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Infos-BSK

Kurzinformationen

Der Budo Studien Kreis (jap.: budō kenkyū kai – Gemeinschaft zur Erforschung des budō) vereinigt seine Mitglieder zu einer großen Familie, deren Sinn und Zweck in der Übung der Kampfkünste besteht. Dazu werden unter der Anleitung eines fortgeschrittenen Lehrerforums (kodansha kenkyū kai) die ostasiatischen Kampfkünste als Weg der Selbsterkenntnis, Persönlichkeitsentwicklung, Gesunderhaltung und Selbstverteidigung gelehrt. In den unten folgenden Erläuterungen wird der Budo Studien Kreis und seine wesentlichen Inhalte im Schnellverfahren zusammengefasst und dem Interessierten vorgestellt. Im weiteren Verlauf der BSK-Dokumentationen werden diese Informationen intensiv ausgebaut und im Einzelnen erläutert. In der Kurzfassung stellt sich der BSK wie folgt dar:


1. Organisation

Der Budo Studien Kreis ist eine internationale Organisation von Schulen, Vereinen und Einzelmitgliedern, die mit ihrer Kampfkunst den Weg () des budō gehen wollen. Im BSK werden die Kampfkünste ausschließlich als budō und nicht als Sport geübt. Mitglieder können all jene werden, die diese Ziele teilen.

• BSK-Emblem: Sowohl aus verschiedenen BSK-Publikationen als auch im Internet sind die untenstehenden Symbole den meisten Kampfkunstübenden bekannt. Das Hauptemblem des BSK wird unten in seiner Entwicklung dargestellt. Es ist in verschiedenen Abwandlungen in der Öffentlichkeit vorhanden aber alle Varianten führen unverwechselbar auf die unten gezeigte Version zurück. Das Emblem setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen und entwickelt sich stilistisch aus dem Symbol der japanischen Kirschblüte (sakura).

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Stilsymbol Sakura

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Stilsymbol Sakura mit Yin & Yang

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Emblem des BSK


 2. Zuhause

Jede Organisation hat ein Zuhause. In den japanischen Kampfkünsten bezeichnet man diesen Ort als honbu dōjō. Das Zentrum (Zuhause) des Budo Studien Kreises ist der Budokan Bensheim, von dem ausgehend das gesamte Konzept des BSK gesteuert wird. Im Budokan befinden sich die meisten Hauptlehrer, der Budokan ist das Koordinationszentrum und die Anlaufstelle für alle Mitglieder des BSK.

Budokan-Emblem: Das Emblem des Budokan Bensheim wird unten dargestellt. In Folge einige Eindrücke aus dem honbu dōjō Budokan Bensheim.

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Stilsymbol des Budokan Bensheim

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Budokan Bensheim – Außenansicht

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Budokan Bensheim – Innenansicht

 



3. Gemeinschaft

Die Gemeinschaft des BSK beruht vor allem auf der Gesinnung seiner Mitglieder, die Kampfkünste mit Hingabe zu erforschen und persönliche Egoismen, Rechthabereien und Selbstzweck zu vermeiden. Dies erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin in jedem Einzelnen. Teil der BSK-Gemeinschaft kann jener sein, der den gemeinsamen Idealen dient, nicht aber jener, der egoistische Ziele im Schnellverfahren erreichen will.
Neueinsteiger, gleich ihrem bisherigen Fortschrittsstand, finden im BSK eine intakte Budo-Gemeinschaft, in die sie sich durch Anpassung und Sensibilität integrieren können. Von ihrem Verhalten hängt es ab, ob sie weitere Fortschritte machen können.
Die Gemeinschaft des BSK besteht aus Freunden. Trotzdem gibt es eine Fortschrittspyramide, an deren Spitze der sensei steht, gefolgt von seinen fortgeschrittenen Schülern, die inzwischen selbst sensei sind. Diese unterrichten in eigener Regie weitere erfahrene Schüler bis hin zur Gruppe der Anfänger. Das Bild der Pyramide versinnbildlicht das Budo-Lehrprinzip „von oben nach unten“, das auch in der Wechselbeziehung der senpai zu den kōhai seinen Ausdruck findet.

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Training im Budokan

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Training im Budokan


4. Lehrsysteme

Anders, als in den sportlichen Organisationen gibt es im BSK übergeordnete Grundkonzepte, die aus den Hauptsystemen karate, kobudō, ninjutsu, bujutsu, kyūdō, qigong und taijiquan bestehen. Erst in diesen Hauptsystemen gliedern sich die jeweiligen Stile (ryū).
Sinn und Zweck dieser Einteilung ist es, die enormen Inhalte und Werte der alt überlieferten Kampfkünste nicht durch politische, kommerzielle oder persönliche Interpretationen (Stile) begrenzen zu lassen, sondern dem Übenden den Zugang zum großen Umfang dieser Jahrtausende alten Künste offen zu halten. Sport-Karate spielt darin überhaupt keine Rolle.
Natürlich wissen wir, dass kein Anfänger mit einem solch komplexen Studium beginnen kann. Aus diesem Grund gibt es im BSK hauseigene Unterrichtssysteme, in denen der Übende viele Jahre lang Erfahrungen sammeln muss, um schließlich eine hohe Meisterperfektion zu erreichen. Für karate unterrichten wir shōtōkan kenpō karate (SKK), für ninjutsu unterrichten wir yamamichi ryū ninjutsu.

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Karate

Hanbojutsu-Hebel

Ninjutsu

Kyudo

Kyudo

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Qigong


5. Aktivitäten

Ausgehend vom Budokan Bensheim finden für die Mitglieder des BSK vielfältige Veranstaltungen statt.

Seminare und Lehrgänge: Neben den täglichen Trainings im Budokan Bensheim, das für Budokan-Mitglieder gedacht ist, werden fast an jedem Wochenende theoretische und praktische Seminare für BSK-Mitglieder von außerhalb veranstaltet. Diese sind immer themenbezogen, so dass sich der Teilnehmer aus dem umfangreichen Terminkalender der BSK-Jahresplanung seine Schwerpunkte auswählen kann.
Trainingslager: Mehrmals im Jahr organisieren sich die BSK-Mitglieder zu Fahrten in Trainingslager. Dazu werden Unterkünfte angemietet, die Trainings finden im Freien statt. Am Abend gibt es mondō (Gespräche mit den Lehrern), kulturelle Veranstaltungen (Musik, Literatur) oder einfach nur geselliges Beisammensein.
Studien: Unter der Anleitung der Hauptlehrer sind alle BSK-Mitglieder aufgefordert, ihre Kampfkunst nicht nur zu üben, sondern auch zu studieren. Dazu gibt es im BSK viele Möglichkeiten. Diejenigen, die sich darum bemühen wollen, können an den Forschungen und Veröffentlichungen des BSK aktiv teilnehmen, sie können sich am BSK-Portal Budopedia beteiligen oder sie können sich im BSK-Forum einbringen. Nur auf diese Weise können sie wachsen. Die häufig gestellte Frage „was soll ich machen“ ist vorneweg falsch und zeugt von geringer Initiative zum Eigenen.

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BSK-Trainingslager

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BSK-Trainingslager

 

 

                                                                       


6. Budo und Kunst

Die Lehrer des BSK animieren ihre Mitglieder dazu kreativ zu sein und sich nicht nur mit budō, sondern auch mit anderen ästhetischen Künsten auseinander zu setzen. Dieses Prinzip wurde bereits im japanischen Mittelalter unter der Bezeichnung bun bu ichi („literarische und kriegerische Künste sind eins“) als Bildungssystem für adelige Krieger in Gang gesetzt. Es ist heute noch genau so wichtig, denn ohne dieses Prinzip verrohen die Kampfkünste zur Mentalität des alten Kriegertums (bujutsu) oder in die Oberflächlichkeit eines naiven Sporttreibens (kakugi).
Zum Erreichen höherer Graduierungen im BSK sind diese Bemühungen dringend erforderlich. Sie finden im Bereich individueller Initiativen statt, die auf BSK-Seminaren durch die Lehrer initiiert und gefördert werden. Unter dem Link BSK-Kunstseiten werden manche Resultate vorgestellt:

Philosophie: Die Fähigkeit zum eigenständigen philosophischen Denken ist für einen kodansha des BSK dringend erforderlich. Das philosophische Denken ist eine Kunst und keine Wissenschaft. Ein kodansha des BSK ist rhetorisch ausgebildet und fähig zur Entwicklung einer eigenständigen Philosophie. Funakoshi: „Was nützt ein Kämpfer, wenn er keine Philosophie besitzt?“
Literatur: Die vielen Publikationen des BSK sind dafür bekannt, dass sie nicht nur Kampftechniken lehren, sondern auch tiefe Einblicke in die ostasiatische Kultur ermöglichen. Publikationen über Geschichte und Philosophie, Kunst und Kultur und über Religion und Lebensweise sind wichtige Begleitinhalte aller BSK-Veröffentlichungen.
Es ist nie der Autor allein, der für diese Inhalte zeichnet. Ihm zur Seite steht seit vielen Jahren ein gut organisiertes Forscherteam (kodansha kenkyū kai), das die Inhalte zu den Veröffentlichungen recherchiert. Sie werden in einer Datenbank (Lexikon der Kampfkünste, Budopedia) gespeichert, die sich immer weiter vervollständigt.
Musik: Sehr viele BSK-Mitglieder begleiten ihre Budo-Übung durch ein Studium der Musik. Solche Initiativen werden vom honbu dōjō unterstützt, gefördert und angeleitet. Im Budokan Bensheim gibt es fast wöchentlich musikalische Veranstaltungen von BSK-Mitgliedern. Die Musik fördert die intuitiven Seiten der Seele und unterstützt das Verständnis der Kampfkunst: „Wie will jemand die sensiblen Situationen des Kämpfens erfassen, wenn er unaufmerksam über ein Blumenbeet stapft?“
Zeichnen und Malen: Diese Kunst ist bei den Mitgliedern des BSK sehr verbreitet. Erst durch sie wurde es möglich, die vielen BSK-Veröffentlichungen mit Zeichnungen zu dokumentieren. Das BSK-Archiv umfasst inzwischen mehrere zehntausend Zeichnungen und Malereien aller Art.
Photographie: Bereits vor der Digitaltechnik (ca. 1990) beschäftigte sich ein BSK-Team mit der Kunst der Photographie. Dafür gab es damals im Budokan ein komplett ausgestattetes Photostudio zur Entwicklung von Filmen und Bilder. Heute ist diese Technik überholt, dafür aber ermöglicht uns die neue Technik interessante Bildbearbeitungsmethoden.
Filmherstellung: Im BSK gibt es diese Kunst unter der Leitung des kyōshi Peter Schömbs. Dabei geht es nicht nur ums Filmen, sondern auch um die digitale Bearbeitung. Auch in diesem Bereich gibt es Mitglieder, die diese Kunst lernen wollen.
Kalligraphie: Die japanische Kunst der Kalligraphie (shodō) wird im BSK von mehreren Mitgliedern praktiziert. Ein Zentrum der Ausbildung ist dafür das BSK-Dojo Cottbus, in dem jährlich Lehrgänge unter der Anleitung japanischer Kalligraphen stattfinden.

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Kalligrafie in BSK

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Musik im BSK

      

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Filmherstellung im BSK

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Photografie im BSK

                  

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