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Ninjutsu – Neue Techniken aus dem Prüfungsprogramm

03.02.2017 – 05.02.2017

Am 04.02.-05.02.2017 fand das Seminar mit dem Thema „Koto Ryu“ Ninjutsu (Stil des Tiger Niederschlagens) unter der Leitung von Sensei Peter Schömbs und Sempai Henrique Senpao in Bensheim statt. Es wurden die Techniken des Koto Ryu gelehrt, die ins Prüfungsprogramm des Yamamichi Ryu Ninjutsu aufgenommen werden. 

Neben den üblichen Dehnungsübungen wurden zur Aufwärmung Elemente aus dem Tiger Qi Gong ausgeführt. Der Tiger steht dabei für Macht und Willenskraft. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er schnell aus dem entspannten Zustand in eine kraftvolle Bewegung übergehen kann. Im späteren Verlauf des Trainings konnten wir sehen, dass sich Elemente bzw. Prinzipien des Tiger Qi Gongs im Koto Ryu wiederfinden.
Durch die Techniken des Koto Ryu wird der Angreifer oft mit einem Gegenangriff in seiner Bewegung gestoppt – unter anderem durch aggressives Entgegenspringen in die Bewegung des Gegners hinein. Hierdurch ergeben sich Öffnungen, die für Hebel oder Konter genutzt werden. Die Konter werden entweder gegen Vitalpunkte ausgeführt oder auf die Skelettstruktur des Gegners. 

Der Stil zeichnet sich auch dadurch aus, dass viele Sprünge und dynamische Bewegungen in den Techniken implementiert sind.
Wie effektiv die Techniken gegen Vitalpunkte sein können, haben wir abends anhand eines BSK Videos gesehen. Bereits ein vermeintlich leichter Treffer kann dabei bereits zu einem Knock-Out führen. Des Weiteren wurden nach dem eigentlichen Seminar Hintergründe des Koto Ryu besprochen und auf bestimmte Eigenheiten des Stils verwiesen. So ist es eine Eigenheit im Koto Ryu nicht direkt in die Augen des Gegners zu schauen, sondern zwischen dessen Augenbrauen. Hierdurch sei es leichter die eigenen Absichten nicht zu verraten. Oder dass versucht wird den Gegner mit dem Schwert zu blenden, sei es direkt mit dem Sonnenlicht, oder mit Wasser in der Blutrinne, das in die Augen des Gegners geschleudert wird.
Das Seminar hat insgesamt Einblicke in höhere Techniken geliefert, eine Möglichkeit die es sonst nicht in dieser Fülle im „normalen Training“ gibt. Mir fiel es dabei schwer manche Techniken auch vom Prinzip her richtig auszuführen. Es kostet mich Überwindung in den Gegner hineinzuspringen und aus kurzer Distanz Konter anzuwenden. Ich agiere eher nach dem Motto „Ich blocke aus Angst getroffen zu werden“ und leider noch nicht nach „Ich blocke, damit ich nicht getroffen werde und damit ich eine Öffnung kreiere“.

Die Elemente des Koto Ryu werden aber so ins Training eingefügt, dass man sich langsam an diese Formen gewöhnt. Ebenso beruhigt es natürlich von den höher Graduierten zu hören „War bei uns damals nicht anders“. Dafür ist ein Seminar meines Erachtens auch lohnenswert, eben damit man die Möglichkeit hat sich mit anderen auszutauschen. Auch wenn direkt nach dem ersten Tag der Raum durch die Anstrengungen im Training eher mit „belebtem Schweigen“ gefüllt war.
An dieser Stelle vielen Dank an Sensei Schömbs, Henrique Senpao und allen anderen Teilnehmern für ein schönes und gelungenes Seminar.

Karsten Kupferschmidt
Speyer

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