir aber kurz vor 19.00 Uhr im Dôjô ankamen, waren wir die ersten Besucher und waren etwas verwundert darüber, da wir im Vorfeld bereits wussten, dass das Training um 19.00 Uhr beginnen sollte. Okinawa_20Leider fanden sich mit Verspätung nach und nach die Schüler ein. Das Training begann erst weit nach 19.00 Uhr und schon bald mussten wir feststellen, dass in diesem Dôjô nicht sonderlich viel Wert auf Etikette gelegt wird. Auch nachdem das Training schon längst begonnen hatte, kamen immer wieder neue Schüler in das Dôjô gestürmt, die sich mit einem flüchtigen „Konbanwa“ ankündigten und in die Reihe stellten.
Vor dem Training wurde nicht geputzt und nach der sportlichen Aufwärmung mit Liegestützen und Bauchaufzügen wurde Kihon geübt.
Im Kihon fiel uns der unterschiedliche Gebrauch der Hüfte auf: in diesem Stil erfolgt z.B beim Uchi Uke ein starker Hüfteinsatz vor der Armtechnik. Weiterhin fiel uns auf, dass auch Techniken wie Yoko Geri, Mawashi Geri und Ushiro Geri geübt wurde, was wir aus den anderen Dôjô bisher nicht kannten.
Sensei Shimabukuro machte alle Übungen mit und für sein doch recht fortgeschrittenes Alter ist er wirklich noch sehr fit. Nach dem Kihon-Training gab es eine kurze Pause und anschließend demonstrierten uns seine 4 Schwarzgurtschüler verschiedene Kata: Oyadomari no passai, Chinto, Gojûshihô, Kûshanku u.a. Nun wurden auch wir aufgefordert eine Kata vorzuführen. Der Sensei wollte unbedingt unsere Ausführung der Heian Shodan sehen und so demonstrierten Bernd und Elke diese Kata.
Sensei Shimabukuro Zenpo lernten wir in einem anschließenden Gespräch als einen sehr aufgeschlossenen Lehrer kennen, der zu unserem Glück über sehr gute Englisch-Kenntnisse verfügte, so dass wir uns alle problemlos miteinander unterhalten konnten. Wir schenkten ihm als Gastgeschenk eine DVD vom Budô Studien Kreis und plauderten mit ihm eine ganz Weile lang über Karate. Er erzählte uns zum Beispiel, dass in Okinawa bedauerlicherweise viele Meister zu schnell DanOkinawa_25-Grade vergeben und dass er entschieden gegen diese Entwicklung ist. Nachdem er erfahren hatte, dass wir vom BSK kommen, erzählte er uns, dass Funakoshi Gichins Sohn (Funakoshi Yoshitaka) jeden Sommer nach Okinawa kam, um bei Chibana Shôshin neue Kata zu lernen. Weiterhin erfuhren wir über eine neu gegründete Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das traditionelle Karate zu erforschen. Wir erfuhren sehr viele interessante Details und hörten den Worten des Meisters gespannt zu.
Doch nachdem das Training beendet war, half kein Schüler beim Reinigen des Dôjô – der Sensei erledigte diese Aufgabe allein, während sich seine Schüler umzogen und lautstark den Rest des Abends planten. Als ich eine Amerikanerin fragte, ob es hier denn nicht üblich sei, dem Sensei zu helfen, lachte sie nur und meinte, dass er das schon alleine machen würde.
Abschließend zu diesem Tag möchte ich bemerken, dass die Begegnung mit diesem technisch und ideologisch außergewöhnlichen Meister sehr interessant und das Training in seinem Dôjô eine bereichernde Erfahrung für uns war. Schade aber um einen so außergewöhnlichen Lehrer, der aus der Notwendigkeit des Überlebens der gleiche Kompromisse schließen muss.

 

Nakamura Haus & Nakagusuku Ruinen

18.08.2005

OLYMPUS DIGITAL CAMERAZiel des heutigen Ausflugs waren das Nakamura Haus und die Schlossruine Nakagusuku. Wir fuhren mit dem Bus von der Kokusai Dori aus nach Futenma und landeten direkt in einem Wohngebiet der Amerikaner. Diese haben meist einstöckige Bungalows recht großzügig verteilt und dafür rückt der Rest der Insel immer näher zusammen. Bei Futenma gelegen gibt es auch einen großen Luftwaffenstützpunkt der Amerikaner im Zentrum der Stadt Ginowan. Insgesamt gibt es übrigens 39 Militärstützpunkte auf Okinawa. Ca. 20 % der Insel nehmen diese Stützpunkte ein und es leben ca. 28,000 Militärs mit ca. 24,000 Angehörigen und ca. 1,500 Zivilbeschäftigten auf der kleinen Insel. Der Luftwaffenstützpunkt Kadena ist mit zwei Landebahnen mit 3700m Länge der größte auf der Insel und es gibt inzwischen sehr viele Anti-Militärbasen-Gruppen.
Der Bus, der uns weiter zum Nakamura Haus bringen sollte, fuhr leider nicht, und so kam es, dass uns ein anderer Busfahrer, der gerade keine Fahrgäste hatte, ein Stück weiter in die richtige Richtung mitnahm. Das Wetter war an diesem Tag sehr durchwachsen, und es gab immer wieder kurze, aber dafür umso heftigere Regenschauer.
Nachdem uns der Bus abgesetzt hatte, machten wir uns auf den Weg zum Nakamura Haus, welches aus dem 18. Jh. (ca. 1720) stammt und der Wohnsitz einer reichen Bauernfamilie war, die zum Teil auch höhere Ämter bekleidete. Dieses alte Bauernhaus ist wirklich sehr sehenswert und durch die im inneren ausgestellten Gebrauchsgegenstände, bekommt man einen guten Eindruck, wie diese Familie zu dieser Zeit gelebt hat. Vor dem Haus findet man wieder die traditionellen okinawanischen Shisa auf dem Dach. Das sind die okinawanischen Löwen, die böse Geister vertreiben und der Familie Glück und Schutz bringen sollen. Eine ähnliche Funktion hat eine Mauer direkt vor dem Haus, die man Hinpun nennt und die den bösen Geistern und Dämonen den Zutritt zum Haus verwehren soll. Das Anwesen ist durch eine spezielle Baumart, die man in Okinawa Fukugi nennt und deren wissenschaftlicher Name Garcinia subelliptica heißt, umgeben. Sie bieten einen guten Windschutz und die gelbe Rinde des Baumes wird auch als Faden und zur Herstellung eines gelben Farbstoffs für den traditionellen Bingatastoff verwendet.Im angrenzenden Shop stießen wir erstaunlicher Weise nicht nur aufOkinawa_24 Souvenirs des Nakamura Hauses, sondern fanden auch interessante Karate-Literatur von Meister Hokama Tetsuhiro, den wir ein paar Tage später auch persönlich kennen lernen sollten.
Nach unserem Besuch im Nakamura Haus gingen wir bei einem nahe gelegenen Golfplatz etwas essen und machten uns anschließend auf den Weg zu den Ruinen des Schlosses Nakagusuku, dass man vom Nakamura Haus aus, bequem zu Fuß erreichen kann. Das Schloss zählt heute zum Weltkulturerbe der UNESCO und liegt 13km nordöstlich von Naha entfernt. Es wurde 150m über dem Meeresspiegel erbaut und zählt zu einer der besterhaltensten Schlossruinen auf Okinawa (es gibt insgesamt ca. 300 in der Präfektur).
Das Schloss war der Wohnsitz von Gosamaru, dem großen Aji-Fürsten von Yuntanza (als Aji bezeichnet man einen regionalen Fürsten). Man geht heute davon aus, dass das Schloss im 13. Jh. errichtet wurde als König Eiso, als Nakagusuku-Aji, seinen eigenen Sohn ernannte, um es zu konstruieren. Andere Quellen gehen davon aus, dass Lord Gosamaru das Schloss selbst im 15, Jh. errichtet hat.
Gosamaru bewohnte zuvor das Schloss Zakimi in dem Dorf Yomitan, dass er auch selbst erbaut haben soll. Gosamaru soll ein treuer Gefolgsmann des Königs gewesen sein und so kam es, dass der König den Fürsten Gosamaru bat, seinen Standort zu wechseln, um von Nakagusuku aus, den König besser verteidigen zu können. Die Bedrohung ging zu dieser Zeit vom Fürsten Amawari aus, der das Schloss auf der Halbinsel Katsuren bewohnte. Amawari soll ausgesprochen ehrgeizig gewesen sein und hegte stets den Wunsch den König zu stürzen und dessen Macht über das Land an sich zu reißen. Um die Gefahr, die von Amawari ausging, zu bändigen, folgten einige Zweckheiraten zwischen seiner Familie und der des Könighauses.
Durch eine Intrige von Amawari nahm die Geschichte plötzlich eine dramatische Wendung: Amawari gab dem König zu verstehen, dass Fürst Gosamaru einen Angriff auf Chûzan (das mittlere Königreich), und damit auch auf den König selbst plante und so wurde Gosamaru unter der Leitung des Aji Amawari umzingelt. Dieser beging mit seiner Frau und seinen Kindern seppuku (zeremoniellen Selbstmord).
Von der Burg aus hat man einen wunderschönen Blick auf das ostchinesische Meer, den Pazifik und die Halbinsel Katsuren und Chinen und auch die Bauweise dieser alten Festung ist wirklich hochinteressant.
Bevor wir uns auf den Rückweg nach Naha machten, sahen wir uns noch den Schrein von Futenma an, wo gerade eine shintoistische Zeremonie stattfand.
OLYMPUS DIGITAL CAMERANakamura Haus:
Eintritt: 300 Yen
Kita-Nakagusuku Village
Nakagusuku Schloss:
13 km nordöstlich von Naha, 5 min. östlich vom Nakamura Haus
Eintritt: 300 Yen
tägl- von 8.30-18.00 Uh geöffnet
Management/Inquiries:
The ruins of Nakagusuku Castle
Site Management Association
503 Oshiro, Nakagusuku Village
Okinawa 901-2314 Japan
Tel.: 098-935-5719

 

Shuri Schloss, Tama udun, Präfektur Museum & Enkakuji

19.08.2005

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Heute sind wir um 8.00 Uhr aufgestanden, haben gemütlich gefrühstückt und sind anschließend mit der Einschienenbahn nach Shuri gefahren. Bernd und Elke sind an diesem Morgen schon früher auf den Beinen gewesen, da sie die feierliche Eröffnungszeremonie (Ukeejoo) beim Houshinmon Tor um 9.00 Uhr nicht verpassen wollten. Die restliche Gruppe hatte hingegen beschlossen, es heute mal etwas ruhiger angehen zu lassen.
Wir (Thomas, Alex und ich) waren etwa um 10.30 Uhr am Schloss, wo um diese Zeit schon viele japanische Touristen waren, die sich zum Teil in traditionellen Gewändern vor dem Haupteingang fotografieren ließen. Die Sonne brannte an diesem Tag wieder besonders stark, und man sah viele zierliche japanische Frauen mit Sonnenschirmen durch die Schlossanlage trippeln.
Die Schlossanlage wurde im späten 14. Jh. erbaut und hat im Baustil sowohl chinesischen, als auch japanischen Einfluss, verbunden mit traditioneller okinawanischer Architektur, enthalten. Es wurde in der Schlacht von Okinawa 1945 niedergebrannt, die Restaurationsarbeiten wurden am 3 November 1992 abgeschlossen und einige Teile des Shurijo Castle Parks für Publikum geöffnet. Heute zählt es zu den Weltkulturerben der UNESCO (in Okinawa gibt es davon 9 ).
Okinawa_31An diesem Ort war der Hof der okinawanischen Könige und hier wurden die wichtigsten Zeremonien abgehalten, die Sapposhi (die chinesischen Gesandten) empfangen und das Land regiert. Die Anlage ist sehr groß und mit ihren mächtigen Steinwällen, den vielen Toren (Mon) und den farbig angestrichenen Holzhäusern und -toren wirklich sehr sehenswert.
Jedes Tor im Schlosspark hat seinen eigenen Namen, seine eigene Geschichte und wurde zu unterschiedlichen Zeiten erbaut: das Eingangstor (Shureimon/ siehe Foto links) z.B wurde während der Regierungszeit von König Sho Sei (1527-1555) erbaut und die Schriftzeichen über dem Tor (Shurei no kuni) bedeuten: Die Ryûkyû sind ein Land von Schicklichkeit/ Anstand.“
Andere Tore heißen z.B. Kankaimon, Zuisenmon, Rôkokumon… Die dreistöckige Haupthalle des Schlosses nennt man Seiden (siehe Foto oben) und es ist die größte Holzkonstruktion der Ryûkyû. Den großen Hof vor dem Seiden nennt man Una und misst 40m von Osten zu Westen und 44m von Süden nach Norden. Vor dem Eingang sieht man auf beiden Seiten einen Drachen aus Sandstein, der eine mit geschlossenem und der andere mit geöffnetem Mund. Der Drache ist das Symbol des Königs und man findet im Inneren des Seiden noch viele weitere historische Drachenabbildungen. Es gibt sowohl im ersten Stock, als auch im zweiten Stock einen Thron für den König, den man Usasuka nennt. Die südlich gelegene Nebenhalle des Seiden nennt man Nanden und die Nordhalle nennt man Hokuden. Das Seiden und die Nebenhäuser enthalten eine Ausstellung, bzw. Nachbauten der alten Räume.
Okinawa_47Auf dem obigen Foto seht ihr ein weiteres Bauwerk, dass von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Es befindet sich auch auf dem Gelände des Shuri-Schlosses und wird Sonohyan Utaki Ishimon genannt. Jedes Mal, wenn der König das Schloss verließ, betete er an diesem Ort für Sicherheit und Schutz während seiner bevorstehenden Reise. Das gesamte Mauerwerk des Tors ist aus Sandstein hergestellt und die Tür ist aus Holz gefertigt.
Das Tor stammt vermutlich aus dem Jahr 1519 (Regierungszeit des Königs Sho-shin) und wurde von einem Steinmetz namens Nishito von Taketomi aus Yaeyama errichtet. 1933 wurde das Tor als Nationalschatz ausgezeichnet. Während der Schlacht von Okinawa wurde es dann teilweise zerstört. 1957 wurde es restauriert.
Kurz nach unserer Ankunft wurde um 11.00 Uhr auf einer Bühne im Vorhof des Seiden (Una) sechs traditionelle okinawanische Tänze (Odori) aufgeführt. Es folgt nun ein Auszug aus dem Lexikon der Kampfkünste von Sensei Werner Lind, der zum besseren Verständnis dieser Tänze und deren Inhalte dienen soll:
„Die Odori waren vermutlich ein wichtiges Element in der Entwicklung der okinawanischen Kata. In ihnen zeigen sich kulturelles Wissen aus Okinawa, was in Bewegung umgesetzt wurde. Die Tänze weisen jedoch auch einen deutlichen kulturellen Einfluss auf China auf. Die Odori enthalten in Bewegung ausgedrückte Bräuche aus dem okinawanischen Bauernleben, wozu auch die Benutzung ihrer Werkzeuge und Geräte gehört. Man vermutet, dass die Kampfkunstexperten durch diese Tänze veranlasst wurden, eigene kämpferische Bewegungsabfolgen (Kata) zu gründen, die ihre Kampfkunst repräsentierten. Heute ist es für jeden Betrachter offensichtlich, dass es zwischen den okinawanischen Kata und den Odori eine geschichtliche Verbindung geben muss. Der Ursprung kann jedoch nicht genau festgelegt werden. (…)“
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Yotsutake (4 Bambus-Kastanetten): Die Frauen trugen bei diesem Tanz tropisch-coloriete Hüte, die man Hangasa nennt, Bingata Kostüme und 4 Kastanetten. (Siehe Foto oben)
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Nubui Kuduchi (Reise zum Hauptland): nachdem das Königreich unter die Herrschaft der Provinz Satsuma kam, reiste der Adel früher häufig zum Hauptland nach Japan. Der Tanz zeigt das Beten um Sicherheit und Schutz zu Kannondo für ihre Reise. Vom Hafen von Naha aus, segelten sie zum Yamagawa Hafen der Satsuma und hielten stets den Berg Kaimon im Blick.
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Wakashu Kutibushi: ursprünglich wurde dieser Tanz von Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren vorgeführt und feiert einen viel versprechenden Anfang des Lebens, sowie Hoffnung und Erfolg im Laufe der kommenden Jahre. Begleitet durch Flöten und Trommeln tanzen Darsteller auf der Bühne mit großer Eleganz.
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Tanchame (linkes Bild): dieser populäre Tanz (Zo odori) zeigt das alltägliche Leben in einem kleinen Fischerdorf im Norden Okinawas, wo Männer fischen gehen und Frauen den Fisch verkaufen. Junge Paare tanzen in Bewegungen, die an die Wellen der okinawanischen See erinnern.
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Kasekake (rechtes Bild): ein klassischer Frauen-Tanz, die eine Frau in der Hauptrolle zeigt, die das Garn aufspult, um Kostüme für ihren Liebsten zu machen. Die eintönige, fließenden Bewegungen ihrer Hände geben dem Tanz seinen Charakter.
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Nuchibana (Lei): Die Frauen tragen Kasuri Kimono, lei und halten Bambus-Kastanetten in ihren Händen. Sie stellen verliebte junge Frauen dar.
Nachdem wir die Schlossanlage besichtigt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Tama udun, der Ort, an dem einige okinawanische Herrscher und Mitglieder der Königsfamilie begraben wurden. Okinawa_30
Erbaut wurde das königliche Mausoleum von Sho Shin im Jahre 1501, um seinen Vater Sho En zu ehren.
Es handelt sich hierbei um ein beeindruckendes Bauwerk aus behauenen Ryûkyû-Kalkstein.
Das Mausoleum besteht aus drei Räumen: Den mittleren Raum nennt man Shiruhirashi und er diente als Aufbewahrungsort der Knochen, bevor sie gewaschen wurden. Der Raum auf der linken Seite war für die Könige und Königinnen vorherbestimmt und der rechte Raum für die Prinzen und Prinzessinnen. Heute zählt das Tama Udun zu den Weltkulturerben der UNESCO.
Okinawa_29Anschließend besuchten wir das Okinawa Prefecture Cultural Museum, welches sich auch in Shuri und nicht weit entfernt vom Schloss und dem Mausoleum befindet. Vor dem Eingang des Museums kann man auf der rechten Seite die alte Glocke des Enkakuji Tempels sehen, dessen Überreste wir etwas später an diesem Tag besuchten. Und auf der linken Seite sieht man einen okinawanischen Hochspeicher (Takagura). Das rechte Foto habe ich im Eingangsbereich des Museums gemacht und es zeigt ein Modell des Shuri Schlosses (so wie es früher einmal aussah). Jeder Raum des Museums ist einem Thema zugeordnet: 1. Geschichte, 2. Naturgeschichte, 3. Handwerkskunst, 4. Folklore. Der Aufbau des Museums hat uns sehr gut gefallen, jedoch würde es den Rahmen dieses Tagebuchs sprengen, wenn ich auf alle Inhalte der Ausstellung jetzt genau eingehen würde. Und so kann ich nur jedem, der Okinawa besuchen möchte, dringend empfehlen, dieses Museum zu besichtigen. Es lohnt sich wirklich, und man erfährt hier eine Menge über die okinawanische Kultur.
Nach unserem Museums-Besuch gingen wir zum nahe gelegenen Enkakuji-Tempel der Rinzai-Sekte, deren gleichnamiger Haupttempel in Kamakura (Japan) steht. Der Tempel stammt aus dem Jahr 1492 und war der Tempel des zweiten königlichen Hauses der Sho-Familie. Leider ist heute nicht mehr viel übrig davon, außer dieses Eingangstor und der grüne Teich mit der Steinbrücke (Ishibashi). Der Tempel wurde im 2. Weltkrieg völlig zerstört.
Nach diesem ereignisreichen Tag in Shuri, traf sich die gesamte Truppe wieder abends im Schnellimbiss des Kaufhauses Jusco vor unserem Hotel, wo wir uns gegenseitig von unseren Erlebnissen berichteten.

Tama Udun:
1-3 Shuri Kinjo-cho Naha City
Tel.: 098-885-2861
Eintritt: 200 Yen
täglich geöffnetOkinawa_36
Okinawa Prefectural Museum:
1-1 Onaka-cho, Shuri, Naha, Okinawa 903-0823 Japan
Tel.: 098-884-2243
Fax.:098-886-4353
Eintritt: 210 Yen
täglich von 9.00-17.00 Uhr, Montags geschlossen
Enkakuji:
Eintritt: frei
Shurijo Castle Park Management Center:
1-2 Kinjo-cho, Shuri, Naha City, Okinawa 903-0815
Tel.: 098-886-2020 (operator)
Eintritt: 800 Yen

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