When you install WPML and add languages, you will find the flags here to change site language.

Kihon Happo

23.02.2018 – 25.02.2018

Kihon Happo. Hierbei handelt es sich um acht grundlegende Techniken aus der Gyokku Ryu.
Doch geht es bei diesen Techniken nicht nur um die reine Form, sondern viel mehr um die Prinzipien welche dahinter stehen. So machte ich mich an einem sonnigen Wochenende auf den Weg das bisher gelernte neu zu entdecken und aus anderen Sichtweisen zu betrachten.

Los ging es wie üblich mit der Aufwärmung, wobei diese bereits als Teil der Übung betrachtet wurde und mit voller Aufmerksamkeit durchgeführt werden sollte. Fließend ging es dann zum ersten Teil der Kihon Happo über. Dieser bestand aus den drei grundlegenden Schlagtechniken der Kosshi Kihon Sanpo welche die Prinzipien zur Reaktion auf einen Angriff und den Konter vermitteln.

Die Ausgangspunkte sind hierbei die drei Kamaes Ichimonji no Kamae, Hicho no Kamae und Jumonji no Kamae. Als Reaktion auf den Angriff weicht man diesen aus und nutzt unterstützend verschiedene Uke, sowie Shuto um den Gegner von weiteren Angriffen durch Schmerz abzubringen. Besonders interessant und einprägsam fand ich hierbei den bildhaften Vergleich der drei Techniken mit den Elementen Wasser, Wind und Feuer. Gerade die wellenartige Bewegung der ersten Technik verdeutlicht dies. Immer wieder wurde auch darauf hingewiesen, die Techniken besser langsam aber dafür fließend und ohne „Stop“ auszuführen. In der letzten der drei Techniken zeigt bereits die frontalere Stellung eine etwas offensivere Auslegung, welche mit dem Feuer verbildlicht werden kann.

Während ich mich bis dahin noch voll auf die möglichst korrekte Ausführung der Form konzentriert hatte, stellten sich in den Partnerübungen schnell weitere grundlegende Prinzipien in den Vordergrund. Ich mußte mich nun meinem Gegenüber anpassen und durfte nicht mehr nur auf mich selbst achten. Stimmte der Abstand und der Winkel? Konnte ich die richtigen Vitalpunkte treffen? Gar nicht so einfach dabei immer wieder auf den Fluß im Ablauf zu achten. Das häufige Wechseln der Trainingspartner erschwerte dies noch weiter, machte dies aber ebenso interessanter.

 

Als Abschluß des ersten Tages und Beginn des zweiten Tages wurde die Kosshi Kihon Sanpo als Kata gelaufen, wodurch sich die Bewegungsabläufe weiter einschleifen konnten.

Weiter ging es anschließend mit dem zweiten Teil, der Gohon No Kata. Diese fünf Greiftechniken bilden mögliche Fortsetzungen. Viele der Hebel, wie z.B. der Omote Kote Gyaku Dori, sind bereits aus den wöchentlichen Trainings bekannt. Wurden im Seminar jedoch erweitert und variiert.

Auch wenn ich am Ende Schwierigkeiten hatte mich an alle Abläufe zu erinnern. Die grundlegenden Prinzipien wurden zumindest ein Stück klarer und sollten helfen die Basis der Techniken zu verbessern. Ebenso ist es wichtig ein Gefühl für seinen Körper und die Bewegungen aufzubauen, wodurch die Effektivität der Techniken verbessert wird. All dies lässt sich in einem Seminar nicht lernen, sondern benötigt Zeit auf dem Weg des Budō.

Ich möchte an dieser Stelle auch den beiden Lehrern Rainer Fink und Florian Geyer für die Leitung und die angenehme Atmosphäre des Seminars danken.

Daniel Weiser
Budokan Bensheim

 

 

 

0 Comments

Leave a reply