|
Wer nicht aufs Kleine schaut,
scheitert am Großen.
(Laotse)
Kihon. Warum immer wieder Kihon? Weil es die
Grundlage der Technik im Karate darstellt? Weil es mir
hilft, die Qualität der Bewegungen zu verbessern, die
Grundlagen zu verstehen?
Wir beginnen mit Haltung und Atmung im Stand, entwickeln
davon ausgehend eine entspannte Bewegung, die wir am
Ende in die Spannung führen und wieder entspannen. So
oft schon gehört, selbst unterrichtet und trotzdem immer
wieder neu. Sensei Christian Lind erläutert ausführlich
Bewegungsprinzipien, zeigt vor, korrigiert, es sieht so
einfach aus, es ist so schwer. Ich versuche ein Gefühl
für die Technik zu entwickeln, zu spüren, ob sich etwas
verändert, was sich verändert, scheitere, versuche es
wieder, die Zeit vergeht sehr schnell. Dann mit Partner
und wieder ist alles anders.
Am Abend, nach dem Essen, drehen sich die Gespräche um
die Themen des Seminars. Qigong, Kihon es werden
Analogien betrachtet, Sensei Werner Lind schlägt die
Brücke zu Budo und Persönlichkeit. Die Zeit vergeht
schnell, es werden die Gitarren gestimmt und die
Liederbücher geholt. Wir scheitern an Harmonien und
versuchen es trotzdem wieder erfolgreicher. Ein Blick
zum Nachbarn, ein kaum sichtbares Zunicken, ein kurzes
Lächeln, ein Moment voller Energie. Kleine Gesten, die
so viel Kraft geben können.
Kihon. Kleine Bewegungen, die den Unterschied machen
können.
Sascha Ringel
Dresden
|