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Ninjutsu – Neue Techniken aus dem Prüfungsprogramm

29.09.2017 – 01.10.2017

Trotz der sonst strengen Geheimhaltung der neuen Ninjatechniken, wurde mir die Mission zugeteilt, dem Clan von letzteren Geschehnissen zu berichten. Doch lasst mich dich noch ein letztes Mal warnen: Wenn du das hier gelesen hast, gibt es kein Zurück mehr. Sobald sich die Geheiminformation in deinem Gedächtnis befindet, gibt es keinen Ausweg mehr. Es ist strengstens verboten, deine Erkenntnisse mit Nicht-Clan-Mitgliedern zu teilen. Und vergiss nicht: Der Clan weiß alles!

Nun, da ich dich über die möglichen Konsequenzen aufgeklärt habe, kann ich damit zu beginnen, zu berichten. Das letzte geheime Treffen der Ninja fand am 30. 09. und 01.10.2017 statt. Geleitet wurde es von Sensei Peter Schömbs und Koto-Ryo-Spezialist Henrique Sempao.
Zu aller erst machten wir ein paar Übungen aus dem Tiger-Qi-Gong. Das Besondere dabei ist, dass diese Übungen zum Spiel der fünf Tiere gehören. Wir übten nicht einfach irgendwelche Formen, wir wurden auch dazu aufgerufen, einen Tiger zu spielen.

Krallen, Blicke die töten könnten, Eleganz und eine kühle Ruhe, all das sollten wir verkörpern.
Tatsächlich hatte das eine große Auswirkung auf die Technik selbst. Es kam einem fast so vor als wäre die Luft im Dojo gefroren, als wir uns umschauten, dann erst ein kleines und schließlich ein großes Tier erlegten.
Der Tiger ist die Verkörperung des Koto Ryo, doch auch des Karates, welches in unserem Dojo geübt wird. So waren auch einige Parallelen, zwar nicht unbedingt in den Techniken selbst, sondern vielmehr in der Bewegungsart, der Stärke und dem Chi-Fluss, zu erkennen.

Danach ging es weiter mit der Kappi, einer Technik, bei der man seinen Gegner aus dem Nichts heraus anspringt und mit einem Shuto außer Gefecht setzten kann. Auch wenn es immer wieder eine Herausforderung ist, hoch und gleichzeitig weit zu springen, ist es eine sehr schöne Übung, vor allem wenn der andere eine größere Distanz hat.
Darauf folgten diverse Partnerübungen, die oftmals geheime Tricks und Kniffe beinhalteten, doch davon möchte ich gar nicht in allen Einzelheiten berichten.

Das wirklich Spektakuläre haben wir erst am Sonntag gelernt. Wir begannen damit, nochmals alle Fallübungen durchzugehen, schließlich wollen wir uns ja nicht gegenseitig ausschalten. Nachdem wir uns genügend vorbereitet hatten, gingen wir zum ersten Wurf, dem Ogoshi, über.
(An dieser Stelle möchte ich noch einmal erwähnen, dass ich wirklich dankbar dafür bin, dass Steffi dabei war. Würfe mit Menschen zu üben, die mindestens einen Kopf größer als man selbst sind, erschwert einem das Ganze doch nochmal.)
Alle Würfe, die wir an diesem Tag geübt haben, waren komplett neu für mich. Deshalb hat mich das ganze Training eine Menge an Konzentration, Beherrschung und harter Arbeit gekostet.
Der Ogoshi war dabei noch die kleinste Herausforderung, wie ich bald feststellen sollte. Der bei weitem ausgefallenste, coolste und auch lustigste Wurf war einer, bei der man den Partner erst wie ein Klammeräffchen anspringen und dann zu Boden bringen musste. Sobald man den Trick erst einmal raushatte (und es hingekriegt hat, sich nicht selber den Kopf anzuschlagen), hat es immer mehr Spaß gemacht, ihn auszuführen.

Dann war das zweite Ninjaseminar dieses Jahres auch schon wieder vorbei. Das nächste Geheimtreffen wird per kodierter Rundmail an alle Ninja und Kunoichi angekündigt.
Vielen Dank noch einmal an Sensei Peter Schömbs und Henrique Sempao, dafür, dass sie dieses Seminar möglich gemacht haben.

Zoe Fischer
Budokan Bensheim

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