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Ich
war mit Madeleine und Renate Mitte Dezember 2009 das 1.
Mal in Bensheim auf dem Frauen-Qigong-Seminar und habe
dort gesehen, wie die Fortgeschrittenen das Nei Yang
Gong übten und wir Anfänger selbst bekamen von Gabi eine
Übung davon gezeigt „Das Qi folgt dem Regenbogen“.
Ich war begeistert davon.
Ich freute mich riesig, als uns unsere Übungsleiterin
Madeleine vor 3 Wochen fragte, wer mitgeht und ich mich
sofort meldete.
Auch diesmal war ich wieder Tage zuvor aufgeregt und
gespannt und endlich war es wieder soweit. Ich stand am
frühen Samstag morgen in Weil am Rhein mit meinem ganzen
Gepäck beladen vor der Haustür und wartete auf
Madeleine, ohne sie wäre für mich die Teilnahme an
Seminaren nicht möglich, da ich selbst kein Auto habe.
Wir fuhren wieder die 270 km vom äußersten Zipfelchen
des Südbadener „Dreiländerecks“ D-CH-F in ca. 3 Std.
(mit einer Kaffeepause) nach Hessen.
Während ich mich Kilometer für Kilometer innerlich auf
dieses Seminar jetzt vorbereitete, schweiften meine
Gedanken nochmals ab zu dem letzten Seminar, welches mir
persönlich sehr viel gegeben hat, nicht nur wegen dem
leckeren Kochkäse und der Avocadocreme, sondern auch vor
allem wegen der Herzlichkeit und Harmonie, wie alle
miteinander umgingen, so wie ich es auch von meinem Dojo
her kenne.
Nicht überall ist dies so. Ich habe leider in anderen
Bereichen meines Lebens schon sehr viele negative
Erfahrungen machen müssen.
Ich konnte meinen ersten auswärtigen Seminarerfahrungen
sammeln, u.a. auch mit dem ganzen Gepäck (Schlafsack,
Decke, Kissen, Verpflegung usw. für diese beiden Tage)
und Übernachtung in dem Dojo mit dem herzigen
Katzen-Kerlchen „Frodo“ und abendlichem Ausflug mit Gabi
und den Anderen nach Heppenheim (Meine Nase hat sich
noch eine Weile daran erinnert => Schaufensterscheibe,
Nase, Maske aus Bali: AUA, das lachende Grinsen der
Anderen höre ich immer noch in meinen Ohren).
Ich ließ nun meinen letzten Gedanken „Ich habe schoooon
wieder zuviel Gepäck dabei“ los und kam zurück in das
„Hier und Jetzt“. Wir waren in Bensheim angekommen.
Wir wurden wieder herzlich von Gabi begrüßt. Schnell
umziehen, ab ins Dojo und um 11.00 Uhr ging es dann auch
gleich los.
Dieser Teil des Seminares ist die Yin-Übungsreihe mit
der weichen Atmung. Der Lehrgang für die Yangreihe ist
im September 2010.
Die ganzen Übungen sollen gut sein für die Wirbelsäule
und so vieles mehr.
Wir waren insgesamt ca. 15 Teilnehmerinnen, einige
kannte ich vom letzten Seminar und ich freute mich auch
mal Irina kennenzulernen, ich hatte bisher nur ihre
Seminarberichte auf der Homepage gelesen und dass sie 5
Std. von Königsbrück nach Bensheim fahren muß.
Wir starteten dann gleich mit den Vorbereitungsübungen
z.B. der Kranichschnabel, Knie kreisen usw. Dann zeigte
uns Gabi alle 6 Übungen dieser Yin-Reihe und wir lernten
am Vormittag die ersten beiden Übungen. Wenn ich das
richtig verstanden habe, dann gibt es außer diesen
bewegten Übungen dann auch noch die stillen Übungen.
Wir
bekamen von Gabi später die Unterlagen, so dass wir uns
nicht mit dem Merken der Namen abgelenkt waren, sondern
uns voll die Übungen konzentrieren konnten.
Zwei Teilnehmerinnen und ich waren noch nie auf einem
Nei Yang Gong I – Seminar und wir Anfänger bekamen immer
wieder dazwischen separaten Unterricht von Heike Mautry,
die es uns auch mit viel Geduld sehr gut erklärte, bevor
wir dann wieder in der Gruppe der Fortgeschrittenen
mitüben konnten.
Mit der 1. Übung „Hebe das Klare und senke das Trübe“
hatte ich eigentlich keine Probleme, aber bei der 2.
Übung „Zurückgelehnt die Sterne betrachten“ fiel es mir
wirklich schwer, auf wackeligen Beinen mit fehlendem
Gleichgewicht und verdrehtem Hals nach hinten oben sooo
entspannt nach den Sternen zu schauen.
Hier wurde mir klar, Isa, da kommt einiges auf Dich zu …
Aber Gabi sagte uns immer wieder, was vor allem wichtig
ist => „das innere Lächeln“ und „immer die Schultern
unten halten“.
Bis zum Mittag folgten dann noch die stillen Übungen.
Danke an Madeleine, die auch für mich das Sitzkissen
mitgenommen hat, denn dadurch habe ich es bei diesem
Seminar zum ersten Mal geschafft nicht zu liegen,
sondern doch eine für mich unendlich lange Zeit still zu
sitzen und sogar dabei zu entspannen, ohne dass mit
alles weh tut.
Diese stille Übung war „Öffnen und schließen“. Wir
gingen in 6 Abschnitten durch unseren Körper, angeführt
von Gabi „Beim Einatmen – Stille und beim Ausatmen –
Entspannung. Irgendwas war dann noch mit einer
Atempause, wo wir selbst ein Wort dafür finden sollten,
aber das und so vieles andere muß ich mir nochmals
erklären lassen.
Ein weiterer Teil waren auch die Massage- und
Abklopfübungen und auch z.B. das Gesicht und die Ohren
reiben, den Kopf abklopfen und was stellt man sich vor
bei „die Finger erklimmen den Berg“ ….
Danach starteten wir um 13.00 Uhr in die Mittagspause
und stürzten uns hungrig auf den Riesentopf Gemüsesuppe,
die Namen der beiden Suppenköchinnen weiß ich leider
nicht, aber vielen herzlichen Dank, es hat prima
geschmeckt. Wir gaben gerne einen Beitrag in das
Suppen-Schweinchen. Schnell noch alle zusammen aufräumen
und Geschirr waschen und um 14.00 Uhr ging es weiter.
Wieder die Vorbereitungsübungen, dann Wiederholung der
ersten beiden Übungen und dann kamen die nächsten beiden
Übungen. Beim „Das Qi folgt dem Regenbogen“, das ich ja
schon kannte, wurde mir dann aber klar, dass ich diese
Übung nicht soooo tief nach unten ausgeführt in
Erinnerung hatte, aber es klappte ganz gut. „Das Boot
gegen die Strömung schieben“ ging in doppelter
Schulterbreite ziemlich in die Beinmuskulatur.
Nach
den Stillen Übungen und den Massage- und Abklopfübungen
war um 16.00 Uhr das Seminar eigentlich für diesen Tag
zu Ende. Aber Gabi bot uns an, dass sie sich mit allen,
die Interesse haben, gleich in dem kleinen Dojo noch zu
einer Gesprächsrunde zu treffen. Das Angebot nahmen wir
dankbar an uns so saßen wir nochmals zusammen ca. 2 ½
Stunden bei angeregten Gesprächen mit Tee/Kaffee und den
leckeren gebackenen Kuchen von einigen Teilnehmerinnen.
Und dann war der Tag noch lange nicht zu Ende. Gabi und
Monika gingen dann noch mit uns „Auswärtigen“ (Irina,
Ute und Anja aus Königsbrück sowie Madeleine und mir)
zum Chinesen, wo wir uns mit den angebotenen Speisen
stärkten sowie mit (für viele ziemlich unvorstellbar) 3
großen Flaschen „Stillem Mineralwasser“.
Zurück im Dojo saßen wir 5 Auswärtige dann noch bis
Mitternacht im Aufenthaltsraum bei einem Gläschen
„Roten“ und weiteren Gesprächen, bis wir uns dann
endlich nach einem so langen Tag in unsere „Feldlager“
in dem Dojo kuschelten und hundemüde „wie ein junger
Bär“ schliefen. Der 1. Tag des Seminars ist zu Ende.
Nach einer doch erholsamen und einigermaßen bequemen
Nachtruhe ging es am zweiten Tag um 08.00 Uhr schon für
uns los, zuerst mal „Miauuuuu“ => Leckerlis für Frodo.
Dann konnten wir auch gemütlich zusammen frühstücken
(Dank Irina mit frischen Brötchen, sie war zur Bäckerei
gefahren).
Die ganzen Sachen, insbesondere das Feldlager schon mal
einpacken. Nach einer erfrischenden Dusche und/oder
„Katzenwäsche" kamen dann auch schon die Anderen und um
10.00 Uhr ging es gleich weiter.
Wieder die Vorbereitungsübungen, Wiederholung der ersten
vier Übungen und Lernen und Üben der letzten beiden
Übungen „Der große Drache taucht ins Meer“ und
„Universum im Inneren bewegen“. Bei dem Drachen in
doppelter Schulterbreite stieß ich an die Grenzen meiner
Beweglichkeit, als es dann so ganz nach unten ging. Ich
schaute zu Gabi und zu Madeleine und fragte mich so, ob
die Beiden vielleicht heimlich in einem chinesischen
Gummi-Zirkus irgendwo auftreten? Naja, ich machte mir
weiter keine Sorgen, denn immerhin bin ich mit meinen „Ü
50“ zwar nicht mehr die Jüngste, aber doch noch ganz gut
erhalten. Und die letzte Übung, als sich dann das
Tigermaul an meinen Ohr vorbei nach oben bewegte,
erinnerte mich das an ähnliche Übungen, ich schon mal
gelernt „Reisschale/Wasserschale drehen und (weiß nicht
wie es genau heißt) die Flügel schwingen usw.
Hier wird klar, dass die ganzen einzelnen Übungen, die
man irgendwann als Anfänger gelernt hat, dann sehr
hilfreich sind, um an so einem Seminar teilnehmen zu
können. Denn ohne diese „Vorkenntnisse“, wo die
einzelnen Fähigkeiten geschult werden (Aufmerksamkeit,
Koordinationsfähigkeit, Merkfähigkeit, Lernfähigkeit,
Beweglichkeit, Geduld, Ausdauer, Teamfähigkeit und vor
allem auch Durchhaltevermögen) wäre mir wahrscheinlich
dieses Seminar sehr schwer gefallen.
Im Allgemeinen und Besonderen bin ich froh bei der
Erkenntnis, dass mir doch die über 1 ½ Jahre sehr viel
gebracht haben, die ich fast regelmäßig Taiji und Qigong
bei Madeleine übte und sehr viel bei ihr gelernt habe
und auch öfters zu Hause einige Übungen mache und
Madeleine mich immer mehr daran gewöhnt, unter anderen
hat sie mich inzwischen ziemlich „wettertauglich“
gemacht.
Nach diesem Seminar jetzt ist für mich „ein Knoten
aufgegangen“. Ich fühle mich nicht mehr als totale
Anfängerin, sondern jetzt eher als fortgeschrittene
Anfängerin. Ich bin doch viel beweglicher geworden und
fühle mich einfach besser. Wichtig erscheint mir aber,
dass man regelmäßig übt, d.h. in den Alltag eingliedert,
auch regelmäßig ins Training geht (auch zu einem
angebotenen Zusatz-Sonntagstraining und Teilnahme an
Seminaren und Trainingslagern. Ein gelegentliches
Training ab und zu mal hin und wieder bringt eigentlich
nichts, dann sind es nur leere Gymnastikübungen, so als
wenn man mal einen Kurs macht in Funktionsgymnastik oder
VHS-Kurs im Nordic-Walking. Was ich eigentlich damit
sagen wollte ist, man muß Taiji/Qigong leben, damit
leben und nicht nur machen.
Nach dem Erlernen der letzten Übung und meinen
Ausschweifungen kamen wieder die Stillen Übungen.
Diesmal war es „Sammeln und zerstreuen“.
Wir gingen wieder in 6 Abschnitten durch unseren Körper,
angeführt von Gabi „Beim Einatmen – Stille und beim
Ausatmen – Entspannung. Diesmal sagte sie die
chinesischen Namen dazu Jing (für Stille) und Song (für
Entspannung.
Noch einige Selbstmassage-Übungen usw. und mit dem
„großen Lachen“ ging um 13.00 Uhr das Seminar leider
schon wieder zu Ende.
Zusammen aufräumen, wischen und putzen. Wir stärkten uns
nochmals mit einemgroßen Teller der leckeren Gemüsesuppe
und um ca. 14.30 Uhr traten wir dann nach herzlicher
Verabschiedung wieder die Heimreise an.
Auch diesmal bin ich wieder nach Hause zurückgefahren
mit Bergen von Eindrücken und Emotionen und dem Wunsch
„ich komme wieder“ und der Frage von Madeleine „Wenn ich
jetzt Deine Gedanken lesen könnte…..“!! (P.S. Wenn sie
meinen Bericht ließt dann weiß sie ja die tausend
Gedanken, die mir durch den Kopf gegangen waren).
Und vor allem war ich voller Gefühle, die so stark sind,
dass ich sie nur spüren kann, aber es keine Worte dafür
gibt um all dies schriftlich festhalten zu können, es
würde dann wohl ein ganzes Buch werden.
Nach diesem wieder sehr schönen Wochenende konnte ich am
Montag morgen gestärkt voller Kraft meinen Arbeitsalltag
aufnehmen, wenn auch mit ziemlich „Blei in den Knochen“
und doch Muskelkater in den Armen und Beinen von dem
doch noch ungewohnten langen Training (Ein ganzes
Seminar ist eben doch mehr als nur 1 ½ Std. in der
Woche).
Ich freue mich aber dennoch jetzt schon auf die
geplanten weiteren Seminare.
Vielen herzlichen Dank an Gabi Fischer-Lind, Monika Lind
und auch an Heike Mautry und Madeleine sowie den anderen
Teilnehmerinnen für die schönen Stunden in Harmonie und
Frieden...
Multe mulţumesc
Isa Weichbrodt
Kampfkunstzentrum Weil am Rhein
Nei Yang Gong – Seminar
20./21.2.2010 in Bensheim
Zu diesem Nei Yang Gong – Seminar
reisten wir aus Königsbrück zu dritt an, Irina, Ute und
ich. Wir waren sehr froh, dass es auf der langen Fahrt
keine Staus oder andere Probleme gab.
Für uns ist es günstig, schon Freitag Abend anzureisen,
damit man sich von der Fahrt genügend ausruhen und schon
auf die Atmosphäre des Budokan einstellen kann, bevor am
Samstag das Seminar beginnt.
Dieses Mal ging es um die Übungsreihe mit weicher
Atemmethode – Ruan Hu Xi Fa.
Sifu Gabi Fischer-Lind gab uns zunächst einen Überblick
über alle sechs Übungen. Nach den Vorübungen, bei denen
man versucht, sich in den Qi Gong Zustand zu versetzen,
begannen wir mit der ersten Übung: „Hebe das Klare und
senke das Trübe“.
Für mich war das alles noch neu, da ich letztes Jahr
zunächst die Übungsreihe mit der harten Atemmethode
erlernt hatte. Irina und Ute hatten da schon mehr
Erfahrung und konnten ihr Wissen vertiefen. Diese erste
Übung kann den Blutdruck senken, was einige
Teilnehmerinnen auch deutlich zu spüren bekamen. Als
nächstes schloss sich die Übung: „Zurückgelehnt die
Sterne betrachten“ an. Da diese nicht so einfach ist,
übten wir in verschiedenen Gruppen, um jeden
Fortschrittsgrad optimales Üben zu ermöglichen. Für mich
kam es erstmal darauf an, mit den Übungen vertraut zu
werden und mir den Ablauf einzuprägen. Am Ende
wiederholten wir noch mal beide Übungen mit der gesamten
Gruppe.
Nachdem wir uns mittags mit einer leckeren Seminarsuppe
gestärkt hatten, wurde weiter geübt: „Das Qi folgt dem
Regenbogen“ und „Das Boot gegen die Strömung schieben“
waren als nächstes dran. Ich war sehr beeindruckt, wie
tief Sifu Gabi Fischer-Lind bei der zuletzt genannten
Übung stehen kann. Bei täglichem Training kann man eben
eine große Geschmeidigkeit, Lockerheit und Gelenkigkeit
erlangen, Blockaden lösen und den Körper stärken. Aber
nur die bewegten Übungen zu trainieren wäre nur die
Hälfte. Um das Qi zu kultivieren braucht es der
beidseitigen Kultivierung, also nicht nur bewegte
Übungen sondern auch stille Übungen. Auch diese stillen
Übungen wurden während des Seminars geübt.
In einer gemütlichen Runde bei Tee und Kuchen
vermittelte uns Sifu Gabi Fischer-Lind auch theoretische
Kenntnisse zu den Übungen und viele Fragen konnten
geklärt werden.
Am Sonntag erlernten oder vertieften wir noch die
letzten zwei Übungen aus der Übungsreihe: „Der große
Drache taucht ins Meer“ sowie „Das Universum im Inneren
bewegen“ und wiederholten das bereits Erlernte. Wichtig
sind auch immer die Abschlussübungen, um am Ende das Qi
zu sammeln, sonst würde die Energie verloren gehen. Für
die Abschlussübungen sollte man sich auf jeden Fall Zeit
nehmen, da sonst die vorhergehenden Übungen wenig
Wirkung hätten. Nun heißt es, das Erlernte fleißig zu
Hause zu Üben und versuchen das Qi zu kultivieren.
Vielen Dank an Sifu Gabi Fischer-Lind für dieses
lehrreiche Seminar. Anja Wobst
Furyu Königsbrück |