Newsletter

BudoShop-Online

Forum

Budopedia

Impressum

Budo Studien Kreis (BSK)
Alle BSK-Schulen Mitgliedschaft Seminare & Termine Login-Bereich
Budokan Bensheim
Kenpo Karate Taijiquan & Qigong Ninjutsu Kyudo Kinder
-> Kihon -> Taijiquan Grundlagen -> Nei Yang Gong I
Infos - BSK
Seminare & Termine
Newsletter
| 2003
| 2004
| 2005
| 2006
| 2007
| 2008
| 2009
| 2010
| Januar
| Februar
| Goshin 1-3
| Taikyoku nidan
| Nei Yang Gong I
| Kobudo Hanbo
| März
| April
| Mai
| Juni
| Juli
| August
| September
| Oktober
| November
| Dezember
| Sonder-Berichte
Forum
Mitgliedschaft
BSK Schulen
BSK-BudoShop
Login-Bereich
Downloads
Links
Prüfungen im BSK
Gästebuch

Nei Yang Gong I

20.- 21. 2. 2010

 

Von: Isa Weichbrodt, Anja Wobst

 

Ich war mit Madeleine und Renate Mitte Dezember 2009 das 1. Mal in Bensheim auf dem Frauen-Qigong-Seminar und habe dort gesehen, wie die Fortgeschrittenen das Nei Yang Gong übten und wir Anfänger selbst bekamen von Gabi eine Übung davon gezeigt „Das Qi folgt dem Regenbogen“.
Ich war begeistert davon.
Ich freute mich riesig, als uns unsere Übungsleiterin Madeleine vor 3 Wochen fragte, wer mitgeht und ich mich sofort meldete.
Auch diesmal war ich wieder Tage zuvor aufgeregt und gespannt und endlich war es wieder soweit. Ich stand am frühen Samstag morgen in Weil am Rhein mit meinem ganzen Gepäck beladen vor der Haustür und wartete auf Madeleine, ohne sie wäre für mich die Teilnahme an Seminaren nicht möglich, da ich selbst kein Auto habe. Wir fuhren wieder die 270 km vom äußersten Zipfelchen des Südbadener „Dreiländerecks“ D-CH-F in ca. 3 Std. (mit einer Kaffeepause) nach Hessen.
Während ich mich Kilometer für Kilometer innerlich auf dieses Seminar jetzt vorbereitete, schweiften meine Gedanken nochmals ab zu dem letzten Seminar, welches mir persönlich sehr viel gegeben hat, nicht nur wegen dem leckeren Kochkäse und der Avocadocreme, sondern auch vor allem wegen der Herzlichkeit und Harmonie, wie alle miteinander umgingen, so wie ich es auch von meinem Dojo her kenne.
Nicht überall ist dies so. Ich habe leider in anderen Bereichen meines Lebens schon sehr viele negative Erfahrungen machen müssen.
Ich konnte meinen ersten auswärtigen Seminarerfahrungen sammeln, u.a. auch mit dem ganzen Gepäck (Schlafsack, Decke, Kissen, Verpflegung usw. für diese beiden Tage) und Übernachtung in dem Dojo mit dem herzigen Katzen-Kerlchen „Frodo“ und abendlichem Ausflug mit Gabi und den Anderen nach Heppenheim (Meine Nase hat sich noch eine Weile daran erinnert => Schaufensterscheibe, Nase, Maske aus Bali: AUA, das lachende Grinsen der Anderen höre ich immer noch in meinen Ohren).
Ich ließ nun meinen letzten Gedanken „Ich habe schoooon wieder zuviel Gepäck dabei“ los und kam zurück in das „Hier und Jetzt“. Wir waren in Bensheim angekommen.
Wir wurden wieder herzlich von Gabi begrüßt. Schnell umziehen, ab ins Dojo und um 11.00 Uhr ging es dann auch gleich los.
Dieser Teil des Seminares ist die Yin-Übungsreihe mit der weichen Atmung. Der Lehrgang für die Yangreihe ist im September 2010.
Die ganzen Übungen sollen gut sein für die Wirbelsäule und so vieles mehr.
Wir waren insgesamt ca. 15 Teilnehmerinnen, einige kannte ich vom letzten Seminar und ich freute mich auch mal Irina kennenzulernen, ich hatte bisher nur ihre Seminarberichte auf der Homepage gelesen und dass sie 5 Std. von Königsbrück nach Bensheim fahren muß.
Wir starteten dann gleich mit den Vorbereitungsübungen z.B. der Kranichschnabel, Knie kreisen usw. Dann zeigte uns Gabi alle 6 Übungen dieser Yin-Reihe und wir lernten am Vormittag die ersten beiden Übungen. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt es außer diesen bewegten Übungen dann auch noch die stillen Übungen.
Wir bekamen von Gabi später die Unterlagen, so dass wir uns nicht mit dem Merken der Namen abgelenkt waren, sondern uns voll die Übungen konzentrieren konnten.
Zwei Teilnehmerinnen und ich waren noch nie auf einem Nei Yang Gong I – Seminar und wir Anfänger bekamen immer wieder dazwischen separaten Unterricht von Heike Mautry, die es uns auch mit viel Geduld sehr gut erklärte, bevor wir dann wieder in der Gruppe der Fortgeschrittenen mitüben konnten.
Mit der 1. Übung „Hebe das Klare und senke das Trübe“ hatte ich eigentlich keine Probleme, aber bei der 2. Übung „Zurückgelehnt die Sterne betrachten“ fiel es mir wirklich schwer, auf wackeligen Beinen mit fehlendem Gleichgewicht und verdrehtem Hals nach hinten oben sooo entspannt nach den Sternen zu schauen.
Hier wurde mir klar, Isa, da kommt einiges auf Dich zu …
Aber Gabi sagte uns immer wieder, was vor allem wichtig ist => „das innere Lächeln“ und „immer die Schultern unten halten“.
Bis zum Mittag folgten dann noch die stillen Übungen. Danke an Madeleine, die auch für mich das Sitzkissen mitgenommen hat, denn dadurch habe ich es bei diesem Seminar zum ersten Mal geschafft nicht zu liegen, sondern doch eine für mich unendlich lange Zeit still zu sitzen und sogar dabei zu entspannen, ohne dass mit alles weh tut.
Diese stille Übung war „Öffnen und schließen“. Wir gingen in 6 Abschnitten durch unseren Körper, angeführt von Gabi „Beim Einatmen – Stille und beim Ausatmen – Entspannung. Irgendwas war dann noch mit einer Atempause, wo wir selbst ein Wort dafür finden sollten, aber das und so vieles andere muß ich mir nochmals erklären lassen.
Ein weiterer Teil waren auch die Massage- und Abklopfübungen und auch z.B. das Gesicht und die Ohren reiben, den Kopf abklopfen und was stellt man sich vor bei „die Finger erklimmen den Berg“ ….
Danach starteten wir um 13.00 Uhr in die Mittagspause und stürzten uns hungrig auf den Riesentopf Gemüsesuppe, die Namen der beiden Suppenköchinnen weiß ich leider nicht, aber vielen herzlichen Dank, es hat prima geschmeckt. Wir gaben gerne einen Beitrag in das Suppen-Schweinchen. Schnell noch alle zusammen aufräumen und Geschirr waschen und um 14.00 Uhr ging es weiter.
Wieder die Vorbereitungsübungen, dann Wiederholung der ersten beiden Übungen und dann kamen die nächsten beiden Übungen. Beim „Das Qi folgt dem Regenbogen“, das ich ja schon kannte, wurde mir dann aber klar, dass ich diese Übung nicht soooo tief nach unten ausgeführt in Erinnerung hatte, aber es klappte ganz gut. „Das Boot gegen die Strömung schieben“ ging in doppelter Schulterbreite ziemlich in die Beinmuskulatur.
Nach den Stillen Übungen und den Massage- und Abklopfübungen war um 16.00 Uhr das Seminar eigentlich für diesen Tag zu Ende. Aber Gabi bot uns an, dass sie sich mit allen, die Interesse haben, gleich in dem kleinen Dojo noch zu einer Gesprächsrunde zu treffen. Das Angebot nahmen wir dankbar an uns so saßen wir nochmals zusammen ca. 2 ½ Stunden bei angeregten Gesprächen mit Tee/Kaffee und den leckeren gebackenen Kuchen von einigen Teilnehmerinnen.
Und dann war der Tag noch lange nicht zu Ende. Gabi und Monika gingen dann noch mit uns „Auswärtigen“ (Irina, Ute und Anja aus Königsbrück sowie Madeleine und mir) zum Chinesen, wo wir uns mit den angebotenen Speisen stärkten sowie mit (für viele ziemlich unvorstellbar) 3 großen Flaschen „Stillem Mineralwasser“.
Zurück im Dojo saßen wir 5 Auswärtige dann noch bis Mitternacht im Aufenthaltsraum bei einem Gläschen „Roten“ und weiteren Gesprächen, bis wir uns dann endlich nach einem so langen Tag in unsere „Feldlager“ in dem Dojo kuschelten und hundemüde „wie ein junger Bär“ schliefen. Der 1. Tag des Seminars ist zu Ende.
Nach einer doch erholsamen und einigermaßen bequemen Nachtruhe ging es am zweiten Tag um 08.00 Uhr schon für uns los, zuerst mal „Miauuuuu“ => Leckerlis für Frodo. Dann konnten wir auch gemütlich zusammen frühstücken (Dank Irina mit frischen Brötchen, sie war zur Bäckerei gefahren).
Die ganzen Sachen, insbesondere das Feldlager schon mal einpacken. Nach einer erfrischenden Dusche und/oder „Katzenwäsche" kamen dann auch schon die Anderen und um 10.00 Uhr ging es gleich weiter.
Wieder die Vorbereitungsübungen, Wiederholung der ersten vier Übungen und Lernen und Üben der letzten beiden Übungen „Der große Drache taucht ins Meer“ und „Universum im Inneren bewegen“. Bei dem Drachen in doppelter Schulterbreite stieß ich an die Grenzen meiner Beweglichkeit, als es dann so ganz nach unten ging. Ich schaute zu Gabi und zu Madeleine und fragte mich so, ob die Beiden vielleicht heimlich in einem chinesischen Gummi-Zirkus irgendwo auftreten? Naja, ich machte mir weiter keine Sorgen, denn immerhin bin ich mit meinen „Ü 50“ zwar nicht mehr die Jüngste, aber doch noch ganz gut erhalten. Und die letzte Übung, als sich dann das Tigermaul an meinen Ohr vorbei nach oben bewegte, erinnerte mich das an ähnliche Übungen, ich schon mal gelernt „Reisschale/Wasserschale drehen und (weiß nicht wie es genau heißt) die Flügel schwingen usw.
Hier wird klar, dass die ganzen einzelnen Übungen, die man irgendwann als Anfänger gelernt hat, dann sehr hilfreich sind, um an so einem Seminar teilnehmen zu können. Denn ohne diese „Vorkenntnisse“, wo die einzelnen Fähigkeiten geschult werden (Aufmerksamkeit, Koordinationsfähigkeit, Merkfähigkeit, Lernfähigkeit, Beweglichkeit, Geduld, Ausdauer, Teamfähigkeit und vor allem auch Durchhaltevermögen) wäre mir wahrscheinlich dieses Seminar sehr schwer gefallen.

Im Allgemeinen und Besonderen bin ich froh bei der Erkenntnis, dass mir doch die über 1 ½ Jahre sehr viel gebracht haben, die ich fast regelmäßig Taiji und Qigong bei Madeleine übte und sehr viel bei ihr gelernt habe und auch öfters zu Hause einige Übungen mache und Madeleine mich immer mehr daran gewöhnt, unter anderen hat sie mich inzwischen ziemlich „wettertauglich“ gemacht.
Nach diesem Seminar jetzt ist für mich „ein Knoten aufgegangen“. Ich fühle mich nicht mehr als totale Anfängerin, sondern jetzt eher als fortgeschrittene Anfängerin. Ich bin doch viel beweglicher geworden und fühle mich einfach besser. Wichtig erscheint mir aber, dass man regelmäßig übt, d.h. in den Alltag eingliedert, auch regelmäßig ins Training geht (auch zu einem angebotenen Zusatz-Sonntagstraining und Teilnahme an Seminaren und Trainingslagern. Ein gelegentliches Training ab und zu mal hin und wieder bringt eigentlich nichts, dann sind es nur leere Gymnastikübungen, so als wenn man mal einen Kurs macht in Funktionsgymnastik oder VHS-Kurs im Nordic-Walking. Was ich eigentlich damit sagen wollte ist, man muß Taiji/Qigong leben, damit leben und nicht nur machen.
Nach dem Erlernen der letzten Übung und meinen Ausschweifungen kamen wieder die Stillen Übungen. Diesmal war es „Sammeln und zerstreuen“.
Wir gingen wieder in 6 Abschnitten durch unseren Körper, angeführt von Gabi „Beim Einatmen – Stille und beim Ausatmen – Entspannung. Diesmal sagte sie die chinesischen Namen dazu Jing (für Stille) und Song (für Entspannung.
Noch einige Selbstmassage-Übungen usw. und mit dem „großen Lachen“ ging um 13.00 Uhr das Seminar leider schon wieder zu Ende.
Zusammen aufräumen, wischen und putzen. Wir stärkten uns nochmals mit einemgroßen Teller der leckeren Gemüsesuppe und um ca. 14.30 Uhr traten wir dann nach herzlicher Verabschiedung wieder die Heimreise an.
Auch diesmal bin ich wieder nach Hause zurückgefahren mit Bergen von Eindrücken und Emotionen und dem Wunsch „ich komme wieder“ und der Frage von Madeleine „Wenn ich jetzt Deine Gedanken lesen könnte…..“!! (P.S. Wenn sie meinen Bericht ließt dann weiß sie ja die tausend Gedanken, die mir durch den Kopf gegangen waren).
Und vor allem war ich voller Gefühle, die so stark sind, dass ich sie nur spüren kann, aber es keine Worte dafür gibt um all dies schriftlich festhalten zu können, es würde dann wohl ein ganzes Buch werden.
Nach diesem wieder sehr schönen Wochenende konnte ich am Montag morgen gestärkt voller Kraft meinen Arbeitsalltag aufnehmen, wenn auch mit ziemlich „Blei in den Knochen“ und doch Muskelkater in den Armen und Beinen von dem doch noch ungewohnten langen Training (Ein ganzes Seminar ist eben doch mehr als nur 1 ½ Std. in der Woche).
Ich freue mich aber dennoch jetzt schon auf die geplanten weiteren Seminare.

Vielen herzlichen Dank an Gabi Fischer-Lind, Monika Lind und auch an Heike Mautry und Madeleine sowie den anderen Teilnehmerinnen für die schönen Stunden in Harmonie und Frieden...

Multe mulţumesc


Isa Weichbrodt
Kampfkunstzentrum Weil am Rhein

 


Nei Yang Gong – Seminar 20./21.2.2010 in Bensheim

Zu diesem Nei Yang Gong – Seminar reisten wir aus Königsbrück zu dritt an, Irina, Ute und ich. Wir waren sehr froh, dass es auf der langen Fahrt keine Staus oder andere Probleme gab.
Für uns ist es günstig, schon Freitag Abend anzureisen, damit man sich von der Fahrt genügend ausruhen und schon auf die Atmosphäre des Budokan einstellen kann, bevor am Samstag das Seminar beginnt.

Dieses Mal ging es um die Übungsreihe mit weicher Atemmethode – Ruan Hu Xi Fa.
Sifu Gabi Fischer-Lind gab uns zunächst einen Überblick über alle sechs Übungen. Nach den Vorübungen, bei denen man versucht, sich in den Qi Gong Zustand zu versetzen, begannen wir mit der ersten Übung: „Hebe das Klare und senke das Trübe“.
Für mich war das alles noch neu, da ich letztes Jahr zunächst die Übungsreihe mit der harten Atemmethode erlernt hatte. Irina und Ute hatten da schon mehr Erfahrung und konnten ihr Wissen vertiefen. Diese erste Übung kann den Blutdruck senken, was einige Teilnehmerinnen auch deutlich zu spüren bekamen. Als nächstes schloss sich die Übung: „Zurückgelehnt die Sterne betrachten“ an. Da diese nicht so einfach ist, übten wir in verschiedenen Gruppen, um jeden Fortschrittsgrad optimales Üben zu ermöglichen. Für mich kam es erstmal darauf an, mit den Übungen vertraut zu werden und mir den Ablauf einzuprägen. Am Ende wiederholten wir noch mal beide Übungen mit der gesamten Gruppe.
Nachdem wir uns mittags mit einer leckeren Seminarsuppe gestärkt hatten, wurde weiter geübt: „Das Qi folgt dem Regenbogen“ und „Das Boot gegen die Strömung schieben“ waren als nächstes dran. Ich war sehr beeindruckt, wie tief Sifu Gabi Fischer-Lind bei der zuletzt genannten Übung stehen kann. Bei täglichem Training kann man eben eine große Geschmeidigkeit, Lockerheit und Gelenkigkeit erlangen, Blockaden lösen und den Körper stärken. Aber nur die bewegten Übungen zu trainieren wäre nur die Hälfte. Um das Qi zu kultivieren braucht es der beidseitigen Kultivierung, also nicht nur bewegte Übungen sondern auch stille Übungen. Auch diese stillen Übungen wurden während des Seminars geübt.
In einer gemütlichen Runde bei Tee und Kuchen vermittelte uns Sifu Gabi Fischer-Lind auch theoretische Kenntnisse zu den Übungen und viele Fragen konnten geklärt werden.
Am Sonntag erlernten oder vertieften wir noch die letzten zwei Übungen aus der Übungsreihe: „Der große Drache taucht ins Meer“ sowie „Das Universum im Inneren bewegen“ und wiederholten das bereits Erlernte. Wichtig sind auch immer die Abschlussübungen, um am Ende das Qi zu sammeln, sonst würde die Energie verloren gehen. Für die Abschlussübungen sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen, da sonst die vorhergehenden Übungen wenig Wirkung hätten. Nun heißt es, das Erlernte fleißig zu Hause zu Üben und versuchen das Qi zu kultivieren. Vielen Dank an Sifu Gabi Fischer-Lind für dieses lehrreiche Seminar.

Anja Wobst
Furyu Königsbrück

 

© Budo Studien Kreis
Weschnitzstr. 8
64625 Bensheim
 
Telefon +49 (0)6251 2056
info@budostudienkreis.de
 
Powered by Christian Lind & Mathias Aust