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Die Systeme der Krieger

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Homepage Bujutsu

Der Begriff bujutsu 武術 bezeichnet die „Technik der Krieger“, und ist eine übergeordnete Bezeichnung für alle Kampfmethoden der japanischen bushi (Krieger) vor der Meiji-Ära (ab 1868). Der Begriff ist eine Weiterentwicklung des vorausgegangenen bugei (ab 794) und umfasst:

1.    Die technisch/ taktischen Methoden des Kämpfens (jutsu)
2.    Die philosophische Ausbildung des Kriegers (bushidō)
3.    Die medizinischen Methoden (kappō)

Über nahezu zwei Jahrtausende reiften die Verfahren des bujutsu bis zur Perfektion und brachten unzählige Abwandlungen hervor. Diese erstreckten sich über die gesamte Breite der Kriegerausbildung unter Waffen (buki) und gliederten sich in Stile (ryū), die unabhängig voneinander komplexe Methoden der Kriegskunst enthielten.

Was ist Bujutsu?

Der Begriff bujutsu bezeichnet die Japanische Kriegskunst und ist vom Anbeginn der Japanischen Geschichte zusammen mit den Begriffen kyūba no michi (Weg des Bogens und des Pferdes) und später bushidō (Weg des Kriegers) der wesentliche Leitfaden in der Entwicklung der japanischen Gesellschaft (nihon shakai). Die samurai, die bujutsu praktizierten und sich durch bushidō läuterten, waren der Inbegriff für alle gesellschaftlichen Ideale – sie standen an der Spitze der sozialen Hierarchie und beeinflussten über zwei Jahrtausende als einzige die Geschicke des japanischen Reiches.
Ihr Handwerk war die Kriegskunst (bujutsu). Mehr als ein Jahrtausend gründeten und perfektionierten sie unaufhörlich neue Kampfmethoden (ryū), mit denen sie ihre Armeen ausbildeten und gegenseitig Kriege führten. Die Mehrzahl der bujutsu ryū wurde von den buke (adelige Krieger) gegründet, manch andere aber auch von rōnin (herren- und arbeitslosen samurai). Gewöhnlichen Menschen aus der unteren Bevölkerungsschicht gründeten die Systeme des Kobujutsu (Japan). Jedes ryū bezog seine Anhänger aus jener sozialen Schicht, aus der auch der Gründer stammte. Der Sitz (honbu dōjō) befand sich dort, wo sich der Stilgründer (shosei oder shodai) aufhielt. Die meisten Trainingsanlagen (dōjō) befanden sich aber in der Nähe der Regierungssitze der Landesfürsten (daimyō) oder in den großen Städten.

Zusammensetzung des Bujutsu

Die Stile (ryū) der klassischen japanischen Kriegssysteme (bujutsu) entstanden und bestehen immer noch aus richtungsweisenden Kategorien (z.B. ken, yumi, yari, jujutsu, usw.). Seit altersher wurde der Versuch unternommen, die Zusammensetzung der Stile zeitentsprechend zu klassifizieren. Die daraus hervorgegangenen Kategorien bezeichnen die Vielzahl der Fähigkeiten, in denen ein japanischer Krieger ausgebildet werden musste. Solche Unterteilungen wurden bereits im altertümlichen China vorgenommen und fanden in Japan unter dem Begriff bugei jūhappan ihre Fortsetzung.
Unter dem Suffix jutsu, vereinigten sich die manchmal gleichen Bestandteile der bugei jūhappan zu differenzierten Stilen (ryū), deren Methodik von der persönlichen Ansicht eines Lehrers (sensei) bestimmt wurden. Grundsätzlich aber beschreiben die bugei jūhappan bewaffnete Techniken (bukijutsu), unbewaffnete Techniken (toshujutsu) und Kampfstrategien (senjutsu):

•    Bukijutsu (Waffentechniken) – Die japanischen Waffensysteme (bukihō – Weg der Waffe, bukijutsu oder buki no bu) sind die tragenden Elemente in der Bujutsu-Ausbildung der Krieger (bushi und samurai).  Viele Waffen (buki) sind den chinesischen Waffen (bīngqì) aus dem quánfǎ nachempfunden, andere kommen aus Korea. Um einen Kampf auf dem Schlachtfeld zu überleben war es dringend notwendig, mit und ohne Waffen kämpfen zu können und für den Kampf zusätzliche Kampfausbildungen (Reiten, Schwimmen, Fesseln u.s.w.) zu beherrschen.
•    Toshujutsu (unbewaffnete Techniken) – Die unbewaffneten Bujutsu-Systeme (karahō – Weg der unbewaffneten Hand, toshu no bu – unbewaffneter Angriff, taijutsu – Körpertechnik), begleiten seit jeher die Waffentechniken der Krieger und waren in deren Kampfasbildung nicht wegzudenken. Sie hatten über viele Jahrhunderte unterschiedliche Bezeichnungen (wajutsu, yawara, kumi uchi, yoroi kumi uchi, kogusoku jutsu, kenpō, hakuda, hakushu, shime, shuhaku, taijutsu, torite oder koshi no mawari), in neuerer Zeit konzentrieren sie sich im Begriff jūjutsu.
•    Senjutsu (Kampf- und Kriegstaktik) – Zu den bewaffneten und unbewaffneten Systemen des bujutsu gehörten auch die Lehren über Kampfstrategien, taktische Kriegsführung, Methoden der Feldverteidigung, u.a. Auch sie sind in den Systemen der bugei jūhappan enthalten, im Besonderen überlieferten sie sich in den Konzepten der ninja und werden dort als ninja jūhakkei und ninja sanjūrokkei bezeichnet.

Überlieferung des Bujutsu

Die einzelnen ryū wurden innerhalb der Sippen als Familienstile meist nach dem Prinzip der Blutsverwandtschaft (sei) oder in einer privaten Lehrertraditionen (dai) vom Lehrer auf den besten Schüler übertragen (dentō):

•    Sei – in den Übertragungslinien innerhalb der Sippen (uji) und Sippenverwandschaften (ie) war der sōke (Klanoberhaupt) auch oft der Vorstand des hauseigenen ryū, selbst wenn er nicht persönlich unterrichtete. Die meisten klangebundenen ryū führen ihre Herkunft auf einen mythischen Gründungsvater ihrer Sippe (ujigami) zurück, der als Ideal in der Vergangenheit liegt und als Beispiel in der Gegenwart wirkt. Auch die iemoto (Sippenvorstände von Klan-Abspaltungen) gehorchten diesem Prinzip.
•    Dai – bezeichnet die klassische Übertragung (den) der Kampfkunstlehre (oshi) vom Lehrer (sensei) auf den Schüler (deshi). Dies geschah meist in unabhängigen Privatschulen (dōjō) der japanischen Großstädte, die keinem Lehensfürsten (daimyō) unterstanden. Die Überlieferung erfolgte direkt und stets im Geheimen. Auf diese Weise konnten die Geheimnisse (gokuhi) der jeweiligen Stile überliefert werden (dentō).

Bujutsu und Budō

Die Systeme des bujutsu sind Kriegssysteme und waren zum Töten gedacht. Die früheren Krieger wurden ausgebildet, um im Kampf zu überleben. Sie lernten sowohl mit Waffe umzugehen, als auch sich waffenlos zu verteidigen.
Der Begriff budō bezeichnet den „Weg des Kriegers“ und als solcher die Veränderung des bujutsu zu einer Übung unter dem Aspekt des Weges (). Er wurde bereits im japanischen Mittelalter verwendet, nachdem Terada Kanemon (jikishin ryū) im bujutsu seiner Zeit eine intensivere geistige Ausbildung der Schüler einforderte. Darin enthalten war eine Weglehre (), verbunden mit bunbu (Kombination zwischen Kultur und Kampfkunst) und shingitai (Einheit von Geist, Technik und Körper). Kanō Jigorō griff diese Idee auf und wollte am Beispiel seiner Kreation jūdō das gesamte bujutsu reformieren (butokukai).
Kanōs budō startete zwar mit wertebezogenen Absichten, doch das Resultat war ein völlig anderes. Die eigentliche Weglehre unter einem sensei war für die Allgemeinheit zu anspruchsvoll, die Systeme verselbstständigten sich unter dem Einfluss der Massen zu oberflächlichen Kampfsportarten.
Auf diese Weise verloren sich die geistigen Werte dieses Konzeptes in der Bemühung, das neu entstandene budō in einen Sport zu verwandeln. Dadurch wurde der Budō-Begriff problematisch, da sich auch die modernen Kampfsportarten als budō bezeichneten, jedoch völlig andere Inhalte hatten.
Als Wettkampfsport verbreiteten sich die Kampfkünste um die Welt, und etablierten große Organisationen, in denen heute die Mehrheit ihrer Mitglieder falschen Illusionen folgt. Denn Kampfsport ist weder bujutsu noch budō, auch wenn der letzte Begriff weiterhin verwendet wird.

•    Gendai budō – Das moderne budō unterscheidet seine Systeme allesamt in technische Spezialgebiete (jūdō – Werfen, aikidō – Hebeln, karate – Schlagen, u.s.w.) und verlässt die vielschichtige Ausbildung des alten bujutsu. Besonders nachdem man sie nach dem Zweiten Weltkrieg in Wettkampfsysteme umgewandelt hatte, verloren sie ihre Fähigkeit zur Selbstverteidigung (gōshin) und Weglehre (). Heute sind sie lediglich Sportarten.
•    Koryū budō – Das klassische budō besteht nach wie vor aus vielschichtigen Verfahren, die nur in einem klar definierten Unterrichtssystem von einem erfahrenen Lehrer unterrichtet werden können. Auch wenn sich seine Inhalte heute nicht mehr dringend an den bugei jūhappan ausrichten, gibt es dazu passende Alternativen für die heutige Zeit.
Diese Alternativen unterscheiden sich von den Systemen des alten bugei dahingehend, dass sie in ihren Übungen keine Kriegstechniken (bugei jūhappan), sondern an die Zeit angepasste Kampftechniken zur Selbstverteidigung lehren. Ihre Systemzusammenstellung enthält entsprechend der Aktualität notwendige Veränderungen. Wenn sie richtig unterrichtet werden führen sie nicht zum Sport und Zeitvertreib, sondern zu Sinn- und Werteverwirklichung. Die Technik ist dabei nur Mittel zum Zweck.

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Bujutsu im Budo StudienKreis
Definition und Inhalt

Um eine Kriegskunst (bujutsu) in eine Kampfkunst (budō) zu verwandeln, sind keine technischen Veränderungen nötig. Um sie jedoch in ein Sportsystem zu verwandeln, müssen gravierende Veränderungen vorgenommen werden. Der Wettkampf braucht weder realistische Kampfverfahren noch eine Weglehre (), sondern lediglich ein stark reduziertes und angepasstes Technikpaket, mit dem zwei Kontrahenten nach vorgegebenen Regeln in einem Wettbewerb gegeneinander antreten können. Dieses System wird im BSK nicht praktiziert.
Aus der großen Vielfalt der Bujutsu-Systeme werden im BSK bestimmte Kategorien aufgegriffen, in die verschiedenen BSK-Kampfkünste integriert und dort als koryū budō praktiziert. Im shōtōkan kenpō karate überwiegen die Systeme des Kobujutsu (Okinawa), im yamamichi ryū ninjutsu dominieren Konzepte des bujutsu und Kobujutsu (Japan). Das Bogenschießen (kyūdō) im BSK folgt der Familientradition der Ogasawara (ogasawara ryū).

•    Die unbewaffneten Systeme des bujutsu (karahō) waren zu keinem Zeitpunkt ihrer Geschichte von den bewaffneten Kampfsystemen (bukihō) getrennt, sondern bildeten immer einen Zusatz in der Ausbildung der professionellen Krieger (bushi). Sie entwickelten sich über viele Jahrhunderte unter verschiedenen Bezeichnungen, die man heute unter dem Begriff jūjutsu zusammenfasst.
•    Die bewaffneten Systeme des bujutsu (bukihō) waren bei weitem in der Überzahl. Mit ihnen wurden unzählige Stile gegründet, die Samurai-Waffen (buki) wurden entsprechend ihrer Zeit in den bugei jūhappan gelistet.

Unten stehend beschreiben wir einige bewaffnete und unbewaffnete Bujutsu-Konzepte die in den Stilen des BSK geübt werden.

Bujutsu-Systeme im BSK

bujutsu-jujutsu•    Jūjutsu 柔術 – die „Technik des Nachgebens“ ist eine japanische Kampfmethode des bujutsu, um unbewaffnet (toshu) oder mit Hilfe von kleinen Gegenständen (mijikai mono) oder versteckten Waffen (kakushi buki) gegen Angreifer zu kämpfen. Innerhalb des bujutsu entstanden über die Jahrhunderte zahlreiche Schulen (ryū) mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Sie sind alle vom chinesischen kenpō (quánfǎ) beeinflusst. Jigorō Kanō leitete daraus das jūdō ab, das sich als Wettkampfsport weltweit verbreitete.
Im BSK werden Jūjutsu-Systeme sowohl im shōtōkan kenpō karate als auch im yamamichi ryū ninjutsu geübt.

Bujutsu-Kenjutsu•    Kenjutsu 剣術 – Die Techniken mit dem Schwert sind sehr vielfältig und unterscheiden sich klassisch in unzählige Stile. Das Schwert (tsurugi / ken / ) teilt sich in drei Abwandlungen: 1. daitō (Langschwert); 2. shotō (Kurzschwert) und 3. tantō (Dolch). Innerhalb dieser gibt es erneut viele Unterscheidungen.
Das bekannteste Schwert ist das katana, die Hauptwaffe der japanischen samurai. Doch für die moderne Selbstverteidigung hat das Schwert keine Bedeutung mehr. Sein Training aber bietet eine hervorragende Geistes- und Konzentrationsübung.
In diesem Sinn wird kenjutsu im BSK ausgeübt. Die echten Schwerter werden hierbei durch Holzschwerter (bokken) oder Bambusschwerter mit Lederhülle (fukuro shinai) ersetzt, um Verletzungen zu vermeiden. Kendō wird im BSK nicht praktiziert.

Bujutsu_Iai•    Iaijutsu 居合術 – Die kriegerischen „Techniken des Schwertziehens“ entwickelten das heutige iaidō (Weg des Schwertziehens) zu einer reinen Konzentrationsschule. Die Techniken des iaidō sind inzwischen völlig aus ihrem ehemals kriegerischen Ursprung herausgelöst und werden nur als intellektuelle Disziplin für die Schulung des Geistes und der Konzentration geübt. Im iaidō gibt es weder Sport noch Wettkampf.
Im BSK wird iaidō innerhalb des yamaichi ryū ninjutsu praktiziert. Die Techniken des iaidō werden ausschließlich gegen imaginäre Gegner geübt. Man unterscheidet sie in vier Kategorien: 1. nuki suke (Herausziehen des Schwertes), 2. kiri suke (erster Schlag), 3. chiburi (Reinigen des Schwertes) und 4. noto (Zurückstecken des Schwertes).

Bujtsu-tantojutsu•    Tantōjutsu 短刀術 – Der Begriff bezeichnet das Messerfechten im bujutsu. Es gibt eine Vielzahl japanischer Messer, tantō (Dolch) hat die größte Klinge dieser Gattung. Entsprechend gibt es auch viele Stile die den Umgang mit dem Messerfechten (tantōjutsu) lehren.
Selbstverteidigungtechniken mit dem Messer sind in allen BSK-Systemen enthalten. In der Übung werden sowohl Messerangriffe simuliert, wie auch Verteidigungsmethoden gegen das Messer unterrichtet.

Bujutsu-Bojutsu•    Bōjutsu 棒術 – der Begriff bezeichnet die Techniken mit dem Stock, der in Japan als und auf Okinawa als kon (kun) bezeichnet wird. In beiden Systemen klassifiziert sich der Stock nach seiner Länge und bringt entsprechende Handhabungen hervor. Im japanischen bujutsu etablierte sich besonders der (1,40 m lange Stock), nachdem er von Musō Gonosuke im shindō musō ryū als Alternative für yari (Speer), ken (Schwert) und naginata (Hellebarde) entwickelt wurde. Später beeinflusste der die Gründung vieler Stile und und wurde schließlich von Shimizu Takagi als Polizeisystem (keijōjutsu) entwickelt.

Bujutsu-Kusarijutsu•    Kusarijutsu 鎖術 – Der Begriff bezeichnet japanische Techniken mit der Kette (kusari), ähnlich der okinawanischen Kette (surujin). Die Kettensysteme in beiden Ländern entwickelten viele Unterarten und kombinierten sich oft mit zusätzlichen Waffen.
Im yamamichi ryū ninjutsu steht die kusarifundō für den Umgang mit Kettenwaffen. Früher handelte es sich dabei um eine etwa 80 cm lange Kette, die an den Enden durch Metallgewichte beschwert wurde. Im Budokan verwenden wir aus Sicherheitsgründen Seile. Der Alltag bietet dem ninja viele Möglichkeiten, sich flexibler Gegenstände (z.B. Gürtel, Schals, Handtücher, Kabel) mit ähnlichen Techniken zu bedienen.

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•    Sōjutsu 槍術 – Das sōjutsu bezeichnet die Kampfsysteme mit der Lanze (yari) aus dem bujutsu. Aus China stammend, wo es die Königsdisziplin der Krieger war, wurde es in Japan hauptsächlich von den Kriegermönchen (sōhei) zu einer hohen Kunst entwickelt. In den Reihen der samurai blieb es ein System der niederen Krieger (ashigaru).
Viele Techniken mit dem Speer sind denen des langen Stocks () ähnlich. Im Budo Studien Kreis werden Techniken mit dem Speer innerhalb des yamaichi ryū ninjutsu geübt. Jedoch auch im shōtōkan kenpō karate und im taijiquan gibt es Anleitungen zur Übung mit dem Speer.

Bujutsu-Kamajutsu•    Kamajutsu 鎌術 – Die japanische kama unterscheidet sich wesentlich von der okinawanischen kama. In beiden Fällen aber ist ihre Grundform eine Bauernsichel, aus der sich später auf Okinawa die nichōgama, kusarigama und rokushakugama zur Selbstverteidigung entwickelten, während in Japan die Kriegsvarianten jingama, sogama und naigama entstanden.
Im Budo Studien Kreis werden ausschließlich die okinawanischen Kama-Varianten im shōtōkan kenpō karate (SKK) unterrichtet.

Bujutsu-Naginatajutsu•    Naginatajutsu 長刀術 – Die naginata bezeichnet eine Lanzenhellebarde, bestehend aus einem umwickelten Bambusstiel, an dem eine ca. 60 cm lange gekrümmten Klinge befestigt ist. Ihr Ursprung liegt in der wuchtigen chinesischen Hellebarde guāndāo, die wahrscheinlich die Entstehung des japanischen bisentō beeinflußt hat. Die klassische naginata ist eine Kombination zwischen Schwert, Speer und Streitaxt. Sie ist eine der ältesten Waffen Japans.
Im BSK wird sie in mehreren Systemen geübt, vor allem aber im yamamichi ryū ninjutsu.

Bujutsu-Shurikenjutsu•    Shurikenjutsu 手裏剣術 – Der Begriff bezeichnet die japanische Schule des Werfens mit Messern (tantō), zugespitzten Wurfgeschossen (bō shuriken), Wurfsternen (shaken und shuriken) und Blaßrohr- und Wurfpfeilen (fukumi bari).
Im Budo Studien Kreis sind diese Methoden im yamamichi ryū ninjutsu integriert.

Bujutsu-Kyujutsu•    Kyūjutsu 弓術 – wörtlich „Bogen-Kunst“, eine japanische Kriegsmethode des Umganges mit Pfeil (ya) und Bogen (yumi). Auch sie wurde vom bujutsu zum budō reformiert und in kyūdō umgewandelt.
Der moderne Begriff kyūdō bedeutet „Weg des Bogens“ und bezeichnet die japanische Form des Bogenschießens. Als mittelalterliche Kriegskunst (kyūjutsu), wurde sie in neuerer Zeit zu einer Disziplin mit meditativem Inhalt (budō) umgewandelt.
Im BSK wird ausschließlich die philosophische Interpretation  nach der Lehre des ogasawara ryū gelehrt: Es geht nicht allein um das „Treffen“, sondern um eine kontemplative Übung der Selbsterfahrung.


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