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Kyudo

 10. - 11. 7. 2010

 

Von: Raphaël Vergères, Jacqueline Auen, Ivana Strelcova

 

Ich erinnere mich noch gut an das erste Kyudo Seminar im Budokan. Julia Sigges brachte uns schrittweise die Kyudo Kata bei (siehe auch Newsletterbericht Februar 2009 Kyudo Einführung).
Im Früjahrstrainingslager des gleichen Jahres, erhielt ich meinen Gummibogen. Nach all den vielen Übungen der Kata mit blosser Vorstellung von Pfeil und Bogen, war der Erhalt des Gummibogens für mich ein grosser Schritt vorwärts.
Es hat nochmals mehr als ein Jahr gedauert, bis ich meinen richtigen Bogen erhielt.
Wärhend diesem Jahr übten wir im Dojo oder in der Schritt für Schritt entstehenden Bogenschiessanalge hinter dem Budokan. Aber ich konnte noch immer nicht einen Pfeil abschiessen, denn ich musste noch auf meinen, in Japan bestellten Handschuh, warten. So übte ich also meine Kata weiterhin ohne Pfeil, ohne Handschuh und ohne einen Abschuss.
Letztes Wochenende fand das zweite Seminar statt und ich erhielt meinen lang ersehnten Handschuh. Endlich konnte ich schiessen! Doch ich wurde des besseren belehrt: Der Handschuh ist noch zu hart, die Finger lassen sich nicht schliessen. Ich muss jetzt täglich den Handschuh für ein paar Minuten tragen und dann sollte der Handschuh im August nutzbar sein…
Dank einem Handwerkerhandschuh, konnte ich trotzdem meinen ersten Pfeil in ein Strohmakiwara schiessen. Ich habe auf diesen Moment fast 18 Monate gewartet!
Alleine der Weg zur kompletten Ausrüstung zeigt, was diese Kunst fordert: Geduld!
Es gibt aber dem Praktizierenden auch die Zeit, sich mit den einzelnen Schritten zu befassen und vertraut zu machen und sich mit der Frage auseinander zu setzen:

Will ich diesen Weg gehen?

Denn hat man einmal Bogen, Pfeil und Kleidung angeschafft, wird man es nicht einfach zurück geben oder nieder legen können.

Ich danke Julia für ihre Trainingsführung in der unglaublichen Hitze!

Aber auch einen grossen Dank geht an Sensei Werner Lind und Peter Schömbs, sowie allen Mihelfern, die bei der Entstehung der Bogenschiessanlage geholfen haben und noch immer helfen uns so ständig versuchen, dem Übenden die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten, damit er auf seinem Weg fortschreiten kann.

Raphaël Vergères
Dojo Pratteln/Schweiz


Es gibt viele Dinge an die ich mich in diesem Seminar erinnern kann, viele Dinge die es würdig wären erwähnt zu werden. Dennoch gibt es einige Augenblicke, die mir am besten im Gedächtnis, gleichermaßen in Körper und Seele geblieben sind.
Dieses Seminar hat mir zum ersten Mal die Möglichkeit gegeben, mich intensiv mit dem aktiven Schiessen auf ein Makiwara (ca. 2 m Entfernung) zu beschäftigen. Erst 2 Trainingseinheiten zuvor hatte Julia Sigges mich zum ersten Mal zum Schiessen angeleitet, und schon damals hatte ich den großen Unterschied gemerkt zwischen den verschiedenen Vorübungen ohne Pfeil und Bogen bzw. ohne Pfeil und der wahren Schusstechnik.
In diesem Seminar konnte ich nun die komplette Kata für mich selbst vertiefen.
Dieses Gefühl, wenn der Pfeil in das Makiwara trifft, kann man nicht in Worte fassen, man muss es erlebt haben.
Neben den genauen Korrekturen unserer Kyudo-Lehrerin Julia konnte ich mir wiederum auch viel von den anderen Kyudoka abschauen, denn jeder läuft diese Kata anders, jeder verleiht der Kata Ausdruck, die ihr etwas Persönliches und Einzigartiges gibt.
Die Hitze machte das Training nicht immer leicht, dennoch haben alle Kyudoka bewiesen das weder Kälte noch Hitze ihnen etwas anhaben können.
Sonntags haben wir uns intensiv mit dem Taihai, der traditionellen Zeremonie mit der man zum ersten Mal auf 28m schiesst, beschäftigt.
Auch hier konnte man die Konzentration, die ganze Spannung in der Luft spüren.
Es muss auf sehr viele Einzelheiten geachtet werden, die Julia Sigges uns jedoch sehr geduldig und ausführlich erklärte und wir durchliefen mehrmals jeden Abschnitt der Zeremonie.
Dieses Seminar hat mir neue Wege im Kyudo erschlossen und mich dazu ermutigt mich weiterhin in dieser Kunst zu üben.
Ich danke Julia Sigges für dieses wundervolle Seminar und allen anderen Teilnehmern, die diese Zeit zu etwas Einzigartigem gemacht haben.

Jacqueline Auen
Budokan Bensheim
 


My seminar has already started on Monday when I arrived at Budokan. I don't know why but I was afraid of this trip and seminar. However, when I came to the Budokan everything was alright – people were amazing, trainings were amazing, atmosphere was amazing... I learned many interesting things about kyudo, about karate and about life.

During the week and during many kyudo trainings I improved my kyudo practice, so I hope. I found out many details and informations about kyudo and about kata Sha^ho Hassetsu. Also I thank Julia that she showed me the kyudo ceremony taihai - I was excited. It was incredible for me. “I am learning this ceremony. “ Of course it wasn't easy remember the whole ceremony and it was hard to stay in kiza, but I think it was really good exercise.
It was also a very good experience for me, when we cleaned the kyudo dojo and prepared dojo for seminar. I was like, that I could help with this work in dojo.

Seminar passed me very quickly. Practise kyudo with other people was a good feeling! I was happy when we practised ceremony taihai, because I think that is very good exercise for intuition and mind of group – doing everything together. This seminar and whole week was really good experience. It inspired and motivated me for next practice. All time of this week I was full of energy.
In Budokan I met many new interesting people who are very nice. I felt really good among them despite I didn't understand everything because of the language.
Also unforgettable experiences were barbecue party and climbing with others in climbing hall. I felt good because I was one member of the group of very good people.

And the end - I thank very much to Sensei Werner Lind for this opportunity and chance study either kyudo or karate and for his hospitality. Especially I thank to Julia Sigges, for her teaching, her energy and time which she spent with me. I also want to thank all the people, because I felt very good with you and atmosphere was amazing.
And I'm looking forward to next seminar and next visit in Budokan.

Ivana Strelcova
Dokan Bratislava

 

 

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