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Budo Studien Kreis - Entstehung

Allgemeines über Karate

Erläuterungen von Werner Lind

Untenstehend in der Kurzfassung einige wichtige Erläuterungen über Karate, seine Entwicklung durch die Zeit, seine Veränderung zum Sport und seine weltweite Verbreitung.

Grundlegendes zur Verbreitung des Karate in der Kurzfassung

Karate ist vergleichbar mit einem "großen Topf", in den seit vielen Jahrhunderten die wichtigsten Verfahren eingefügt wurden. Vor der "Japanisierung" des Karate gab es auf Okinawa keine definierten Stile, sondern nur an den jeweiligen Lehrer gebundene Konzepte. Man "lernte nicht einen Stil", sondern man "lernte von einem Lehrer". Nachdem jemand selbst Meister geworden war, orientierte er sich am "großen Topf" und entnahm diesem jene Verfahren, mit denen er seine eigene Lehre erneut zusammenstellte. Und wieder lehrte er als eigenständiger Lehrer nur seine eigene Methode...
Dadurch konnte das okinawanische Karate sowohl als persönliche Interpretation der Meister existieren, wie auch als Gesamtkonzept über die Jahrhunderte überleben. Ähnlich wie z.B. in der Musik, war Karate immer ein Gesamtkonzept, auf das alle zurückgreifen konnten und dennoch jeder seine persönliche Interpretation fand. Meister Funakoshi sagte immer wieder "es gibt nur EIN Karate" und meinte damit, dass sich letztendlich niemand einer einzigen Ideologie unterordnen sollte, sondern zuerst von einem Meister lernen und danach das "große Karate" studieren sollte - nur auf diese Weise findet er seinen eigenen Weg.

Japan
Nachdem Karate nach Japan gekommen war, wurde es systematisch vermarktet und weltweit als Sport verbreitet. Hierfür waren nur teilweise die entsprechenden Organisationen verantwortlich, sondern vielmehr die japanische Regierung, die in den alten Samurai-Künsten einen politischen Werbeträger sah. Um die Budo-Künste für die Massen zugänglich zu machen, mussten ihre Formen wichtiger werden als die traditionell sehr persönliche Sinn- und Inhaltssuche unter der Anleitung eines Meisters. Aus den alten Lehren über Budo entstand auf diese Weise ein oberflächlicher Wettkampfsport, der von Funktionären organisiert wurde und die Meister unterordnete. Man benannte die neuen veränderten Systeme als "Do" (Ju-Do, Aiki-Do, Ken-Do, Karate-Do, u.s.w), und diese Überbegriffe unterteilten sich erneut in miteinander konkurrierende Stile, die den Gesetzen des Marktes unterlagen. Die Lehrer mussten sich erstmals einer supremen Instanz (Butokukai, später Budokan) unterordnen, die allein "offizielle" Lehrerlizenzen vergeben durfte. Meister, die sich nicht einordneten, erhielten keine Lizenzen zum Unterricht und standen somit abseits einer sich weltweit ausbreitenden Strömung, in der die alten Künste als oberflächliche Formen ohne Inhalt verbreitet wurden. Doch die meisten traditionellen Lehrer spielten dieses Spiel nicht mit und ließen eher ihre Lehre sterben, als die Verantwortung dafür den japanischen Beamten zu übertragen.
Ungeachtet der Bezeichnung "Do" gab und gibt es in all den japanischen Sport-Systemen keine echte Weglehre (Do). Jene Inhalte, die Karate als "Weg zur Persönlichkeit", zur "Erhaltung der Gesundheit", zur "Entschlüsselung des Bunkai", u.s.w. betreffen, wurden aus den alten Lehrpraktiken der okinawanischen Meister übernommen, doch in den aktuellen japanischen Systemen nur als Form-Lehre weitergegeben. Sie existieren als potentielle Möglichkeit hinter den Formen, doch es gibt (vor allem in Japan) kaum Lehrer, die diese Hintergründe verstehen und unterrichten.

Okinawa
Viele Jahrhunderte lang wurde auf Okinawa das traditionelle Prinzip beachtet, in dem die Lehre des Karate vom Meister auf den Schüler übertragen wurde (Isshin denshin) und dieser nach seiner Meisterbestätigung (Menkyo kaiden) die Freiheit hatte, sich am "großen Topf" zu orientieren. Doch nicht lange nach dem Beginn der Meiji-Ära wurde das japanische Sportkarate als Karate-do nach Okinawa zurück importiert und zwang die okinawanischen Lehrer, der politischen Ideologie aus Japan zu entsprechen. Schnell wurde den Großmeistern aus Okinawa klar, dass das neue Konzept eine aufgeblasene Hülle ohne Inhalt war. Doch die Macht lag bei den großen japanischen Organisationen (erst Butokukai, dann Budokan), die selbst die okinawanischen Großmeister zwangen, sich um Unterrichtslizenzen für ihr eigenes Karate zu bemühen. Für das okinawanische Karate gab es keine andere Möglichkeit des Überlebens als die Anpassung an die japanische Politik. Wollte es nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken, musste es Zugeständnisse an die vorgegebenen japanischen Standards machen.

Amerika
Okinawa war zu jener Zeit ein militärischer Stützpunkt der USA, und so mancher amerikanische Soldat ging bei okinawanischen Meistern in die Lehre. Für eine hohe Dan-Graduierung in kürzester Zeit versprach er seinem okinawanischen Lehrer ein Einreise-Visum in die USA und die dortige Verbreitung seines Stils. So wurden den Amerikanern oft im Schnellverfahren hohe Dan-Graduierungen verliehen, mithilfe derer danach in den USA okinawanisches Karate gelehrt und in eigenständig gegründeten Organisationen verbreitet wurde. Man berief sich dabei immer auf den Großmeister aus Okinawa, doch die Amerikanisierung des Karate nahm seinen Lauf. In Amerika findet man heute in der Mehrzahl okinawanische Karate-Systeme mit überduchschnittlich hoch graduierten amerikanischen Stilvorständen, die unter Berufung auf Okinawa und die philosophischen Werte des Karate im Grunde nur Sport oder Effekte verkaufen.

Europa und Deutschland
In Europa begann die Geschichte des Karate erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Zum okinawanischem Karate gab es im Grunde keine Verbindung - dass Karate aus Okinawa stammt, wurde in Deutschland maßgeblich durch die frühen Veröffentlichungen des BSK bekannt. Davor gab es in Deutschland keine allgemein zugänglichen Publikationen, in denen darauf hingewiesen wurde, dass außer dem JKA-Karate noch weitere und vor allem okinawanische Karate-Konzepte existieren. Die 50er, 60er und 70er Jahre standen ausschließlich im Einfluss der japanischen JKA, die den europäischen Karate-Markt vollständig kontrollierte. Noch heute gibt es in Europa die Nachwehen dieser einseitigen Karate-Politik (in Deutschland mehr als in jedem anderen europäischen Land).
Als in den 50er und 60er Jahren die ersten JKA-Instruktoren nach Europa kamen, bestachen sie mit einer außergewöhnlichen Bewegungsperfektion und begeisterten hierzulande jeden Karate-Interessenten - auch mich. Doch zu jener Zeit wussten wir alle nicht, dass diese Instruktoren reine Sportler (und keine Karate-Meister) waren und keineswegs Karate, sondern nur den formellen Aspekt des JKA-Karate unterrichteten. Wir alle verausgabten uns, ihnen nachzuahmen und einen ähnlichen Stand an Bewegungsperfektion zu erreichen, wie er uns von den JKA-Vorbildern vorgeführt wurde.
Entsprechend dieser Vorgabe entstanden in den 60er Jahren in ganz Europa Verbände und Organisationen, die JKA-Karate als sportlichen Wettkampf organisierten. Wenig später wurde Goju ryu, Shito ryu, Wado ryu und Kyokushinkai nach demselben Muster eingeführt. Okinawanisches Karate war völlig unbekannt, und die Versuche mancher, es nach Europa zu bringen, wurden von den wettkampforientierten Organisationen kurzerhand unterbunden. Die Wettkampf-Organisationen versuchten ihre Eigenständigkeit und Identität zu wahren, indem sie klassische Einflüsse aus Okinawa ausschlossen. Kein okinawanischer Stil hatte bis weit in die 80er Jahre hinein in den deutschen Sportorganisationen eine Chance.
Durch die Gründung des DKV wurden verschiedene sportliche Interessengemeinschaften (hauptsächlich DKU und DKB, später auch noch andere) zusammengeschlossen, um den Ansprüchen des Deutschen Sport Bundes (DSB) zu genügen, der (aus seiner Sicht berechtigterweise) nur EINE Sportorganisation des Karate als Wettbewerbsrepräsentanten für Deutschland akzeptierte. Hinzu kam, dass die weltpolitisch zerissene Szene, die aus kommerziellen Gründen auch und vor allem im Sportkarate existiert, in Deutschland eine große Vielzahl von Zusammenschlüssen bewirkte, die sich nicht im DKV einordneten und sich international jeweils in verschiedenen Verbänden einbanden.
Diese Situation führte dazu, dass es heute in Deutschland mehr als 40 Karate-Organisationen gibt, die sich außerhalb des DKV selbstständig organisieren. Die meisten von ihnen sind Wettkampforganisationen, die sich eigenständig an verschiedene Weltorganisationen angeschlossen haben. Die weltweit wichtigsten Organisationen für Sportkarate sind die WKF (ehemals WUKO) und die ITKF (ehemals IAKF). Daneben gibt es noch unzählige andere mit ähnlichem Inhalt (z.B SKI), aber mit weniger Bedeutung.
Karate in Deutschland etablierte sich überwiegend in den Verbänden DKV, DJKB, SKID, u.v.a. Dort wird jedoch überwiegend Karate als Wettkampf unterrichtet, für die klassischen Interpretationen fehlen qualifizierte Lehrer.
In Deutschland wurde Karate als JKA-Konzept zuerst von Jürgen Seydel eingeführt und anschließend hauptsächlich von Albrecht Pflüger verbreitet. Dieser veröffentlichte mehrere Bücher, die europaweit bekannt wurden und unzählige Schüler zum Karate brachten. Ausgehend von einer kleinen Sektion im DJB organisierte sich das Karate anschließend in mehreren eigenen Verbänden (DKB und DKU), die heute im Deutschen Karate Verband (DKV) zusammengeschlossen sind. Das Wettkampf-Karate verbreitete sich in den folgenden Jahren auch unter der Schirmherrschaft mehrerer weiterer Organisationen, die sich z.T. vom DKV abspalteten (z.B. DJKB), in einigen Fällen aber auch neu organisierten (z.B. SKI). Später kamen klassische Richtungen hinzu (z.B.
BSK oder OSSKD), deren Lehrer das Karate in seiner traditionellen Methode unterrichteten.
 

WICHIGE KARATE-ORGANISATIONEN IN DEUTSCHLAND

Abkürzung

Bezeichnung

Hauptlehrer/Vorstand

Bestimmung

 BAE  Budo Akademie Europa  Horst Weiland  Wettkampf-Karate
 BSK  Budo Studien Kreis  Werner Lind  Klassik-Karate
 DAKO / IMAF  Deutsch-Asiatische Kampfkunst Organisation  Hans D. Rauscher  Wettkampf-Karate
 DJKB  Deutscher JKA Karate Bund  Hideo Ochi  Wettkampf-Karate
 DKV  Deutscher Karate Verband  Roland Hantzsche (DKV)  Wettkampf-Karate
 DTKV  Deutscher Traditioneller Karate Verband  Manfred Schmoigl  Wettkampf-Karate
 GKBA  German Kun-Tai-Ko Budo Association  Norbert Punzet  Wettkampf-Karate
 IGKR  International Gojuryu Karatedo Renmei   Tokio Funasako  Wettkampf-Karate
 IKKA  International Kenpo Karate Association  Christian Springer  Wettkampf-Karate
 JKF  JKF Gojukai Deutschland  Stanko Kumer (DKV)  Wettkampf-Karate
 KBK  Kyokushin Budo Kai   Dieter Eisheuer (DKV)  Wettkampf-Karate
 KIAB  Kun-Tai-Ko International Association of Budo  Alfred Kleinschwärzer  Wettkampf-Karate
 OSSKD  Okinawa Shorin ryu Shidokan Karate do  Joachim Laupp  Klassik-Karate
 SKD  Shotokai Karate Deutschland  Peter Kalinowski  Wettkampf-Karate
 SKID  Shotokan Karate International Deutschland  Akio Nagai  Wettkampf-Karate
 SKVD  Shotokan Karate Verband Deutschland  Dieter Flindt  Wettkampf-Karate
 SSUD  Shorinryu Seibukan Union Deutschland  Jamal Measara (DKV)  Wettkampf-Karate
 VAG  Verband asiatischer Kampfkünste  Wolfgang Wimmer  Wettkampf-Karate
 WAKO  World Association of Kickboxing Organisations  Peter Zaar  Wettkampf-Karate
 WKD  Wado Kai Deutschland  Teruo Kono (DKV)  Wettkampf-Karate
 WKA  World Kickboxing Association  Paul Ingram  Wettkampf-Karate
 YGD  Yuishinkan Gojuryu Deutschland  Fritz Nöpel (DKV)  Wettkampf-Karate

Die geschichtliche Entstehung der Kata

Kata heißt "Form" und bezeichnet heute den Ablauf eines überlieferten Technik-Systems von Angriffs- und Verteidigungs-Methoden aus den alten Kampfkünsten. Vergleichbar aber ist die Kata mit dem Raster eines unausgefüllten Kreuzworträtsels. Mit dem Raster kann man heute Kata-Meisterschaften gewinnen, aber der eigentliche Sinn der Kata liegt viel tiefer: im Auflösen des gesamten Rätsels.
Im geschichtlichen Verlauf der Kampfkünste gab es nie eine definierte Absicht, "eine Kata zu gründen". Die alten Meister der vergangenen Jahrhunderte hatten persönliche Kampfverfahren entwickelt, durch die sie hofften, die Angriffe ihrer Feinde zu überleben. In ewiger Angst, ihre Feinde könnten diese Verfahren entdecken, studieren und sich darauf einstellen, hüteten sie ihre Kampfmethoden als lebenserhaltendes Geheimnis und gaben sie nur an ihre engsten Vertrauten weiter. Viele Meister der alten Zeit verschlüsselten ihre Kampfmethoden in schwer deutbaren Bewegungen, deren Entschüsselung nur sie selbst kannten und die sie nur ganz wenigen Schülern erläuterten. Die Übersetzung dieser Bewegungen ist heute sehr schwierig und kann nur durch ein umfangreiches Studium der gesamtasiatischen Philosophien, der Kampfkunstgeschichte und der Medizin nachvollzogen werden.
Der Schüler lernte von seinem Meister EIN Verfahren, mit dem er seine Feinde besiegen konnte. Wenn dieses Verfahren gut war, überlebte er, war es weniger gut, verlor er sein Leben, und das Kampfprinzip ging mit ihm unter. Wenn er aber überlebte, fügte er vielleicht ein zweites eigenes Verfahren hinzu, das er an seinen Schüler weitergab und das demselben Prinzip des Überlebens Folge tragen musste.
So entwickelte sich das, was wir heute "Kata" nennen, als Überlebensgarantie durch die Jahrhunderte. Nie war jemand an der technischen Form (mit der man heute Wettkämpfe gewinnt) interessiert - zum Überleben brauchte man die Inhalte. Diese aber sind nur sehr schwer zu übersetzen, und es gibt weltweit nur wenige Lehrer, die dazu in der Lage sind.

Einführung und Entwicklung der Kata auf Okinawa

Die okinawanische Entwicklung des Karate dauerte viele Jahrhundete und ist definitiv eine Kombination aus dem einheimischen Te (Tode) mit dem chinesischen Quanfa. Es gibt keine einzige klassische Karate aus Okinawa, die ihren Ursprung nicht im chinesischen Quanfa sucht. Will man ihre Inhalte und ihre Bedeutung nachvollziehen, kommt man an ihrem chinesischen Ursprungsstil nicht vorbei.

Was ist Kumite?

Kumite steht für die Kampfübungen im Karate und und ist als Übungsform eher ein Produkt der Neuzeit. Das Karatetraining auf Okinawa bestand im wesentlichen aus dem Üben der Kata und dem Schleifen der Technik am Makiwara. Wenn man Karate im Kampf anwandte, ging es entweder um die Verteidigung des Lebens oder um eine Herausforderung - und das obwohl auf Okinawa Wettkämpfe im okinawanischen Ringen durchaus verbreitet waren. Später ließen die Lehrer ihre Schüler auch Techniken aus der Kata mit einem Partner üben, doch erst nach der Einführung des Karate in Japan begannen sich die heute bekannten formalen Systeme des Kämpfens zu entwickeln. Durch die Formalisierung entstand die Tendenz, sie als eigenständige Systeme zu üben und entsprechend den Wettkampfprinzipien zu verändern. Sinn und Inhalt jeder Kampfübung kann jedoch immer nur die Umsetzung und Erprobung der in der Kata enthaltenen Konzepte sein, die von einfachem Schlagen und Treten bis zum Kämpfen mit Vitalpunktsystemen alles umfassen müssen. So können sie dem Schüler die kämpferischen Konzepte seines Stils entschlüsseln.

Was versteht man unter einem Stil?

In sich geschlossene und nach außen hin abgegrenzte okinawanische Karatestile gibt es ebenfalls erst seit neuerer Zeit. Davor wurde das Konzept eines Meisters entweder nach seinem Namen oder dem Ort, in dem lebte, benannt. Wenn er Schüler annahm und sie zur Meisterschaft führte, waren diese nicht dazu verpflichtet, nur das Karate-Konzept ihres Lehrers weiter zu tragen, sondern orientierten sich ebenfalls am gesamten okinawanischen Karate und chinesischen Quanfa. Sie stellten ihr eigenes Konzept entsprechend ihren Bedürfnissen zusammen und lehrten ihre persönliche Methode. Erneut wurde diese Methode nach dem benannt, der sie lehrte . Der "Stil" war nicht wichtig, sondern nur der Meister, der ein Konzept lehrte.
Nur auf diese Weise konnte sich Karate als Ganzes entwickeln und sich in verschiedenen Konzepten gegenseitig ergänzen. Als Meister Funakoshi nach Japan kam und dort die Tendenzen der Stilgründungen entstanden, wehrte er sich vehement dagegen, seinen eigenen Stil zu gründen: "Es gibt nur ein Karate", sagte er immer wieder, doch er konnte die Entwicklung nicht aufhalten.
Als Karate in die Mühlen der Politik geriet und sich in der japanischen Wettbewerbsgesellschaft behaupten musste, war das alte Prinzip des "es gibt nur ein Karate" vergessen. Die Lehrer versuchten ihre Schüler zu binden, indem sie ihre Lehre in einem in sich geschlossenen Stil verpackten und diesen gegenüber dem Stil eines anderen Lehrers abgrenzten. Es entstand Konkurrenz zwischen den Stilen, und ein gegenseitiger Austausch war kaum noch möglich. Die Lehren der Meister erhielten Namen und verbreiteten sich eigenständig stellvertretend für das Karate insgesamt.

Was ist SKK (Shotokan Kempo Karate)

Shotokan Kempo Karate (SKK) ist Karate aus dem "großen Topf". ....

Warum unterrichten die BSK-Lehrer zunehmend weniger in deutschen Budo-Föderationen?

Die meisten Fremd-Organisationen und die ihnen zugehörigen Vereine und Schulen, die der BSK in Europa kennt, unterrichten ohne Dojokun und ohne Dojo-Etikette. Dazu kommt, dass in der Regel alle Voraussetzungen über Bunkai, Kakie, Tuite, Kyusho, Renzoku, u.s.w. - kurzum fast ALLE Voraussetzungen zum Verständnis des klassischen Karate fehlen. Angefordert werden die BSK-Lehrer immer wieder, um klassisches Karate auf hohem Niveau zu unterrichten. Erwartet wird von ihnen jedoch, dass sie bestehende naive Vorstellungen davon bestätigen. Es gibt immer weniger BSK-Sensei, die dazu bereit sind - auf solchen Seminaren pflegt man sie herbeizupfeifen, wenn ein Teilnehmer eine Erklärung wünscht, die Teilnehmer verlassen unabgemeldet das Training, um Wasser zu trinken oder um zu telefonieren, oder sie unterhalten sich über die Gestaltung des anstehenden Abends. Die BSK-Sensei lehnen es zunehmend ab, unter diesen Bedingungen zu unterrichten.
Das Karate der sportorientierten Föderationen hat sich einer Mentalität angepasst, in der ihre "Klassik-Experten" nicht unter einem Sensei, sondern an Wochenendlehrgängen ausbildet werden. Diese Referenten des traditionellen Karate unterrichten dann etwas, was "Hauptsache kein Wettkampfsport" ist. Zumeist ist es aber doch Wettkampfkarate - Wettkampfkarate mit reduzierter Intensität. Was hier unterrichtet wird, ist Sportkarate für alte Herren - das hat mit traditionellem Karate, wie ich es kenne, nichts zu tun.
Die BSK-Sensei sind nach wie vor gerne bereit, traditionelles Karate zu unterrichten - doch nur dort, wo grundsätzliche Bedingungen beachtet werden. Aus diesem Grund werden immer weniger BSK-Seminare in den Dojo der Sport-Föderationen und dafür immer mehr BSK-Seminare im Budokan Bensheim abgehalten.

Text: Werner Lind
Copyright © by Budo Studien Kreis - alle Rechte vorbehalten


Idee, Gründung und Konzept des BSK

Erläuterungen von Werner Lind

Untestehend einige Erläuterungen über die Gründung des BSK, seine Inhalte und seine Ziele. Durch die Jahre hat sich im Budo Studien Kreis vieles gatan - seine Ziele haben sich verändert, doch seine Inhalte blieben nach wie vor seinen ursprünglichen Idealen treu.

Die primäre Idee zum Budo Studien Kreis

Eine primäre Idee zum Budo Studien Kreis gab es eigentlich nicht. Der BSK entstand erst später aus meiner anfänglichen Initiative, die besten meiner Schüler in einem engeren Kreis zu versammeln und in einer eigenen Gruppe im Budokan zu unterrichten. Die Mitglieder dieses kleinen Kreises begannen, zuerst Karate, danach auch Kobudo, Bujutsu und Quanfa bis an seine Ursprünge zu erforschen und die Ergebnisse dieser Forschungen zu archivieren. In Deutschland fanden wir zu jener Zeit keinerlei Quellenmaterial, das über den Wettkampfsport Karate hinausging. Deshalb erweiterten wir unsere Forschungen und konzentrierten uns vor allem auf Okinawa, Japan, China, Südost-Asien und Amerika. Wir erforschten die gesamte verfügbare Budo-Literatur, alte Dokumente und Überlieferungen, sammelten weltweit Zeitungsartikel, stöberten in Archiven, zeichneten uralte Fotos von Karate-Meistern nach und übersetzten unzählige Bücher und Berichte. Wir knüpften weltweite Kontakte zu Budo-Forschern, zu Budo-Meistern, zu etablierten Kampfkunstlehrern u.s.w... Alles Wissenwerte über die Kampfkünste sammelten und bearbeiteten wir letztendlich in einem internen Budo-Archiv, das wir damals "Enzyklopädie der Kampfkünste" nannten.
Ich weiß noch, dass wir zu jener Zeit die ganze Welt systematisch aufgeteilt und die jeweiligen Sektoren einzelnen Mitgliedern aus unserem Kreis zugewiesen hatten. Es gab für alle Weltabschnitte Übersetzer aus fremden Sprachen, Zeichner alter Meisterköpfe, Forscher verschiedener Kampfkunstkonzepte, Kontaktpfleger zu maßgeblichen Budo-Persönlichkeiten, Praktiker (zum Nachvollziehen der Techniken in der Übung), und alle gesammelten Erfahrungen wurden mit Zentrum Werner Lind ausgearbeitet und in Konzepte gekleidet. Wir konzentrierten uns damals in der Hauptsache auf drei Themen: 1. Geschichte und Tradition des Budo; 2. Philosophie und Weglehre des Budo und 3. Technik-Systeme des Budo.
Die Gründung einer traditionellen Budo-Organisation war zu jenem Zeitpunkt kein Thema - wir arbeiteten Tag und Nacht an der Entschlüsselung des Budo, wollten unsere Erkenntisse aber nur intern nutzen, denn unsere größte Herausforderung bestand in der eigenen Erforschung des Budo und nicht in einer Präsentation nach außen. Die Karate-Szene in Deutschland war dabei im Grunde von untergeordneter Bedeutung, da sie nahezu kein Material für uns bot. Doch gerade deswegen überlegten wir uns schließlich, einen Teil unserer Forschungsergebnisse zu veröffentlichen.
Es begann damit, dass wir 1991 das kleine Buch "Die Tradition des Karate" im Kristkeitz-Verlag veröffentlichten - ein heute längst überholtes Buch, aber damals für den deutschen Karatemarkt ein absolutes Novum. Zum ersten Mal wurde in einem deutschen Buch OKINAWA als Ursprungsland des Karate erwähnt und darauf hingewiesen, dass japanisches Karate nur eine moderne Interpretation des Karate aus Okinawa ist. Das kleine Büchlein löste in Deutschland eine Welle des Interesses aus, denn fast alle dachten bis dahin, Masatoshi Nakayama hätte das Karate initiiert und weltweit verbreitet. Obwohl dieses keine Buch mit vielen Fehlern behaftet war, bereitete es doch vielen deutschen Anhängern des Karate Identitätsprobleme, denn es beschrieb einige Alternativen zur Karate-Politik der deutschen Verbände, die bislang nur JKA-Karate propagiert hatten.
Wir wurden mit einer Unmenge von Fragen überhäuft wie: Welches ist der vielbeschriebene Wert (Do) des Karate, was ist Bunkai, was ist Kumite, was ist Kihon? Wie hängt das alles miteinander zusammen? Wir hatten hierauf Antworten gefunden, doch es fiel uns nicht leicht, sie zu erläutern. Uns war klar, dass zu ihrem Verständnis eine völlige Hingabe und ein intensives Studium der Kampfkunstinhalte gehört - ähnlich, wie wir es im BSK seit Jahren praktizierten.

Gründung des Budo Studien Kreises

Anfang 1990 waren viele unserer Forschungsergebnisse so weit gediehen, dass wir sie in Schriften zusammenfassten, und mir lag insbesondere ein Buch über die geistige Inhalte der Kampfkünste am Herzen("Budo - der geistige Weg der Kampfkünste"), denn es war mir klar geworden, dass man in Deutschland offensichtlich leichter aus einem Buch lernt als von einem Lehrer. So standen wir vor der Notwendigkeit, unserer Gruppe einen Namen zu geben - der Budo Studien Kreis war geboren. Zuerst waren es nur meine inzwischen zum Schwarzgurt graduierten Schüler, doch nachdem wir mit den ersten Publikationen an die Öffentlichkeit getreten waren, baten immer mehr interessierte Leute um Mitgliedschaft. So mussten wir uns neben dem Namen auch eine Organisationsstruktur geben, mit der der BSK heute bekannt geworden ist. Doch noch immer sind wir eigentlich keine Freunde von organisatorischen Strukturen, unsere innere Basis ist nach wie vor das Lehrer-Schüler-Verhältnis, die Dojokun, unsere Freundschaft und unser gemeinsames Arbeiten.

Karate im BSK - eine ausschließliche Weglehre (Do)

Im Budo Studien Kreis wird der Unterricht des Karate mit der Weglehre (Do) verbunden - noch viel mehr - die Weglehre (Do) ist das Zentrum jedes Trainings im BSK. Es ist sicher unmöglich, dies in einem kurzen Artikel zu erklären. Das, was in dem Buch Budo - der geistige Weg der Kampfkünste beschrieben wird, ist das Zentrum jeder Ausbildung im BSK.
Im BSK werden viele Formen unterrichtet, doch der Schwerpunkt liegt nicht auf der Form. Die Formen sind lediglich Hilfen für die Lehrer, mit denen sie ihre Schüler ausbilden können. Für den Fortgeschrittenen sollte der inhaltliche Sinn die Form ersetzen. Wer den Sinn versteht braucht keine Form - erkann sich eigene Formen gründen.
Daher geht der Weg der BSK-Kampfkünste in eine beidseitige Richtung: 1.) vom Lehrer zum Schüler ist es ein "Weg der Form zum Inhalt"; 2.) für den Fortgeschrittenen ist es ein "Weg der Inhalte zur Form". Auf den BSK-Seminaren wird dieses Prinzip näher erläutert.
 

Fragen, die immer wieder an den BSK gestellt werden...

Auszüge aus verschiedenen Interviews mit Werner Lind

  • Woher kommen die Erkenntnisse der BSK-Veröffentlichungen in Buch und Film?
    Diese Frage - obwohl sie immer wieder gestellt wird - ist fast unmöglich zu beantworten. Ich selbst bin nunmehr seit 35 Jahren hauptberuflicher Karate-Lehrer und arbeite in diesem Zeitraum ca. 16 Stunden täglich an der Erforschung der Systeme. Ich bin es nicht allein - mir zur Seite stehen durch die Zeit mehr als 20 hochgraduierte Danträger, Experten der chinesischen Medizin und verschiedene andere, die Ihren pesönlichen Beitrag zu dem leisten, was der BSK heute ist. Wir alle zusammen forschen, analysieren und entwickeln die Ergebnisse im praktischen Training. Unsere Erkenntnisse setzen sich oft aus Details zusammen, die wir nicht im Einzelnen nachvollziehen und dokumentieren können (und in vielen Fällen auch nicht dokumentieren wollen).
    Es ist ein Unterschied, ob jemand in der oben beschriebenen Weise täglich forscht oder ob er als Trainer zwei Mal wöchentlich ein Training in einem Verein leitet. Der BSK forscht nicht für die Masse -  er unterrichtet nur jene, die die Geheimnisse des Budo tatsächlich verstehen wollen.


  • Wie authentisch sind die vom BSK veröffentlichten Bunkai-Methoden?
    Sehr authentisch! Sie beruhen auf alten Verfahren verschiedener okinawanischer Stile und beziehen das Grundlagendenken der ursprünglichen chinesischen Stile mit ein. Es hat uns unendlich viel Zeit, Geduld und nicht zuletzt auch Geld gekostet, die Bunkai-Methoden der einzelnen Kata zu recherchieren. Die komplexen Methoden des Bunkai sind immer Verbindungen zur grundlegenden Philosophie und Medizin der Chinesen. Wir haben keine einzige Sequenz oberflächlich oder ungeprüft übernommen, sondern jede durch die konsequente Anwendung in der praktischen Übung im Dojo nachvollzogen.
    Es ist natürlich klar, dass kein EINZELNER Mensch ALLE auf den BSK-Videos dargestellten Kata und deren vielfältige Bunkai-Methoden aus verschiedenen Stilen recherchieren und verstehen kann - aber ich empfinde dies auch nicht als unbedingt notwendig, denn die Forschungen des BSK berufen sich nicht allein auf mich, sondern finden unabhängig voneinander statt und werden letztendlich im BSK-Dojo getestet und bewertet. Dies betrachtend wurde und wird im BSK die Erforschung einzelner alter Kata in den Aufgabenbereich der fortgeschrittenen BSK-Sensei gelegt, die auf den veröffentlichten Videos zu einem kompakten Werk zusammenfließen.


  • Warum vertritt der BSK/Werner Lind keinen direkten Stil eines okinawanischen Meisters ?
    Die Vertretung eines einzigen klassischen okinawanschen Karatestils - gleich seiner Bezeichnung - würde mir den Zugang zum "großen Topf des Karate" verwehren. Inzwischen haben auch die okinawanischen Meister eine Menge aus der Politik gelernt. Sie grenzen ihre Stile ab und lassen nur ihr eigenes Konzept für die Stilüberlieferung zu. Damit reduzieren sie den "großen Topf des Karate" auf ihre eigene Betrachtungsweise.
    Das mag politisch richtig sein, aus der Tradition gesehen halte ich es für falsch. Ich werde den BSK ganz sicher nicht in eine okinawanische Stilvertretung führen (obwohl ich dafür mehrere Angebote habe, die mir damit mit Sicherheit das Leben leichter machen könnte) und nach wie vor meiner Linie treu bleiben: ES GIBT NUR EIN KARATE. Ich will keine Politik, sondern den "großen Topf des Karate". Der BSK wird für alle Zeiten nur diese Lehre anbieten und jede politische Abgrenzung ablehnen. BSK-Karate (SKK) wird immer authentisch bleiben, ohne sich irgendeiner politischen Richtung unterzuordnen.


  • Warum beruft sich Werner Lind nicht auf die Lehren seiner vorausgegangenen Sensei ?
    Weil all meine Lehrer selbst nun im fortgeschrittenen Alter in der Hauptsache immer noch ausschließlich JKA-Karate vertreten, das ich in seinen primären Anlagen und Inhalten (natürlich aus der Sicht der Klassik betrachtet) als falsch erachte. Ich habe von meinen Lehrern das Handwerk gelernt und bin ihnen für ihre Lehre dankbar. Aber ich teile nicht ihre Ansicht über Karate und schon gar nicht die Art und Weise, wie dieses unterrichtet und verbreitet werden soll. Ich unterrichte lieber weniger erfolgsorientiert, aber mit Inhalt. Karate im BSK besteht nicht aus bloßen Formen, sondern aus Inhalten. Inhalte zu verstehen, ist nicht jedermanns Sache und schon gar nichts für die Masse - aber ich will auch nicht jedermann im BSK als Mitglied. Wir wollen nur jene, die bereit sind, eine Herausforderung mit sich selbst anzunehmen und einen Weg (Do) zu gehen.


  • Warum polarisiert der BSK das Karate in Deutschland?
    Als ich vor 23 Jahren nach Deutschland kam, hörte ich nur eine einzige Meinung über Karate: "Karate stammt aus Japan und wurde von Masatoshi Nakayama gegründet, der ein Schüler von Gichin Funakoshi war." Hier die Aussage von Bernd Milner (6. Dan DKV) in einem Interview (1998): "Der Budo Studien Kreis ist nicht nur für mich von Bedeutung, sondern für das Budo im Allgemeinen, weil die Forschungen, die dort betrieben werden, neue Wege und Möglichkeiten eröffnen. Vor 20 Jahren, als Werner Lind in Deutschland zu unterrichten begann, war das Verständnis für klassisches Karate im DKV noch sehr gering, denn alle trainierten fast ausschließlich für den Wettkampf. Doch die Publikationen und Seminare des BSK haben mit der Zeit neue Perspektiven eröffnet - nicht nur im DKV, sondern auch in den anderen Karate-Organisationen in Deutschland. Ich selbst fahre immer gerne zu Werner Lind nach Bensheim, denn dort unterrichtet und praktiziert man in jedem Augenblick ein wahres Karate auf einem sehr hohen Niveau. So etwas ist sehr selten, denn es gibt unendlich viele Dojos, in denen man von Karate-do redet - doch meistens sind dies nichts als Worte."
    Ja, der BSK polarisiert, denn nur auf diese Weise können wir deutlich machen, dass das Karate der Föderationen sich inhaltlich komplett von der klassischen Auffassung der BSK-Lehrer unterscheidet. Diese Polarisierung bringt uns einerseits viele Freunde, aber andererseits auch viel Kritik von all jenen, die mit den BSK-Konzepten nichts anfangen wollen oder können. Selbst unsere schärfsten Kritiker beziehen jedoch einen großen Teil ihrer Karate-Ideologie aus den Veröffentlichungen des BSK.


  • Was bedeuten die Graduierungen im BSK und wie kommen sie zustande ?
    Die Graduierungen im BSK sind von jenen aus den Föderationen völlig unabhängig und beziehen sich ausschließlich auf die im Budo Studien Kreis gelehrten Systeme. Sie sind nach unseren Erfahrungen in ihrer Gesamtheit bedeutend anspruchsvoller und werden vor allem nur von dem eigenen Lehrer vergeben. Nur dieser ist in der Lage, den technischen UND geistigen Fortschrittsgrad seines Schülers zu beurteilen. Nur beide Faktoren zusammen ermöglichen eine Prüfung im BSK.
    Prüfungen im BSK werden auf keinen Fall in Tokyo registriert oder von fremden Lehrern festgestellt. Für den BSK ist einzig wichtig, dass sich jeder vom BSK vergebende Kyu oder Dan überall entsprechend des ihm zugestandenen Fortschrittsgrades vertreten kann. Damit hatte der BSK auch noch nie irgendeine Schwierigkeit - ganz im Gegenteil - die vom BSK ausgebildeten Budokas werden überall entsprechend ihrer Graduierung respektiert.


  • Welches ist die Bedeutung des BSK in Deutschland / Europa ?
    Nahezu alles, was heute über den Wettkampf hinaus in den sportlichen Organisationen des Karate unterrichtet wird, war vor den Veröffentlichungen und Seminaren des BSK in Deutschland unbekannt. Hintergrundwissen über Do, die Geschichte und Tradition des Karate, die Bedeutung und Ausführung des Bunkai, Selbstverteidigung (Goshin), klebende Hände (Kakie), Greiftechniken (Tuite), Vitalpunkttechniken (Kyushojutsu), Formen der Kraft (Kime), Training am Makiwara (Makiwara) und vieles mehr wurde von den Lehrern des BSK im deutschen Karate initiiert und mit Beispielen erläutert. Bevor der BSK öffentlich zu unterrichten begann, gab es all diese Methoden im deutschen/europäischen Karate nicht.


  • Welches sind die hauptsächlichen Probleme des BSK ?
    Die Lehrer des BSK haben sehr viel gearbeitet, um die Inhalte ihres Karate auf klassischer Ebene zu erforschen und zu entwickeln. Ihr hauptsächliches Problem ist, dass die BSK-Systeme imitiert und von fremden Instruktoren als eigenständige Forschung und Erkenntnis vermarktet werden. Wir vermissen z.Z. eine ehrliche Zusammenarbeit mit manchen Fremd-Instruktoren, die jede BSK-Forschung in eigenem Sinn verwerten und als eigene Kreation vermarkten.


  • Budo Studien Kreis heute...
    Was den Budo Studien Kreis heute ausmacht, sind nicht seine Formen - es sind seine Inhalte. Formen gibt es viele, und es werden immer neue gegründet. Die Lehrer des BSK unterrichten keine Form ohne Inhalt - dies kann man jedoch nicht in wenigen Sätzen erläutern. Wer an INHALTEN interessiert ist, sollte eine Seminar im Budokan besuchen. 

 

© Budo Studien Kreis
Weschnitzstr. 8
64625 Bensheim
 
Telefon +49 (0)6251 2056
info@budostudienkreis.de
 
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