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Die „starke Sache“
Im Besonderen für die, die erst wenig am Makiwara
geübt haben.
Ein Wochenende voll von Konzentration und
Selbstdisziplin.
Sensei Peter Schömbs hat uns aufmerksam gemacht, wie
wichtig die korrekte Stellung und Kraftübertragung beim
Makiwara -Training ist. Hier, anderes als bei
Partnerübungen, soll man die Energie am Ende der Technik nicht stoppen, sondern weiter fließen lassen. So
bekommt die Technik seine Vollkommenheit.
Nicht ohne Bedeutung sind auch Qigong Übungen. Für eine
sinnvolle Übung muss man also das „Zussammenspiel“ von
allen Elementen (Technik und Kime) schaffen.
Zusammen mit Sensei Christian Lind haben wir ein
Abhärtungstraining erlebt. Für unsere Bäuche und
Extremitäten war das eine schwere Mutprobe. Natürlich
ist es dabei wichtig, wie man Schläge austeilen kann, aber vor
allem wie man die Schläge annehmen kann. Die eigenen
Schwächen muss man überwinden.
„Die Frauen haben Angst jemanden zu verletzen, und
die Männer glauben an ihre Muskeln“
SenseiChristian Lind
Die besondere Konzentration verlangt die Kata – Ablauf
mit Abhärtung.
Mit leicht geschwollen Händen, jedoch in bester Laune, haben wir uns am Samstag Abend fast
philosophisch und sehr interressiert unterhalten. Die Zeit
ist schnell vorbeigegangen. Auch der leckere Kuchen war fast
sofort weg.
Das Erlebnis war Dogu-Training. Die Übung mit Geräten,
die man sonst nur in Büchern sehen kann (Sashi-ashi,
Nigiri-game, Chishi, u.a.). Es war notwendig, selbständig
und voll konzentriert zu arbeiten, die Verantwortung für
seinen eigene Körper und Haltung zu übernehmen.
Dank allen erlernten Sachen kann man sich Bewußt machen,
wie wichtig für Karateka das regelmäßige
Makiwara-Üben ist.
„Makiwara sollen wir, wie Kihon, Kumite und Kata, als
Karate Grundlage begreifen“
Sensei Peter Schömb
Mit erlebten Erfahrungen und fleißigem Weiterüben, mit
den Sensei, werden sich auch die Schüler bestimmt
das nächste Mal trauen einen Bruchtest zu machen.
Ich möchte mich sehr herzlich bei allen bedanken. Es war
ein wunderschönes Seminar!
Beate Mosur
Heidelberg
In Erwartung eines, wegen den
vorhergesagten hochsommerlichen Temperaturen, harten und
schweißtreibenden Seminars, trafen wir am Freitagabend in
Bensheim ein, um am Abendtraining teilnehmen zu können.
Doch das Wetter war uns wohlwollend gesinnt. Und so fand
das Seminar nach einem lang ersehnten, morgendlichen
Regenguss im besten, angenehm temperierten Sommerwetter
statt.
Das Seminarwochenende stand unter dem Motto Makiwara,
Kime und Dogu.
Unter Kime wird die von einer ausgeführten Technik
übertragene Energie verstanden. Sensei Christian Lind
und Sensei Peter Schömbs lehrten die Grundlagen zur
Entwicklung eines starken Kime im Kihon und in der
Partnerübung. Die Unterschiede in der Entwicklung und in
der Anwendung von Schock- durchdringendem Kime in
Schlägen, Stößen und Tritten wurden vor jeder Übung
eindrucksvoll vorgeführt. Anschließend konnte mit dem
Partner am Medizinball oder am Makiwara selbst trainiert
werden.
Das Makiwara gilt als wichtiges Übungsgerät auf dem Weg
zum erlernen einer starken Technik.
Für mich waren das Seminar in Benseim das erste Training
und der erste intensive Kontakt mit dem Makiwara. Das
Makiwara ist zum Erlernen des Kime zum einen so
wertvoll, da es eine direkte Rückmeldung auf die
ausgeführte Technik und das dabei entwickelte Kime gibt.
Diese besteht unter anderem aus dem Widerstand und dem
Nachgeben des Makiwaras beim Auftreffen, dem Schwingen
des Makiwaras bei dem frei werden des Kime, als auch in
den unterschiedlichsten Empfindungen des Körpers und des
Geistes. Es ist am Anfang recht schwer und
undurchsichtig, diese Botschaft zu entschlüsseln. Dazu
muss vor allem in sich hineingehorcht und nachgefühlt
werden. Stimmten die für die Entwicklung des Kime
wichtigen Prinzipien wie Haltung, Entspannung in der
Technik, sowie vor allem die geistige Haltung? So jedoch
kann nach und nach und mit viel Übung und Erfahrung die
eigene Technik besser verstanden und perfektioniert
werden.
Die erste Erfahrung am Makiwara lehrte mich vor allem
wie weit der Weg zu einer starken und schnellen Technik
für mich wirklich noch ist.
Zum Anderen kann mit dem Makiwara an einem Ziel geübt
werden, das der Technik einen harten aber nachgiebigen
Widerstand entgegensetzt. Ein Stoß oder Schlag kann so
ohne die Anspannung am Ende der Technik durchgeführt
werden, die bei der Ausführung in der Luft nötig wäre.
Doch es stand nicht nur die Entwicklung von Kime im
Vordergrund. Auch die Fähigkeit Kime anzunehmen wurde in
Abhärtungsübungen mit dem Partner geschult. Zum
Abschluss des Sonntagstrainings standen dann Übungen an
den Dogu, den klassischen Trainingsgeräten der
Kampfkünste, an. Mit ihnen können die für die Techniken
wichtigen Muskeln und Gelenke gestärkt werden. Auch
Balance, Ausdauer, Haltung und Koordination können je
nach Übungsart mit den Dogu geschult werden. Nach den
Trainingseinheiten fanden interessante Gespräche in
lockerer Runde statt, die einen schönen Ausklang des
Trainingstages boten.
Schlussendlich war das Makiwara-Kime-Dogu-Seminar in
Bensheim ein höchst interessantes Seminar mit vielen
neuen Erfahrungen und so manchem neu erworbenem Wissen.
Ein wichtiger Schritt um den Weg der Kampfkunst zu
meistern. So wie am Ende des Seminars auch des
hartnäckigste Brett von den Fäusten von Peter Schömps
gemeistert wurde.
Vielen Dank an die Lehrer des BSK und allen Teilnehmern
für ein schönes Seminarwochenende in Bensheim
Ruben Müller
Dojo Dresden
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