Newsletter

BudoShop-Online

Forum

Budopedia

Impressum

Budo Studien Kreis (BSK)
Alle BSK-Schulen Mitgliedschaft Seminare & Termine Login-Bereich
Budokan Bensheim
Kenpo Karate Taijiquan & Qigong Ninjutsu Kyudo Kinder
-> Mitgliedschaft -> Startseite Taichiquan & Qigong -> ... -> Die Tradition des Karate -> LindMoni -> Das Lexikon der Kampfkünste -> Taikyoku nidan
Infos - BSK
Seminare & Termine
Newsletter
| 2003
| 2004
| 2005
| 2006
| 2007
| 2008
| 2009
| 2010
| Januar
| Februar
| Goshin 1-3
| Taikyoku nidan
| Nei Yang Gong I
| Kobudo Hanbo
| März
| April
| Mai
| Juni
| Juli
| August
| September
| Oktober
| November
| Dezember
| Sonder-Berichte
Forum
Mitgliedschaft
BSK Schulen
BSK-BudoShop
Login-Bereich
Downloads
Links
Prüfungen im BSK
Gästebuch

Taikyoku nidan & Kihon ippon kumite

12. - 14. 2. 2010

 

Von: Jacqueline Auen

 

„In einem Bericht sollte man die Gefühle des Schreibers nachvollziehen, das Erlebte in seinen Worten spüren können.“
Diesen Satz habe ich schon oft von meinen Lehrern gehört, denn niemand will einen Bericht lesen, der aus einer rein formalen Auflistung der Dinge besteht, die in einem Seminar oder Trainingslager gemacht wurden.
Dies macht aus dieser einfachen Zusammensetzung von Worten eine Hülle ohne Inhalt, einer Form, der die Tiefe fehlt.
Deshalb ist es gleichermaßen eine Übung einen Bericht über ein Erlebnis zu schreiben, sowie im Dojo zu stehen und zu versuchen, eine Bewegung bis ins kleinste Detail nachzuvollziehen.

Für dieses Seminar legten wir den Hauptschwerpunkt auf die Kata Taikyoku nidan und das Kihon Ippon Kumite.
Beide Formen sind festgelegt und bestehen nur aus Kihon Techniken.
Kihon ist die Basis aller Kampfkünste, ohne deren genaustes Studium man später kaum in der Lage sein wird, schnelle und effiziente Techniken in einem Kampf anwenden zu können und so zu bestehen.
 

                                     Das Studium des Kämpfens ist wie der Bau eines Hauses,
                                     man fängt als Basis mit dem Keller, nicht mit dem Dach an.

                                                                                                                   (Matthias Degen)


Obwohl die Kata wie auch das Kumite einem Anfänger sehr früh beigebracht werden, sind sie auch für alle höher graduierten Budoka sowie Dan – Träger unheimlich wichtig.
Somit begangen wir zuerst mit dem Ablauf der Taikyoku nidan, an der Matthias Degen uns detailliert erklärte auf welche Bewegungsprinzipien es ankam, wie Aufziehbewegung, Hüftbewegung und Sabaki.
Unzählige Male liess er uns verschiedene Techniken wiederholen, sodass wir Zeit hatten die Bewegung zu studieren.
Ich selbst bin die Kata schon viele Male gelaufen, konnte jedoch wieder unzählige Kleinigkeiten feststellen, auf die ich vorher nicht geachtet hatte, Dinge die mir unlogisch vorkamen und einfach nicht funktionieren wollten. Wie zum Beispiel entwickelt man das nötige Kime an den wichtigen Stellen wie den Kiaipunkten?
Matthias Degen erklärte uns, dass hierbei die geistige Haltung eine wichtige Rolle spielt wie stark eine Kata wirkt bzw. wirklich ist. Um innere wie äußere Stärke in den Techniken zu entwickeln, braucht man ein Trefferbewusstsein, sodass man sich im Kihon und in der Kata einen Gegner vorstellt, bei dem man die jeweilige Technik anwendet. Wie ich jedoch bemerkte, half es nicht sich nur auf einen imaginären Gegner zu konzentrieren, denn plötzlich wurden die Techniken ungenau, ich begann zu viel zu „wollen“ und aus einer vermeintlich starken Technik wurde ein schwacher Lufthauch.
Natürlich sollte man sich auf Gegner konzentrieren, doch dabei die genaue Ausführung der Technik nicht missachten.
Dasselbe gilt auch für das Kihon Ippon Kumite, das wir danach übten, indem wir Sequenz für Sequenz durchgingen und uns dabei auf die korrekte Ausführung der Kihon-Techniken konzentrierten.
Wir trainierten mit Partnern unterschiedlichster Graduierungen zusammen, sodass es häufig vorkam, dass ein niedriger Kyu-Grad mit einem Schwarzgurt trainierte.
Für mich als Kyu-Grad mit einem erfahrenen Schwarzgurt zu trainieren ist immer etwas Besonderes.
Die Techniken kommen plötzlich schneller auf mich zu, man spürt die Kraft dahinter und oft bin ich bei den Angriffen kurz zurückgewichen um mir (in Hoffnung) mehr Zeit für die Abwehr zu verschaffen.
Unter anderem diese geistige Schwäche zu bekämpfen ist das Ziel des Übens des Kihon Ippon Kumite und später des Jiyu Ippon Kumite.
Die Tatsache, dass wohl alle Angriffe der höheren Kyu-Grade und Dan-Grade mich im Kampf getroffen hätten, gab mir jedoch keinesfalls das Gefühl von Mutlosigkeit, sondern den Ehrgeiz mich mehr mit den Grundtechniken und dem Kihon Ippon Kumite zu beschäftigen und mich dadurch in meiner Kampfkunst zu verbessern. Verstärkt wurde dieses Gefühl durch das freundschaftliche Band das uns alle miteinander verbindet.

Vertieft während der Übung innerhalb und ausserhalb des Dojos, beim gemeinschaftlichen Putzen oder dem gemütlichen Essen, bringt es uns vorwärts in unserem Leben und in unserer Kampfkunst.
Dieses Seminar hat mir wieder so viele Dinge deutlich gemacht, die ich unmöglich in einem einzigen Bericht erfassen kann.

Ich bedanke mich bei Matthias Degen und allen Beteiligten für dieses detaillierte und ausführlich geführte Seminar, das mich in meinem Verständnis der Grundlagen auf meinem weiteren Weg voranbringen wird.
 

Jacqueline Auen
Budokan Bensheim

 

© Budo Studien Kreis
Weschnitzstr. 8
64625 Bensheim
 
Telefon +49 (0)6251 2056
info@budostudienkreis.de
 
Powered by Christian Lind & Mathias Aust